VCD NRW Nachrichten http://nrw.vcd.org de_DE VCD NRW Mon, 17 May 2021 10:45:08 +0200 Mon, 17 May 2021 10:45:08 +0200 TYPO3 EXT:news news-8733 Mon, 17 May 2021 10:23:52 +0200 RS extra https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/rs-extra/ Die 13. Ausgabe beinhaltet eine Analyse und Auswertung der Messdaten über den Fahrradverkehr in Köln, die an den 15 Dauerzählstellen erhoben wurden, sowie einen kritische Beitrag zum Verhalten der Verwaltung in Bezug auf Gesundheitsschutz der Kölner Bürger*innen durch Reduzierung des Verkehrslärms.

Aktuelle Ausgabe.

Weitere Ausgaben. 

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news-8728 Sun, 16 May 2021 17:50:45 +0200 Wanderung nach Deutz https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/wanderung-nach-deutz-2/ Bei bestem Wanderwetter (Sonne, wenig Wind - wie könnte es anders sein) trafen sich Helfer*innen aus Deutz und Wanderbaumfreund*innen in der Südstadt und zogen mit den sechs Wanderbäumen unter der Severinsbrücke hindurch, über den Heumarkt und die Deutzer Brücke zur Deutzer Freiheit. Bei relativ wenig Verkehr verlief die Wanderung - einem sonnigen Spaziergang gleich - sehr angenehm ruhig. Zwischenstopp vor St. Heribert: Wer wandert, muss sich auch stärken, u.a. mit kühlem Nass aus dem neuen Trinkwasserspender der Stadt (https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/22136/index.html). Hier stießen Vertreter*innen aus Politik und Stadtgesellschaft dazu. Zum Auftakt des Greening-Month hielten Anne (Greening Month Projekt), Ralph Herbertz für die Initiative WBA / VCD Köln und Bezirksbürgermeister Innenstadt Andreas Hupke kurze Ansprachen. Schließlich trat die Wandergruppe die letzte Etappe an, um die Wanderbäume auf ihre Standorte in der Tempelstraße / Ecke Adolphstraße, in der Mathildenstraße sowie in der Suevenstraße zu verteilen, wo jeweils zwei Baummodule bis zum 20. Juni stehen werden.

 

Mehr Infos zur WBA.

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news-8458 Wed, 12 May 2021 20:12:00 +0200 Der erste Wanderbaum Aachens ist da! https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/der-erste-wanderbaum-aachens-ist-da/ Der Abriss des Parkhauses Büchel wurde am 12. Mai feierlich – unter Beteiligung von Radio und Fernsehen – angefangen. Um dieses Ereignis gebührend zu würdigen, wurde dabei der erste Wanderbaum Aachens präsentiert. Dazu haben sich engagierte Menschen mit VCD und ADFC zusammengetan. Trägerverein ist der VCD.

Bei diesem einen Baum soll es nicht bleiben, sondern es soll – quer durch die Stadt – eine ganze Wanderbaumallee entstehen. Die Wanderbaumallee ist eine neue Idee, um Grün in der Stadt voran zu bringen. An einzelnen Punkten werden für eine begrenzte Zeit Kübel mit Bäumen aufgestellt. Diese Bäume verbessern unmittelbar und ganz konkret die Aufenthaltsqualität an dieser Stelle. Vor allem aber setzen sie ein Signal: So könnte es hier aussehen! Auf diese Weise sind die Wanderbäume ein Baustein für eine grüne, lebenswerte Stadt.

Weitere Informationen gibt es auf wanderbaumallee-aachen.de.

 

 

 

 

 

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news-8710 Wed, 12 May 2021 16:18:57 +0200 Umweltverbände fordern Ende der Blockade gegen Pop-up-Radwege https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/umweltverbaende-fordern-ende-der-blockade-gegen-pop-up-radwege/  

Die Stadt Dortmund hat den Antrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf die Einrichtung von Pop-up-Radwegen in Dortmund abgelehnt. Die Umwelt- und Verkehrsverbände DUH, ADFC, BUND und VCD sehen die Ablehnung als eine „vertane Chance“.

Mehr Tempo 30 – auch auf Hauptverkehrsstraßen

Positiv hingegen sei, dass OB Thomas Westphal in seinem Antwortschreiben zugleich die Ausweitung von Tempo 30 in Dortmund angekündigt hat – auch auf weiteren Hauptverkehrsstraßen. „Wir nehmen den OB hier gern beim Wort“, so der VCD-Vorsitzende Lorenz Redicker, der dabei auch die Unter­stützung der Umweltverbände anbot. „Tempo 30 mindert Lärm- und Luftschadstoff-Emissionen und es ist enorm wichtig für die Verkehrssicherheit von Radfahrer*innen und zu Fuß Gehenden“, ergänzt Thomas Quittek vom BUND. Die DUH hatte in ihrem Antrag vom 28.01.2021 neben der Umwidmung von Straßenflächen in provisorische Rad- und Fußverkehrsflächen eine Ausweitung von Tempo 30 auf das gesamte Nebenstraßennetz gefordert.

“Chance vertan”

Die Ablehnung von Pop-up-Radwegen stößt bei den Umweltverbänden auf wenig Verständnis. „Mit den provisorischen Radwegen hätte die Stadtverwaltung die Umwidmung von Auto- in Radspuren ausprobieren können – diese Chance ist jetzt vertan. Wir warten in Dortmund schon viel zu lang auf hochwertige Radwege und werden ständig vertröstet. Wir brauchen endlich Ergebnisse!“, bedauert der ADFC-Vorsitzende Werner Blanke. Erst zum Jahreswechsel hatten zahlreiche Umwelt- und Verkehrsverbände einen Pop-up-Radweg auf dem Heiligen Weg gefordert, auch in der Verlängerung dieses Straßenabschnittes (Weißenbur­ger/Gronau-/Jäger-/Heiligegarten-/Stein-/Grüne/Treibstr.) wäre zum Beispiel ein Pop-up-Radweg möglich gewesen.

