Nord

Verkehrspolitik
VCD Nord: Hamburg und Schleswig-Holstein

Gefährdet es die Zukunftsfähigkeit des Verflechtungsraums der Metropolregion Hamburg, wenn es weiterhin keine verbindliche sondern nur freiwillige Raumplanung gibt?

Unter dieser Leitfrage diskutierten Prof Jürgen Ossenbrügge, Geographie der Uni Hamburg, Guido Sempell, Regionalplaner Hamburg und Dr. Holger Busche, Verkehrsexperte, Hannover am 21. Juni 2022 mit gut 20 Gästen im Gemeindesaal der Christuskirchengemeinde Pinneberg.

Die Referenten waren sich eher einig, dass eine Revitalisierung des bereits von Stadtbaudirektor Schumacher angedachten Achsenkonzepts vor 100 Jahren dringend geboten ist. Das sah damals bereits in einem Raumstrukturkonzept eine Ausrichtung der Siedlungsentwicklung auf leistungsfähige, schienengebundene Verkehrslinien vor. Ein scheinbar alter Hut, der unter dem Eindruck flächenhafter Zersiedlung mit Dominanz des privat gehaltenen Autos brandaktuell wirkt, wenn weiteres Wachstum nachhaltigen Charakter annehmen soll.

Wie die aktuell wirkenden Zeitnachteile des vernachlässigten ÖPNVs im Vergleich zum in den letzten Jahrzehnten privilegierten MIV  - auf dem Foto sichtbar eine Isochronenkarte für den Verflechtungsraum Hamburg, blau Schiene, rot Auto – nun möglichst rasch aufgehoben werden können, konnte weniger beantwortet eher nur problematisiert werden.

Auch eine mögliche Verbindlichkeit der Raumplanung nach § 205 BBaugesetz wähnen die Referenten wohl eher noch in ferner Zukunft. Sollte man eine dringende öffentliche Diskussion unterlassen, weil das Thema komplex und die in der Vergangenheit aufgetürmten Hürden groß sind? 

Gäste und Referenten waren sich über zwei konzentrierte Stunden eher einig, dass Lösungen dringend angestrebt werden sollten.  

 

Jochen Hilbert, VCD-Nord und BI-A23 für umweltfreundliche Mobilität.

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