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Nord, Bahn & Bus, Pressemitteilung
VCD Nord: Hamburg und Schleswig-Holstein

PM Durchbindung Hauptbahnhof

Endstation Hauptbahnhof?

Verkehrsclub Deutschland Nord unterstützt Forderungen aus Niedersachsen

Derzeit ist der Hamburger Hauptbahnhof für alle Fahrgäste des Regionalverkehrs Endstation. Dieser Zustand führt zu langen Standzeiten und unnötigen Umstiegen an ohnehin vollen Bahnsteigen und macht Bahnfahren damit für viele nicht attraktiv. Das haben jetzt auch die Fraktionen von SPD und CDU aus Niedersachsen erkannt und die Sinnhaftigkeit der Endstation Hauptbahnhof für alle Züge in Frage gestellt.

Der VCD hat sich intensiv mit dem Thema Regionalverkehr beschäftigt und sogar ein eigenes Verkehrskonzept für die Metropolregion Hamburg ausgearbeitet. „Die Durchbindung von Zügen führt nicht dazu, dass der Hauptbahnhof mehr Züge aufnehmen kann, aber diese können länger werden“, so Alexander Montana Vorstandsmitglied beim VCD Nord. Somit können insgesamt mehr Fahrgäste befördert werden und diese könnten künftig teilweise auch am Dammtor sowie in Pinneberg aus- und einsteigen. Am sinnvollsten hält der VCD im ersten Schritt eine Durchbindung von Zügen aus Itzehoe nach Lüneburg oder Uelzen. Das Fahrplankonzept des Verkehrsclubs sieht auf dieser Relation einen Halbstundentakt vor. Im übrigen ist das Konzept allen beteiligten Bundesländern bereits bekannt – auch in Hannover dürfte es im Verkehrsministerium vorliegen. Hamburg würde am meisten von Durchbindungen des Regionalverkehrs profitieren, da dann mehr Pendler aus dem Umland vom Auto auf die Bahn umsteigen. Eine Fahrt von Pinneberg nach Harburg würde dann nur noch rund 30 Minuten dauern – die S 3 braucht 53 min.

Der VCD Nord begrüßt die Initiative aus Niedersachsen außerordentlich und hofft, dass sich auch die betroffenen Verkehrsunternehmen dem Thema offen gegenüberstehen. „Was spricht denn dagegen, wenn zunächst nordbahn und metronom abwechselnd auf einer Strecke fahren?“ fragt sich Montana vom VCD. Die Vergabe von Nahverkehrsleistungen ist Ländersache und hier ist ein koordiniertes Vorgehen aller vier Länder im Interesse der Fahrgäste zwingend Da die meisten Wege innerhalb der Region zurückgelegt werden, kann auch unter Klimaschutzaspekten hier der größte Einspareffekt erreicht werden.

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Rainer Schneider, Kontakt: geschaeftsstelle@vcd-nord.de

 

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