Jürgen Resch: Andere Städte zeigen, dass Pop-up-Radwege die Planung beschleunigen

Die Stadt verwies jetzt darauf, dass sie schnelle Lösungen ablehne und „aufwändiger und mühevoller, dafür aber im Ergebnis auch dauerhaft, qualitätvoll, fachlich wie politisch abgesichert“ planen wolle. Dies kommentiert Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Städte wie Hamburg, Münster, Flensburg und Solingen neue Pop-up-Radwege realisiert. In Berlin und München werden sie bereits in dauerhafte Rad­wege umgewandelt. Die gesammelten Erfahrungen mit den Pop-up-Radwegen beschleunigen die Detailplanung. Das spart Zeit und Geld. Warum man in Dortmund weiter viele Jahre auf neue Radwege warten möchte, erschließt sich uns nicht.“

Widerspruch zur Radverkehrstrategie

Unverständlich finden die Verbände die Ablehnung der Stadt auch mit Blick auf die aktuelle Radverkehrsstrategie im Rahmen des Dortmunder Masterplans Mobilität. Dabei liegen die Hauptrouten des Radverkehrs überwiegend auf Hauptverkehrsstraßen. „Viele dieser Routen ließen sich noch im Jahr 2021 über Pop-up-Radwege realisieren. Sie stehen nicht in Konkurrenz zu bestehenden Plänen, sondern sollen deren Umsetzung beschleunigen“, merkt Werner Blanke vom ADFC an.

Schlechte Noten im ADFC-Fahrradklimatest

Dass in Dortmund dringender Handlungsbedarf besteht, spiegelt sich auch in den Noten des ADFC-Fahrradklima-Tests 2020 wider. Mit einer Note 4,35 (Schulnote mangel­haft) liegt die Stadt erneut auf dem vorletzten Platz der Großstädte und hat sich in manchen Kategorien wie „Sicher­heitsgefühl beim Radfahren“ sogar noch verschlechtert. „Warum hier nicht das Beschleunigungspotenzial proviso­rischer Maßnahmen genutzt werden soll, ist vollkommen unverständlich“, ärgern sich die Verbände.

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news-8699 Mon, 10 May 2021 09:44:49 +0200 12. RS extra Online https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/12-rs-extra-online/ Zum einen geben wir einen Denkanstoß zur Mobilität nach der Pandemie und versuchen uns einen Durchblick in dem Tarifdschungel der Deutschen Bahn zu verschaffen. Zum anderen stellen wir euch die Idee einer neuen Ost-West-Bahn im Kölner Süden vor und beleuchten die Licht- und Schattenseiten des neuen Radfahrstreifens auf der Magnusstraße.

Viel Spaß beim Lesen! 

Hier könnt ihr die neue Ausgabe lesen. 

Hier findet ihr weitere Ausgaben der RS extra. 

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news-8694 Sat, 08 May 2021 10:56:31 +0200 Einladung zur Jahreshauptversammlung am 26. 5. 2021 um 19:30 h -- jetzt mit Einwahllink! https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/einladung-zur-jahreshauptversammlung-am-26-5-2021-um-1930-h-jetzt-mit-einwahllink/ Wenn Sie VCD-Mitglied sind, sollten Sie in den nächsten Tagen einen Brief mit einer persönlichen Einladung erhalten. Gäste und Interessierte sind ebenfalls willkommen.

Die JHV werden wir über Zoom durchführen. Zur Einwahl verwenden Sie den Link

https://bit.ly/3uL0jlG

oder per Telefon:

030/56795800, Sitzungs-ID: 97604713875, Teilnehmer-ID: 782565

Die Zoomkonferenz wird bereits eine halbe Stunde vorher um 19 Uhr geöffnet, damit Sie genügend Vorlauf zum „Eintritt“ und genügend Zeit haben, falls der Zutritt über den Link nicht sofort glücken sollte. Wir empfehlen Ihnen, vorab möglichst die neueste Zoom-Version zu installieren. Eine Teilnahme über den Browser oder über Telefon bleibt aber möglich.

 

Nach unserer Satzung werden von der JHV alle zwei Jahre der Vorstand und die Vertreter*innen bei der Landesn- und Bundesdelegiertenversammlung neu gewählt. Da die ursprünglich für den 22.04.2020 bzw. 21.10.2020 organisierten JHV coronabedingt jeweils ausfallen mussten, werden die Wahlen am 26.05. nachgeholt.

 

Es gilt folgende Tagesordnung:

  • TOP 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

  • TOP 2: Wahl der Versammlungsleitung und Protokollführung

  • TOP 3: Genehmigung des letzten Protokolls

  • TOP 4: Bericht des Vorstands, des/r SchatzmeisterIn und der KassenprüferInnen

  • TOP 5: Aussprache zu TOP 4 und Entlastung des Vorstands

  • TOP 6: Vorstandswahlen

  • TOP 7: Wahl der KassenprüferInnen

  • TOP 8: Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten für die Landes- und Bundesdelegiertenversammlung

  • TOP 9: Satzungsänderungen (Hinweis: es liegen keine Anträge hierzu vor)

  • TOP 10: Verabschiedung des Haushaltsplans

  • TOP 11: Anträge (Hinweis: es liegen keine Anträge vor)

  • TOP 12: Verschiedenes

 

Da die Versammlung online stattfindet, haben wir für die Durchführung der Wahlen folgendes Verfahren vorgesehen:

  1. Zur Abstimmung benutzt jedeR Teilnehmende das „Handheben“-Symbol bei Zoom.

  2. Wenn bei Ihnen dieses Symbol bei Zoom nicht verfügbar ist, können Sie Ihr Handzeichen über Video geben.

  3. Wer nicht nur per Mikro oder per Telefon teilnehmen möchte, stimmt mündlich ab.

 

Dieses Verfahren setzt voraus, dass keine geheime Abstimmung bei den Wahlen beantragt wird. Zu Beginn des TOP 6 werden wir abfragen, ob alle Teilnehmenden damit einverstanden sind.

