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Verkehrsclub kritisiert Ausschluss von Radfahrern

Die Elbchaussee soll im Rahmen von Umbaumaßnahmen fit für den Radverkehr gemacht werden. Allerdings gibt es für Radfahrende zwischen Hohenzollernring und Altona Rathaus wegen des starken Autoverkehrs im wahrsten Sinne des Wortes keinen Platz. Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD Nord) kritisiert diese Bevorrechtigung für PKWs und hat seinerseits ein Konzept ausgearbeitet, das den Auto- und Radverkehr gleichermaßen berücksichtigt.

Was schlägt der Verkehrsclub vor?

Derzeit wird die Elbchaussee im Bereich Altona Rathaus aufgrund ihrer unechten Zweispurigkeit als vierspurige Straße genutzt. Das erhöht die Leistungsfähigkeit der komplexen Kreuzung am Altona Rathaus/Kaistraße, aber es verhindert gleichzeitig das sichere Radfahren. Daher schlägt der VCD vor, die Ampelschaltungen an dieser Kreuzung so zu verändern, dass die „Ein- und Ausfahrt“ in die Klopstockstraße/Elbchaussee länger auf „grün“ geschaltet wird. Die separaten „grün-Phasen“ aus der Kaistraße bzw. zur Kaistraße könnten verkürzt werden, vor allem wenn der separate Linksabbieger von der Kaistraße keine separate Phase mehr erhält. Für den Linienverkehr ist eine Bevorrechtigung an Lichtsignalanlagen vorzusehen. Um Staus zu vermeiden, sind aus Sicht des VCD alle Fußgängerampeln mit den Ampelschaltungen am Hohenzollring und Altona Rathaus so abzuschirmen, dass Sie mit dem Berufsverkehr eine „grüne Welle“ ergeben. Der Verband ist der Auffassung, dass die Leistungsfähigkeit der Elbchaussee im östlichen Abschnitt so auch zweispurig erhalten bleiben und eine attraktive Fahrradinfrastruktur aufgebaut werden kann. An der Engstelle Klopstockstraße schlägt der VCD für ein sicheres Miteinander der Verkehrsteilnehmer Schutzstreifen für Radfahrende und Tempo 30 für alle vor. Die „grüne Welle“ in Verbindung  mit reduzierter gleichmäßiger Geschwindigkeit könnte hier ein wesentlicher Beitrag für die geforderte Leistungsfähigkeit sein.

Im Kreuzungsbereich Altona Rathaus/Klopstockstraße/Max-Brauer-Allee ist es aus Sicht des VCD möglich, für linksabbiegende Radfahrende attraktive und sichere Ampelschaltungen einzurichten. Dadurch könnte auch eine sichere Überquerung mittels Ampel für Fußgänger, welche von der Palmaille kommen und über den Platz südlich des Rathauses zur Klopstockstraße möchten, gewährleistet werden. Hierfür muss ein Teil der vorhandenen Parkplätze in einen Fußweg umgebaut werden. Sein Konzept wird der VCD in Kürze den Verantwortlichen in den Behörden im Detail vorstellen und freut sich auch auf eine öffentliche Diskussion. „Denn wer Klimaziele erreichen möchte und die Mobilitätswende wirklich will, kann nicht bei der Elbchaussee einknicken“, so Alexander Montana Vorstandsmitglied im VCD Nord.

PDF Download der Pressemitteilung.

Nachfragen an: alexander.montana@vcd-nord.de

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