Nord

Nord, Bahn & Bus, Kiel, Pressemitteilung, Mobilität auf dem Land

PM: VCD fordert klares Bekenntnis der Landesregierung zu Hein-Schönberg

In den vergangenen Tagen wurden Kostensteigerungen bei den Bauarbeiten zur Reaktivierung der Bahnlinie Kiel-Schönberg-Strand bekannt. Der VCD Landesverband Nord und die VCD Ortsgruppe Kiel fordern von der Landesregierung ein klares Bekenntnis zum Weiterbau des Projektes. Die Bahnlinie ist ein wichtiger Beitrag zur dringend benötigten Verkehrswende in der Region. Die Zugverbindung kann dabei in keinster Weise mit der heutigen Busverbindung verglichen werden.

Der VCD bedauert die aktuell bekannt gewordenen Kostensteigerungen, diese müssen selbstverständlich gründlich untersucht werden. „Das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt zu Debatte zur stellen ist aber falsch“, sagt Frederik Meißner vom VCD Landesverband Nord. „Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie sich eindeutig zu Hein-Schönberg bekennt.“ Alles andere wäre angesichts der Verkehrssituation im Kieler Umland absurd. Die heutige Busverbindung von Kiel nach Schönberg ist keine Alternative zur geplanten Bahnstrecke. Fahrgäste, die in ländlichen Gegenden den Bus nutzen, tun dies meist in Ermangelung von Alternativen: Schüler*innen, Menschen ohne Führerschein oder Auto, Mobilitätseingeschränkte. Trotz der regelmäßigen Busanbindung nach Schönberg nutzt der überwiegende Teil jedoch weiter das eigene Auto.

„Die Region braucht ein Verkehrsangebot, dass so attraktiv ist, dass Menschen auf die Fahrt mit dem Auto verzichten, das kann der Bus nicht leisten“, stellt Meißner fest.  Im Fokus stehen dabei insbesondere Pendler*innen, die auf dem täglichen Weg zur Arbeit die Propstei Richtung Kiel verlassen. Die Reaktivierung der Bahnstrecke von Kiel nach Schönberger-Strand kann diese Aufgabe in Zukunft leisten und über den Kieler Hauptbahnhof auch Touristen aus dem gesamten Bundesgebiet schnell und zuverlässig in die Propstei bringen.

Kostensteigerungen im Rahmen öffentlicher Projekte sind bedauerlicher Weise an der Tagesordnung. Im Fall von Hein-Schönberg müssen jedoch auch die allgemeinen Preissteigerungen in der Baubranche und die lange Planungszeit berücksichtigt werden. „Wenig Verständnis haben wir allerdings für das aktuelle Hinterfragen der Fortführung von Hein-Schönberg, während Kostensteigerungen in Millionenhöhe bei der Festen Fehmarnbelt-Querung oder bei Straßenbauprojekten üblicher Weise nicht zu einer solchen Debatte führen“, so Meißner.

PDF Download

Kontakt: Frederik Meißner, VCD: 0152 09431571

zurück