 

Gerne senden wir Ihnen das Protokoll der letzten ordentlichen JVH sowie die Rechenschaftsberichte für die Geschäftsjahre 2019/20 und 2020/21 zu. Bei Interesse schicken Sie uns einfach eine Mail an vcdaachen@vcd-aachen.de.

 

 

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news-8693 Sat, 08 May 2021 10:28:06 +0200 Parkhaus Büchel: Die Abrissbirne kommt! https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/parkhaus-buechel-die-abrissbirne-kommt/ Es ist endlich soweit: Die Baustelle für den Parkhausabriss wird jetzt eingerichtet. Der eigentliche Abriss soll bis Oktober 2021 erfolgt sein.

 

Das Parkhaus verschwindet – und damit entsteht Platz für Stadtgestaltung, Wohnraum und Aufenthaltsqualität. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Zukunft bietet ein Birnbaum, der am Mittwoch 12. 5. um 13:30 als Wanderbaum vor dem Parkhaus aufgestellt wird.

 

Mehr zum Wanderbaum-Projekt unter wanderbaumallee-aachen.de.

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news-8673 Wed, 05 May 2021 08:16:59 +0200 1 Thema - 1 Stunde: Mobilitätswandel im Luftverkehr? https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/1-thema-1-stunde-mobilitaetswandel-im-luftverkehr/
"1 Thema – 1 Stunde" am 27. Mai 18:30

Stefan Bajohr - Mobilitätswandel im Luftverkehr?
Fliegen ist immer noch die klimaschädlichste Art der Fortbewegung. Trotzdem will die Tourismusindustrie nach Corona wieder durchstarten. Ist das verantwortbar und was versprechen synthetische Kraftstoffe und neue Flugzeug- und Triebwerkdesigns?

Zeitrahmen: 18:30 bis max. 20 Uhr.

Anmeldungen: Per E-Mail an rolf.mecke(at)vcd-nrw.de.

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news-8655 Mon, 03 May 2021 12:24:57 +0200 Aktionstag "sicher.mobil.leben - Radfahrende im Blick" https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/aktionstag-sichermobilleben-radfahrende-im-blick/ Mit fortschreitender Mobilitätswende gewinnt der Radverkehr immer mehr an Bedeutung. Fahrräder und Pedelecs sind vielerorts dank der Umwidmung von Verkehrsflächen echte Alternativen zum Auto, um zur Arbeit zu fahren oder in der Freizeit Distanzen zu überbrücken. Gerade der Umstieg auf ein Pedelec stellt viele Menschen jedoch vor Herausforderungen. Landesweit stieg die Zahl der Unfälle mit Pedelecs, obwohl die Unfallzahlen bei nahezu allen anderen Verkehrsbeteiligungsarten sanken. Auch in Köln und Leverkusen verunglückten 2020 mehr als 150 Pedelec Fahrende. Davon erlitten 30 schwere und ein Mensch sogar tödliche Verletzungen. Mehr als 20 Prozent dieser Verunglückten waren älter als 65 Jahre. Die Polizei Köln wird am Mittwoch (5. Mai) anlässlich des Aktionstags "sicher.mobil.leben - Radfahrende im Blick" für die besonderen Anforderungen rund um den Radverkehr sensibilisieren und entsprechende Verkehrsverstöße ahnden. Parallel dazu werden Verkehrssicherheitsberater und Experten des Verkehrsdienstes der Polizei Köln auf den Social Media-Kanälen der Polizei Köln sowie telefonisch Fragen von Interessierten beantworten. Schwerpunkt der Präventionsarbeit soll an diesem Tag bei den Pedelec Fahrenden der Altersgruppe über 65 Jahre liegen.

Social Media-Sprechstunden auf Facebook und Twitter

Wann: 5. Mai 2021, 10 Uhr bis 11 Uhr und 15 Uhr bis 16 Uhr

Wo: Facebook (https://www.facebook.com/polizei.NRW.K) und Twitter (https://twitter.com/polizei_nrw_k)

 

Telefonhotline

Wann: 5. Mai 2021, 9 Uhr bis 17 Uhr

Wo: 0221 229-6717

Durchgehend ist unter dieser Nummer auch ein Anrufbeantworter geschaltet (siehe auch: www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/4758462).

 

Vorab können bereits jetzt Fragen an die E-Mail-Adresse (Sicher- Radfahren.Koeln@polizei.nrw.de) gesendet werden. Diese werden rund um den Aktionstag beantwortet. Alle gestellten Fragen werden im Nachgang auf der Internetseite der Polizei Köln (https://koeln.polizei.nrw/artikel/haeufigefragen-und-antworten) veröffentlicht.

