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Fehmarnbeltquerung: Neue Bahnstation im Zentrum von Oldenburg realisieren

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) kritisiert die aktuelle Planung zur Schienenanbindung der festen Fehmarnbeltquerung. Insbesondere Gemeinden, deren Bahnstationen in Ortsrandlagen verlegt werden sollen, werden deutlich benachteiligt. Der VCD hat deshalb für den nördlichen Kreis Ostholstein ein Alternativkonzept entwickeln lassen, welches insbesondere das Zentrum von Oldenburg stärkt.

Die in der aktuellen Planung vorgesehene Verlegung der Bahnstrecke würde an vielen Orten die Verlegung der Bahnstation an den Ortsrand bedeuten. „Das ist aus verkehrs- und umweltpolitischer Sicht völlig kontraproduktiv. Zum einen schwächt die nicht vorhandene fußläufige Erreichbarkeit die Attraktivität des Bahnangebots, zum anderen werden durch Zubringerverkehre zusätzlich Autoverkehr und Emissionen erzeugt“, sagt Peter Knoke, Vorstandsmitglied des VCD Landesverbandes Nord.

Für die Stadt Oldenburg wäre die Umsetzung der aktuellen Planung fatal. Der geplante Bahnhof im Oldenburger Bruch erfordert aufwändige Erschließungsarbeiten und wird trotzdem für die Oldenburgerinnen und Oldenburger schlecht zu erreichen sein“, prognostiziert Knoke. Statt der geplanten Bahnstation im Oldenburger Bruch, fordert der VCD die bisherige Bahnstrecke zu erhalten. „ Stattdessen soll nach Vorstellung des VCD der Standort einen zentrumsnahen Bahnhof an der Göhler Straße bekommen.

„In Oldenburg bietet sich derzeit die Chance einen zentrumsnahen Bahnhof zu bauen, von dem aus ein Großteil der Wohnbebauung und sämtliche öffentliche Einrichtungen zu Fuß erreicht werden könnten“, stellt Knoke den neuen Bahnhofsstandort vor. In diesem Zusammenhang unterstützt der VCD die Forderung der Kommunen entlang der Bahnstrecke nach einer stündlichen Regionalexpress (RE)-Verbindung nach Lübeck und nach Nyköbing in Dänemark. „Morgens und Abends könnten zusätzlich Eurocity (EC) Züge und saisonale Fernverkehrszüge am Oldenburger Bahnhof halten. Mit dem von uns vorgeschlagenen Konzept würde Oldenburg auch wirtschaftlich profitieren und seine Funktion als Mittelzentrum gestärkt werden“, so Knoke.

Dieses Konzept mit weiteren Vorschlägen des VCD liegen dem Land Schleswig-Holstein und der Bahn vor. Anlässlich des 29. Fehmarnbelt-Dialogforum am 5. Juli 2018 fand eine öffentliche Präsentation der Vorschläge statt. Das Dialogforum beschloss darauf eine Prüfung der Vorschläge durch ein unabhängiges Fachbüro. Kontakt: Peter Knoke, 0157 7385 9388 oder 0157 7385 9388

PDF Download der Pressemitteilung

 

Stellungnahme zur Schienenhinterlandanbindung der festen Fehmarnbeltquerung (FBQ) im Nordkreis Ostholstein, April 2018

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