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Nord, Hamburg, Pressemitteilung

Elbfähren: Ausweitung des Angebots statt Fahrplanstreichungen

Ein interner Fahrplanentwurf der HADAG sorgt derzeit für Wirbel: Der Fährverkehr von Blankenese nach Cranz könnte demnach bereits ab Juli auf vier Fahrten pro Tag reduziert werden. Der ökologische Verkehrsclub VCD sieht für die Elbfähren im Bereich der westlichen Hamburger Elbe dringenden Handlungsbedarf und fordert eine Ausweitung des Angebots ab Blankenese.

„Weniger Fährfahrten zwischen Blankenese und Cranz wären ein fatales Signal“, sagt Alexander Montana, Vorstandsmitglied des VCD Landesverbandes Nord. Der VCD hat deshalb bereits vor einigen Monaten Vertretern von Politik, Verwaltung und HADAG ein umfassendes Konzept für die Elbfähren vorgelegt. „Cranz als beliebtes Ausflugsziel muss auch in Zukunft verlässlich bedient werden“, fordert Montana. Allerdings könnten die Fahrten auf das Wochenende beschränkt werden.  Neuenfelde muss jedoch auch werktags angelaufen werden um eine verlässliche Verbindung sicherzustellen. Das Konzept des VCD sieht darüber hinaus eine Direktverbindung von Blankenese zum Airbus-Anleger vor: Montana: „Die Anbindung des Airbus-Werkes hätte eine zentrale Bedeutung für den Berufsverkehr. Fahrgäste würden sich durch das erweiterte Angebot besser über das Linienangebot verteilen, so können Engpässe auf den Schiffen vermieden werden.“ Zur Stärkung der Verbindung Blankenese – Neuenfelde – Cranz fordert der VCD von Montag bis Freitag die kostenlose Fahrradmitnahme für Abokunden. Montana: „Das ist auf den anderen Linien bereits üblich und sofort umsetzbar“.

Der VCD begreift die aktuelle Beschaffung eines neuen Schiffes als Ersatz für  die „Finkenwerder“ als Chance: „Für den Anlauf von Neuenfelde wird ein Schiff mit geringem Tiefgang benötigt. Fahrtausfälle Richtung Neuenfelde bei Niedrigwasser sind nicht hinnehmbar“, so Montana. Auch in der Übergangszeit wünscht sich Montana mehr Mut von der HADAG: „Bei der Ergänzung des Fährverkehrs auf der Elbe muss im Zweifelsfall auch auf Subunternehmen zurück gegriffen werden. Dass dies auch kurzfristig möglich ist, zeigt die kurzfristige Verlegung eines Schiffes der Husumer „Watten Fährlinien“ in die Elbe“.

Für den ökologischen Verkehrsclub VCD ist klar: Die Elbfähren sind elementar wichtig für eine stetige Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf den ÖPNV. „Wir sehen, dass auch die Menschen vor Ort das Thema umtreibt. In Finkenwerder traf sich erst vor kurzem eine Bürgerinitiative zum Thema Elbfähren“, berichtet Montana.

 

Kontakt: Alexander Montana, Mob:  0176 512 79 312, Mail: alexander.montana@vcd-nord.de

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