 

Pressemitteilung

 

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news-8650 Sun, 02 May 2021 13:30:39 +0200 VCD sieht wenig Nutzen in vorgeblicher Grüne-Welle-App Traffic Pilot https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-sieht-wenig-nutzen-in-vorgeblicher-gruene-welle-app-traffic-pilot/  

Der VCD in Dortmund kritisiert die Ankündigung der Stadtverwaltung, die App Traffic Pilot in Dortmund einsetzen zu wollen. Aus Sicht des VCD schade die App mehr als sie nutze. „Die versprochene Grüne Welle für Rad- und Autofahrer*innen ist nicht viel mehr als ein Marketing-Gag, die erwartete CO2- Einsparung mehr als fraglich“, so Lorenz Redicker vom VCD. Auf der anderen Seite gehe die Technik-Spielerei auf Kosten der Verkehrssicherheit, weil sie die Verkehrsteilnehmenden vom Verkehrsgeschehen ablenke. Das ganze lasse sich die Stadt auch noch mehr als 300.000 Euro kosten – das war vor wenigen Jahren ein halbes Jahresbudget für den Radverkehr, so der VCD.

Gefahr für die Verkehrssicherheit
Stadtbaurat Arnulf Rybicki hatte den Einsatz der App vor zwei Wochen angekündigt. Anders als dabei suggeriert („die Grünschaltung der Ampeln wird automatisch laufen“) beeinflusse die App keinesfalls die Ampelschaltung. Sie zeige lediglich an, ob man im aktuellen Tempo bei Grün oder Rot ankomme, und zählt bei Rotlicht die Sekunden bis zum Wechsel auf Grün. „Das klingt wie eine harmlose Technik-Spielerei, könnte aber die Verkehrssicherheit ernsthaft beeinträchtigen“, warnt Redicker. Wer das Handy auf dem Weg zur Ampel fest im Blick habe, beachte den übrigen Verkehr womöglich weniger. Zudem könnte man versucht sein, auch gleich die gerade eingegangenen Nachrichten auf dem Smartphone anzuschauen. Während Polizei, Verkehrs- sicherheitsrat und ähnliche Institutionen verzweifelt versuchten, die Menschen davon abzubringen, mit dem Handy am Steuer bzw. Lenker zu hantieren, werden sie hier dazu angehalten.

Genanntes Einsparpotenzial beruht auf Test mit 7 Fahrer*inneN
Das genannte Einsparpotenzial beim Sprit basiere nicht auf den Erfahrungen in anderen Städten, wie der Stadtbaurat erklärt habe, sondern - nach Angaben des Herstellers! - allein auf einen Feldversuch in Ottawa – mit ganzen 7 (in Worten: sieben) Testfahrern. Nennenswerte Erfahrungen mit der App gebe es in Deutschland nur in Düsseldorf. Und dort habe selbst die Rheinische Post, so Redicker, sich dem harten Urteil des ADFC in Düsseldorf („Nutzen leider bei fast Null“) angeschlossen.

Wer soll die App nutzen?
Auch fragt sich Redicker, wer die App überhaupt nutzen solle. Radfahrer*innen würden ein Smartphone, wenn überhaupt, meist nur als Navigationsgerät ans Rad montieren. Mit einer Navi-App lasse sich Traffic Pilot aber nicht kombinieren. Bei Autofahrer*innen könnte hinzukommen, dass der nachfolgende Pkw-Verkehr, nicht mit der App ausgestattet, ob der Schleichfahrt des voranfahrenden Fahrzeugs nervös reagieren könnte. „Der praktische Nutzen ist mehr als zweifelhaft“, resümiert Redicker.

Politik entscheidet
Noch allerdings ist die Anschaffung der App gar nicht sicher. Erst einmal müsse die Politik darüber entscheiden, konkret: der Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften (nachdem zuvor die Bezirksvertretungen und der Mobilitätsausschuss eine Empfehlung aussprechen können). Der VCD appelliert an die Politik, das Vorhaben zu stoppen: „Unter dem Deckmäntelchen von Klimaschutz und Digitalisierung soll hier für ein gefährliches Spielzeug Geld verschwendet werden!“

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news-8644 Thu, 29 Apr 2021 13:06:29 +0200 VCD-Pressemitteilung zur Verleihung des Deutschen Fahrradpreises https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-pressemitteilung-zur-verleihung-des-deutschen-fahrradpreises/ Die Richtung stimmt

Die Stadt Münster rollt den Radfahrenden den roten Teppich aus. Auf gut gekennzeichneten, breiten und komfortablen Routen durch die Stadt zu radeln ist ein großes Vergnügen. Ein Sprung an Lebensqualität für alle! Weiter so! Herzlichen Glückwunsch an Politik und Verwaltung der Stadt! Sie arbeiten nun ernsthaft und im Konsens an den Widerständen der Autofans gegen den Umweltverbund als Mobilitätsträger im urbanen Raum. Hochwertige Fahrradrouten, Busspuren und Vorrang für Bus und Bahn, die Innenstadt als Fußgänger-Paradies. Die Richtung, hin zu mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität, stimmt in der Westfalen-Metropole! Jetzt braucht es noch mehr den Respekt der Kraftfahrer*innen vor den Maßnahmen. Auf Münsters Fahrradstraßen sind – anders als es der Gesetzgeber als Regelfall vorsieht – ‚Autos zu Gast‘. Viele PKWs beachten diesen Gaststatus. Einige aber noch nicht. Als VCD betonen wir: Der Lernprozess der Menschen hinter dem Lenkrad hin zu einem rücksichtsvollen Umgang mit den Schwächeren im Verkehr ist noch lange nicht abgeschlossen. Diesen Paradigmenwechsel zu fördern ist die nächste Aufgabe von Stadt und Stadtgesellschaft!

