Nord

Nord, VCD Nord: Hamburg und Schleswig-Holstein

Input: Tarife im Nahverkehr

"Der ÖPNV ist zu teuer, das Auto ist billiger!"- diese Aussage hören wir oft. Doch welchen Einfluß hat der Fahrpreis überhaupt auf die Verkehrsmittelwahl und wie werden ÖPNV Preise gestaltet und finanziert?

Im Rahmen des Aktivenvernetzungstreffen gab Jörg Ludolph von der NAH.SH einen Inputvortrag zum Thema.

Finanzierung des ÖPNV

Der Steuerzahler fährt immer mit! Nur rund 40% der Kosten für den Nahverkehr in Schleswig-Holstein werden durch Fahrgeldeinnahmen gedeckt. Den Rest trägt der Staat. Neue Finanzierungsmodelle könnten jedoch mehr Geld ins System bringen: Über die Nutznießer*innen. Nutznießer*innen sind Dritte, die nicht selbst den ÖPNV nutzen, sondern von der Nutzung bspw. ihrer Angestellten profitieren, etwa weil am Firmenstandort weniger Parkplätze zur Verfügung gestellt werden müssen. Aktuelle Beispiele für eine Nutznießer-Finanzierung ist das Jobticket.

365-Euro Ticket: Angebot vor Fahrpreis

Bei ÖPNV Fahrpreisen wird häufig das Wiener Modell als beispiel für ein Erfolgsmodell aus niedrigen Jahresabo-Preisen und einer hohen Nutzer*innenzahl zitiert. Im Vortrag wird jedoch deutlich: Zuerst hatte Wien ein gutes Angebot und konnte im Nachgang mit einem attraktiven Tarifsystem punkten. Darüber hinaus spielen in Wien andere Finanzierungsmodelle und eine Preisstruktur die auf Dauernutzer abzielen eine große Rolle.

Fahrpreissenkungen in einzelnen Kommunen

Es ist kompliziert und teuer. So hat die Landeshauptstadt Kiel für die aktuellen Fahrpreissenkungen bei den Schülertickets und Einzelfahrkarten rund 3 Milliion Euro in den jährlichen Haushalt eingeplant. Zudem fürhen individuelle Ticketpreise zu dem Dilemma, dass das Tarifsystem komplizierter wird.

 

Die kompletten Vortragsfolien finden Sie hier zum Nachlesen.

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