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VCD begrüßt den Probeverkehr zwischen Tornesch und Uetersen

Im Zeitraum vom 20.02.2020 bis zum 28.02.2020 hat die neg (Norddeutsche Eisenbahngesellschaft Niebüll) die Bahnstrecke zwischen Tornesch und Uetersen für einen Probebetrieb reaktiviert. In diesem Testlauf soll ermittelt werden, ob sich die Strecke für einen regelmäßigen Betrieb eignet. Schon nach dem ersten Wochenende lässt sich klar erkennen: Es hat sich gelohnt, dem Wunsch der Bevölkerung nachzukommen, denn die Züge waren allesamt sehr gut ausgelastet. Große Zustimmung gab es sowohl von Einheimischen und Anwohnern als auch von Familien und Pendlern.

Der VCD begrüßt das Engagement der neg. Die Strecke hat einen großen Nutzen für Uetersen. „Neben dem Umweltaspekt und der Stärkung des regionalen ÖPNV sorgt eine mögliche dauerhafte Reaktivierung auch für eine Entlastung der Straßen. Zudem sind die vorhandenen Strecken in einem recht guten Zustand, sodass eine baldige dauerhafte Reaktivierung möglich erscheint“, meint Alexander Montana, Vorstandsmitglied vom VCD Landesverband Nord.

Aufgrund der positiven Resonanz fordert der VCD,  dass das Land Schleswig-Holstein die erforderlichen Maßnahmen in die Wege leitet, die Bahnstrecke zu reaktivieren und einen dauerhaft Regelbetrieb zwischen Tornesch und Uetersen einzuführen. Eine angemessene Taktung, vor allem in den Abendstunden und am Wochenende, mit direktem Anschluss an die Regionalzüge in Tornesch oder Pinneberg in Richtung Hamburg Hauptbahnhof ist dabei zu beachten. Eine positive Mitarbeit und Begleitung der beteiligten Kommunen ist dabei erstrebenswert. Durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) stehen ausreichende Mittel für den ÖPNV zur Verfügung. So müssen sich die Kommunen finanziell nur zu einem geringen Prozentsatz beteiligen. Diese Mittel sollen für die Bahnreaktivierung, besonders für die Sicherung der Bahnübergänge, die Elektrifizierung und neue Bahnsteige eingesetzt werden. Voraussetzung ist ein volkswirtschaftlicher positiver Nutzen.

Mittel- bis langfristig setzt sich der VCD für eine Kapazitätserweiterung auf der Strecke zwischen Pinneberg - Elmshorn und Tornesch - Uetersen ein. Im ersten Schritt kann durch den Bau eines dritten Gleises von Tornesch nach Pinneberg mehr Trassenkapazität geschaffen werden. Im zweiten Bauabschnitt kann dieses nach Elmshorn erweitert werden. Perspektivisch können S3 oder S4 bis Uetersen verlängert werden. Eine Flügelung der Züge der Linie S4, beispielsweise in Pinneberg oder Prisdorf, ist denkbar, sodass ein funktionierender regionaler S-Bahnbetrieb implementiert werden kann. Bei der Planung soll berücksichtig werden, dass durch Modernisierung und Elektrifizierung der Strecken und der Einführung von gesicherten Bahnübergängen, zwischen Tornesch und Uetersen, mindestens in einem 30 Minuten Takt gefahren werden kann.

Nach den Erfahrungen aus dem Probebetrieb fordert der VCD, dass eine Übergangslösung für die nächsten Jahre geschaffen wird, die den S-Bahn-Betrieb mittelfristig ermöglicht, sodass insgesamt ein dauerhafter volkswirtschaftlicher Nutzen entstehen kann.

Bei Rückfragen: Alexander Montana, 017651279312.

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