Für dem Vorstand des VCD-Regionalverbandes Münsterland

Wolfgang Wiemers

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news-8636 Wed, 28 Apr 2021 18:54:06 +0200 Hafenmarkt Münster - eine Chance für ökologische Quartiers- und Verkehrsentwicklung? https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/hafenmarkt-muenster-eine-chance-fuer-oekologische-quartiers-und-verkehrsentwicklung/ > Bitte beteiligen Sie sich! Hier der Link zum Hafenmarkt-Thema auf der städtischen Homepage: https://www.stadt-muenster.de/stadtplanung/bebauungsplanung/plaene-im-verfahren/609-hafenmarkt.html ]]> Der VCD begleitet das Entwicklungsvorhaben Hafenzentrum/-markt seit vielen Jahren konstruktiv aus der Perspektive des Verbandes.
Aufgrund unserer Sicht auf den derzeitigen Entwicklungsstand des Projekts sowie den Verlauf der Debatte um das Vorhaben empfehlen wir dem Rat der Stadt Münster, die derzeitigen Planungen noch nicht offenzulegen.
Stattdessen sollten die Planungen aus Sicht des Verbandes noch einmal unter öffentlicher Beteiligung zukunftsorientiert weiter entwickelt werden.

Der Regionalverband Münsterland des VCD als ökologischer Verkehrsclub spricht diese Empfehlung gemäß seines Selbstverständnisses als Element der Zivilgesellschaft aus. In diesem Bereich arbeitet der VCD an der partizipativen Suche nach möglichst konsensförmigen Lösungen im Problembereich der Mobilität.
Im Zentrum der Lösungssuche steht die nachhaltige, umweltverträgliche, soziale und gerechte Gestaltung des örtlichen, regionalen, großräumigen und weltweiten Verkehrs von Personen und Gütern.
Der VCD denkt verkehrsmittel-übergreifend, er betrachtet alle Mittel der Verkehrsgestaltung unter dem Aspekt der Funktionalität zur Bewältigung der jeweiligen Herausforderungen. Die unterschiedlichen Formen der Mobilität, vom Zu-Fuß-Gehen bis zum Einsatz von Flugzeugen sollten dabei so eingesetzt werden, dass sich die jeweiligen Vor- und Nachteile bestmöglichst auf das zu erreichende Ziel ausrichten lassen.

Aus dieser Perspektive begrüßt der VCD, die in großen politischen Konsens getroffene Absicht weiter zu verfolgen, im Planungsbereich ein Stadtbereichszentrum zu schaffen. Es soll in Einbettung zu den weiteren städtischen Entwicklungen im Hafenbereich gestaltet werden. Die Auslegung als ein über das Quartier hinausreichenden ‚Magneten‘ ist schlüssig. Das Zentrum sollte Menschen aus einem großen Teil der Stadt Münster, aber auch aus dem angrenzenden Umland zum Besuch verlocken.
Die Frage jedoch, wie die vom Planungsobjekt ausgelösten Verkehrsströme sowohl im Hinblick auf den Personenverkehr als auch auf den Güterverkehr in einer aus ökologisch und sozialer Sichtweite gestaltet werden soll, erscheint uns noch unzureichend geklärt.
Hier nennen wir nur einige aus einer Vielzahl von Argumenten, die diese Ansicht belegen:

  1. Die gutachterliche Betrachtung der Auswirkungen des von den vorliegenden Planungen ausgehenden Verkehrs ist ausschließlich durch den Investor vorgenommen worden. Aus Sicht des VCD zweifeln wir nicht die Aussagen des Gutachtens an – soweit wir es einschätzen können, entspricht das Gutachten den gängigen Standards. Das Gutachten nimmt eine relativ traditionelle Sicht auf die Optionen der Gestaltung des zu erzeugenden Verkehrs ein. Es ist nicht zu erkennen, dass die Gutachtenden ernsthaft die Möglichkeiten untersucht hätten, die Gestaltung eines Stadtbereichszentrums mit der vorgesehenen Zielperspektive so zu gestalten, dass die ‚Magnetwirkung‘ im Hinblick auf die Besucherschaft mittels stadtstrukturell angepassten Verkehrsformen (Umweltverbund) genauso gut oder sogar besser zu erreichen. Es fehlt also ein Gutachten mit alternativen Umsetzungs-Szenarien, um das Vorhaben heute beurteilen zu können.

  2. Die vom Investor vorgelegten Planungen gehen davon aus, dass der im zu planenden Objekt stattfindende Handel in ‚stationärer‘ Form erfolgt. Dieser Zielsetzung stimmt der VCD explizit zu: Aus Sicht des Verbandes ist es wünschenswert, auch weiterhin in allen Bereichen des Handels Formen zu haben, bei der die Kundschaft in mobiler Form soziale Räume aufsucht, die dem Handel dienen. Dort kann und sollte es vorrangig persönliche Beratung, kulturelles Erleben (auch von Neuem), die Möglichkeit der physischen Erkundbarkeit von Waren und Begegnung von und mit Menschen im sozialen Raum geben. Das Vorhalten von realen Räumen des Handels sollte als Gegengewicht zum digitalen Online-Handel zukunftsträchtig gestaltet werden. Dabei ist es aber nicht – anders als früher – nicht mehr notwendig, dass die Handel Treibenden große Warenmengen zum stationären Ort des Handels befördern, die dann von den Kunden individuell wieder abtransportiert werden müssen. ‚Stationärer Handel‘ ist also in Zukunft nicht mehr der Ort des ‚Warenumschlags‘, sondern der Ort, an dem mobile Kundschaft nach Einsichtnahme und Beratung ihre Kaufentscheidungen trifft und den so ausgelösten Warenfluss disponiert. Kleine Mengen kann man dabei sicherlich ‚an der Person‘ gleich mitnehmen; große Warenmengen sollten dagegen durch Citylogistik direkt vom Zentrallager zum Kunden befördert werden. Für die Beurteilung des Vorhabens ist daher nicht die Zahl der qm relevant, die für stationären Handel vorgesehen sind, sondern die Frage, in welcher Form und mit welchen Auswirkungen der Handel dort betrieben wird. Der innovative Aspekt des ‚Markts‘ könnte dabei ein erster Ansatz von Überlegungen sein, welche aber bisher kaum durchdacht erscheinen. Damit ist die Vorlage nicht entscheidungsreif.

