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Landesverband Nord

Die DB AG als Bahnhofs-Killer - Stuttgart 21 und Altona/Diebsteich im Vergleich

Öffentliche Veranstaltung von Prellbock-Altona mit dem Investigativ Journalisten Dr.Winfried Wolf 

Mittwoch, den 23.5.2018 um 19.00
Im Großen Saal der Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg

Der Kampf gegen Stuttgart21 hat bundesweit Schlagzeilen gemacht - und er geht weiter: Montag für Montag mit Kundgebung und Demonstration, seit fast acht Jahren! Der Kampf gegen die Zerstörung des Bahnhofs Altona (offiziell seine "Verlegung" nach Diebsteich) ist dagegen noch viel zu wenigen Menschen bekannt. Dabei liegen die Parallelen auf der Hand: Es geht um Bahnhofszerstörung zugunsten von Bodenspekulation und Beton-Profiten. Die Täter sind die gleichen: Deutsche Bahn AG und die Immobilienspekulanten ECE (Otto-Tochter) und Aurelis. Das Finanzierungsmodell auf Kosten der Steuerzahlenden ist dasselbe: Die Stadt (Stuttgart respektive Hamburg) kauft der Deutschen Bahn AG Gelände ab, das sie einstmal der Bahn kostenlos überließ, damit darauf Schienenverkehr betrieben wird. Die Zerstörungspotentiale ähneln sich: 
ein gut funktionierender Bahnhof, zentral gelegen und gut ereichbar, wird zerstört: in Stuttgart wird dieser in den Untergrund verlegt; in Hamburg/Altona wird er ins Niemandsland verbannt. In beiden Fällen wird Schienenkapazität abgebaut. Die Medienmanipulation und die Manipulation der Öffentlichkeit ähneln sich: In beiden Fällen wird dem Publikum eine Zerstörung als ein Aufbau, ein Abbau von Kapazität als deren Erweiterung "verkauft". In Hamburg/Altona kommt der besondere Aspekt hinzu: Nachdem die Deutsche Bahn AG am 16. Dezember 2016 bereits alle eigenen Nachtzugverkehre einstellte, wird mit der Verlegung des Altonaer Bahnhofs nach Diebsteich eine der letzten verbliebenen Nachtzugverkehrsverbindungen auf deutschem Boden - sie werden überwiegend von der Nachbarbahn ÖBB betrieben - gefährdet."
 
Winfried Wolf schrieb schon 1996 das erste Buch zu (und gegen) Stuttgart 21. Er ist fest verankert in der Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21. 
Im Januar 2018 erschien sein neuestes Buch "abrundtief + bodenlos. Stuttgart 21, sein absehbares Scheitern und die Kultur des Widerstands" 
(380 Seiten / Hardcover, Papyrossa, 20 Euro). In 2. Auflage.

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