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VCD Nord: Hamburg und Schleswig-Holstein

VCD Nord zum aktuellen Stand des Verfahrens Verlegung Fernbahnhof Altona

Der Verkehrsclub Deutschland VCD Nord hat erhebliche Zweifel, dass die Schließung des Fernbahnhofs Altona und die Verlegung nach Diebsteich Vorteile für Fahrgäste und den Betriebsablauf mit sich bringt. Der VCD beruft sich u.a. auf geltendes Eisenbahnrecht, das ein „attraktives Verkehrsangebot auf der Schiene“, „beste Verkehrsbedienung“  und die „Wahrung der Interessen der Verbraucher  im Eisenbahnmarkt“ zwingend vorschreibt. Es ist nicht zulässig Mittel einzusetzen, mit denen sich die Situation für den Betrieb und die Fahrgäste verschlechtert.

Das OVG hat im August 2018 dem Eilantrag des VCD Nord stattgegeben. Die in den Planungen „vergessene“ Autoverladeanlage ist nur ein vom Gericht benannter offensichtlicher Mangel, der alleine schon zur Verhängung des Baustopps ausreicht. Er ist aber nicht der einzige, und wohl auch nicht der schwerwiegendste. Auch für den Fall, dass hier ein gleichwertiger Ersatz gefunden und planfestgestellt wird, bleiben grundlegende Bedenken an der Sinnhaftigkeit des Vorhabens bestehen. Der VCD vertritt die Interessen der Fahrgäste. Der Ersatz der Autoverladeanlage stand und steht für den VCD nicht im Focus. Die fachliche Rechtfertigung des Gesamtvorhabens steht weiterhin aus und die seit Urteilsverkündung vorgelegten Unterlagen reichen nicht zur Begründung. Das Gericht hat in dieser Woche die Frist zur Nachreichung „Untersuchungen, die zur Empfehlung geführt haben, den Kopfbahnhof Altona durch Durchgangsbahnhof im Bereich des S-Bahnhofs Diebsteich zu ersetzen“, abermals auf Ende diesen Jahres verlängert.

PDF-Download der Pressemitteilung.

Rainer Schneider
Vorstand

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