  3. Für einen im Jahre 2021 zu ändernden Flächennutzungsplan bzw. Bebauungsplan wird die Behandlung der Klimaproblematik aus Sicht des VCD äußerst rückständig betrieben. Die in den vorliegenden Planungen dokumentierte Ansicht, durch die Realisierung des Objekts werde es, unter Verweis auf begrünende Maßnahmen, voraussichtlich nicht zu nennenswerten Steigerungen der Emissionen kommen, kann nach den internationalen Klimaschutzvereinbarungen von Paris und den durch die Bundesregierung formulierten Ziele der Senkung der Emissionen keinesfalls befriedigen. Der VCD erwartet von einer zeitgemäßen Planungsvorlage, dass alle Optionen der Realisierung unter dem Aspekt dargestellt und beurteilt werden, wie die größtmögliche Senkung der klimarelevanten Emissionen erreicht werden kann. In diesem Zusammenhang sind auch die Bemerkungen zu (2) bedeutsam, also die Frage danach, wie die bestmögliche ‚Magnetwirkung‘ des Stadtbereichszentrums durch die innere Gestaltung der dortigen Vorgänge so gestaltet werden kann, dass die klimabezogenen Reduktionsziele möglichst gut erreicht werden. Auch in dieser Hinsicht ist die Vorlage daher nicht entscheidungsreif.

  4. Der VCD stellt fest, dass ‚schleichend‘ bei den baubezogenen Planungen des Hafenmarkt-Projektes durch die für Bauplanung zuständige kommunale Selbstverwaltungs-Abteilung auf Fragen angesprochen worden sind, die das Amt für Mobilität und Tiefbau bzw. den Verkehrsausschuss betreffen. Im Flächennutzungsplan werden – anders als bei den früheren Planungen – auch Abschnitte des Hansarings einbezogen, also einer aus Sicht der städtischen Verkehrsgestaltung bedeutsamen Straße. Wir können nicht feststellen, dass die vorgesehenen Eingriffe in die Struktur der Straße in ein ordnungsgemäß verlaufendes kommunalpolitisches Beratungsverfahren eingebettet sind. Hier droht also möglicherweise eine gravierende Rechtslücke im Beratungsprozess, welche vor einer Entscheidung qualifiziert zu schließen ist.

  5. Abschließend äußert sich hier der VCD-Regionalverband zu einer Frage, die möglicherweise am Rande unserer ‚Zuständigkeit‘ liegt: Dem Umgang der Stadt mit dem Investor. Es ist offensichtlich, dass es in der Öffentlichkeit große Kontroversen im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit des Vorhabens gibt. Dem Investor ist zu Gute zu halten, dass er sich seit vielen Jahren konsequent und schlüssig um die Umsetzung seiner Planung bemüht. Er hat, da er sich stets um Kooperation mit der Verwaltung bemüht hat, rechtlichen Anspruch auf Unterstützung gegenüber der Stadt. Andererseits haben es sowohl Stadt als auch Investor zu vertreten, dass die vorliegenden Planungen aus vielen Gründen – einige haben wir unter (1) bis (4) benannt – vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht zukunftsfähig erscheinen. Daher wäre es nun auch gegenüber dem Investor grob fahrlässig, offensichtlich unausgereifte Pläne des Vorhabens in der Öffentlichkeit auszulegen. ES entspricht gutem Stil in der Kommunalpolitik, Pläne erst dann auszulegen, wenn sie in allen relevanten Hinsichten hin durchdacht sind und diese Überlegungen dokumentiert sind. Dann erst sind, so Ansicht des VCD, Pläne entscheidungsreif. Die Auslegung der Pläne, die das Planungsrecht vorsieht, ist selbstverständlich ein dann folgender Schritt der Umsetzung – er dient aber vor allem dazu, die Passung des gesamten Vorhabens mit den Rechten der durch die Planungen Betroffenen zu leisten. Soweit ist es – aus unserer Sicht – noch nicht.

Gerne ist der VCD-Regionalverband bereit, die vorgetragenen Einwendungen anhand der Unterlagen genauer zu belegen. Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir uns irren können. Unsere Ansicht, dass die Debatte um eine zukunftsfähige Gestaltung des beabsichtigten Stadtbereichszentrums noch nicht abgeschlossen ist, bleibt aber trotzdem zutreffend. Wir sind gerne bereit, uns auch weiterhin an der Debatte konstruktiv zu beteiligen.

Der Vorstand

T. Lins, W. Wiemers, P. Werner

 

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news-8634 Wed, 28 Apr 2021 11:28:24 +0200 Stadtradeln https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/stadtradeln-6/ Wir begrüßen diesen Termin, da am 17.September (dem letzten Tag) der Parking Day stattfindet. Außerdem findet am 18. September in Hagen der Aktionstag "Schöpfung. Umwelt. Eine Welt" statt und am 19. September die Fahrradsternfahrt Ruhr.

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news-8633 Wed, 28 Apr 2021 11:21:21 +0200 Fahrradsternfahrt Ruhr https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/fahrradsternfahrt-ruhr-1/ Genaueres finde Sie auf der Homepage der Fahrradsternfahrt Ruhr.

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news-8632 Wed, 28 Apr 2021 11:13:06 +0200 Elektroroller in Hagen-Haspe https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/elektroroller-in-hagen-haspe/ Die Initiative ging von der irischen Zeus Scooters Gmbh aus, die eine dreirädrige Variante zum Preis von 0,19€/Min vermieten will. Die Stadt, die für die Beschilderung der Verleihstationen mit Kosten von 6000-9000€ rechnet, argumentiert, dass die Fahrzeuge ein „wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende“ sein können, da sie eine „echte Autoalternative“  im Sinne des Masterplans Nachhaltige Mobilität darstellten. Für Haspe hat man sich entschieden, weil  Haspe eine „adäquate Fahrradinfrastruktur“ aufweise (alle Infos aus der WP vom 23.04.21, Hagener Teil S. 1).

Der VCD sieht diese Fortbewegungsart grundsätzlich sehr kritisch und in diesem Fall besonders:

  • Die Fahrradinfrastruktur in Ortsteil Haspe ist allein schon für den Radverkehr völlig unzureichend, schlecht durchdacht und gefährlich, vor allem die sogenannten „Schutzstreifen“ von knapp 1m Breite, an denen Autos Radfahrende ohne den gebotenen Abstand von 1,5 m überholen. Daher ist davon auszugehen, dass die Nutzer eher die Fußwege benutzen werden. (Es sei daran erinnert, dass die Stadt Hagen im diesjährigen ADFC Radverkehrscheck wie immer den letzten Platz in ihrer Kategorie belegt hat.)
  • Es fehlt bisher eine Ortsangabe  zu den 20-30 Ausleihstationen. Schon für Fahrräder fehlen oft geeignete Abstellpätze.
  • Bisherige Studien zeigen, dass diese Scooter im Allgemeinen nicht zum Umstieg vom Auto führen – da ja z.B. mit ihnen nichts transportiert werden kann - sondern eher von anderen umweltfreundlichen Fortbewegungsarten (Bus, Fuß, Rad). Insbesondere einen Umstieg Zufußgehender auf e-Scooter sehen wir kritisch, da dadurch gesunde Bewegung weiter reduziert wird. Denn anders als die Bezeichnung ‚Tretroller‘ suggeriert, wird natürlich nicht getreten, sondern ein Elektromotor angestellt.
  • Der mangelnde Umstieg vom Auto – es sei denn wegen des Fun Faktors – ist möglicherweise auch dem Preis geschuldet: Bei den Kosten für den Verleih bleibt unerwähnt, dass neben den besagten 0,19€/Min für jede Nutzung eine Grundgebühr von 1€ (‚unlock‘) anfällt. D.h. die durchschnittlich mit Scooter zurückgelegte Strecke von 5 km kostet ca 2€. Das ist zwar deutlich günstiger als die entsprechende Fahrkarte bei der Hagener Straßenbahn, entspricht aber in etwa den Kosten für einen Mittelklassewagen – also kaum ein Motivationsanreiz. Es bleibt auch offen, ob weitere Kosten – neben der für die Beschilderung der Standorte – für die Stadt anfallen.
  • Wir bezweifeln, dass das Ordnungsamt in der Lage und willens ist, den sachgemäßen Gebrauch kontinuierlich zu überprüfen und Verstöße, z.B. gegenüber Fußgängern, zu ahnden. Das geschieht bisher auch  kaum beim Parken auf Geh- und Radwegen.
  • Es ist unklar, wie die in der BV Haspe vereinbarten Konditionen jedem e-Scooter-Kunden bekannt gemacht werden, ob z.B.  auf  hagen.de analog der Gebietsordnung.  
  • Die Frage, wo und durch wen die Scooter aufgeladen werden, wird nicht beantwortet, auch nicht auf der Zeus Homepage. In der Regel erfolgt die Aufladung aber durch Privatpersonen, die die Scooter mit einem Gewicht von ca 20kg nachts entweder selbst zu ihrer Wohnung fahren oder in größerer Anzahl in ein Auto (zusätzlicher Verkehr!) laden, um sie dann zu Hause aufzuladen. Pro Scooter erhalten sie ca 4€. In der Regel wird die Arbeit also als Nebenjob für ein Taschengeld erledigt.
  • Die durchschnittliche Lebensdauer eines e-Scooters im Verleih ist noch nicht genau ermittelt, ist aber auf jeden Fall extrem kurz, es wird von ca 6 Monaten ausgegangen; danach ist das Gerät hochproblematischer Elektroschrott.

Unser Fazit: Um tatsächlich die oft zitierte Verkehrswende endlich anzugehen, sollten die Ideen des Fahrradkonzeptes und des Masterplans Nachhaltige Mobilität – in der die e-Scooter nicht erwähnt werden – in die Tat umgesetzt werden. Vor allem gilt es, bereits bestehenden Mobilitätsarten wie Fuß- und Radverkehr, endlich geeigneten Raum zu geben. Leider wurde statt dessen in der o.g. Sitzung der BV wieder beschlossen, den Autoverkehr – den man offiziell ja angeblich reduzieren will – wieder kräftig zu fördern: 70.000€ für neue Parkplätze. Hagen könnte die Vorteile seiner „Strategie“ als verkehrspolitischer Late Follower nutzen und sich die Erfahrungen mit e-Scootern aus den Pionierstädten (Paris, Barcelona, etc.) anschauen – haben die Roller dort eine gute Wirkung entfaltet? Das darf auch nach einer flüchtigen Recherche bezweifelt werden. Grundsätzlich sollte Verkehrspolitik – wie der Name schon sagt – von der Politik ausgehen, nicht von geschäftstüchtigen Unternehmen

Weiterführende Links:

https://www.quarks.de/technik/mobilitaet/e-scooter-darum-ist-ihre-klimabilanz-gar-nicht-mal-so-gut/

https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/e-scooter#aktuelles-fazit-des-uba)

https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/was-bringen-e-scooter/

https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog///fragen-und-antworten-rund-um-e-scooter-kopie-1/

 

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news-8607 Mon, 26 Apr 2021 11:26:45 +0200 Neue Ausgabe der RS extra https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/neue-ausgabe-der-rs-extra/ Viel Spaß beim Lesen! 

 

Aktuelle Ausgabe. 

Weitere Ausgaben finden sie hier

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news-8602 Sun, 25 Apr 2021 13:44:25 +0200 Zum Tag des Baumes - Niederkasseler Deich https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/zum-tag-des-baumes-niederkasseler-deich/ Die Stürme hatten am Niederkasseler Deich in den letzten Jahren einigen Schaden angerichtet, aber erst die Stadt Düsseldorf hat es konsequent umgesetzt: den Traum der Verwaltung vom kahlen ingenieurfreundlichen Deich. Neben dem ökologischen und ästhetischen Verlust stellt sich die Frage: Wer möchte an einem windigen, regnerischen Novembertag auf dieser wichtigen Route zwischen Meerbusch, Lörick und der Düsseldorfer Innenstadt mit dem Rad fahren? Denn das Rad soll ja mehr im Alltag genutzt und Düsseldorf besonders fahrradfreundlich werden.

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news-8601 Sat, 24 Apr 2021 19:51:59 +0200 Pro Bahn und VCD: Viele Halte auch in Zukunft nicht barrierefrei https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/pro-bahn-und-vcd-viele-halte-auch-in-zukunft-nicht-barrierefrei/ Die Bahnhöfe in Dortmund sind dem Stationsbericht des VRR zufolge zwar mehrheitlich in einem „ausgezeichneten“ oder „ordentlichen“ Zustand, womit Dortmund etwas besser abschneidet als der VRR-Durchschnitt. Allerdings befinden sich auch hier mehr als 20 (!) Bahnhöfe in einem „entwicklungs­bedürftigen“ Zustand. Dieses Urteil des VRR greifen der VCD Kreisverband Dortmund-Unna und der PRO BAHN Regional­verband Ruhr auf und fordern von der Deutschen Bahn und dem VRR einen zügigen barrierefreien Ausbau vor allem derjenigen Bahnhöfe in und um Dortmund, die für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste immer noch nicht nutzbar sind.

Auch die besten Bahnhöfe nur “vorzeigbar, aber keinesfalls perfekt”

„Auf den ersten Blick hat Dortmund gut abgeschnitten: Es gibt keine „nicht tolerierbaren“ Bahnhöfe und mit Aplerbeck und Lött­ringhausen zwei positive Ausreißer“, so Oliver Mantel, Pro Bahn Ruhr. Diese beiden Halte sind zweifelsohne in einem vorzeig­baren, aber keineswegs perfekten Zustand. „In Aplerbeck z.B. fehlt ein Fahrkartenautomat und damit die Möglichkeit, in einem Stadtbezirkszentrum unabhängig von Öffnungszeiten bundesweit gültige Fahrkarten zu kaufen und Fahrplanauskünfte zu erhal­ten“, ergänzt Paul Niemann (VCD Dortmund-Unna). Es haben damit alle Bahnhöfe in Dortmund noch Luft nach oben.

Emschertalbahn und Volmetalbahn als Problemstrecken

Bei genauerer Betrachtung sehen VCD und Pro Bahn, dass sich Licht und Schatten sehr ungleichmäßig auf die verschiedenen Strecken verteilen. Einerseits sinnvoll, denn mobilitätseinge­schränkten Fahrgästen etwa von Lütgendortmund Nord nach Huckarde Nord bringt es nichts, wenn nur einer der beiden Bahnhöfe barrierefrei wäre. Andererseits ist die Barriere­freiheit auch auf vielen Strecken mit besser ausgebauten Haltepunkten teilweise unvollständig. Entlang der S4-Strecke gibt es zwar viele „ordentliche“ Bahnhöfe, die Barrierefreiheit ist auf Dortmunder Stadtgebiet vollständig erreicht - in Unna allerdings nicht. Bei der S1-Strecke fehlt zu einer vollständigen Barrierefreiheit in Dort­mund die Station Dorstfeld Süd, an der laut Stationsbericht noch nicht mal ein barrierefreier Ausbau geplant ist. Bei vielen Halte­punkten der Emschertalbahn (RB 43 DO-Herne-Dorsten) und der Volmetalbahn (RB 52 DO-Hagen-Lüdenscheid) ist das leider Standard. Hier finden sich mit Bövinghausen, Lütgendortmund Nord, Rahm, Huckarde Nord sowie Tierpark und Kirchhörde fast alle diejenigen Dortmunder Stationen, denen der Bericht zwar einen „sehr hohen Handlungsbedarf“ bei der Barrierefreiheit beschei­nigt, wo es aber noch nicht einmal Planungen zum barrierefreien Ausbau gibt.

Volmetalbahn fällt negativ auf

Die Volmetalbahn fällt beim Thema Barrierefreiheit und auch darüber hinaus leider in vielerlei Hinsicht negativ auf. Hier ist der Bericht des VRR auch einmal zu kritisieren: In Dortmund-Kirch­hörde besteht beim Thema Barrierefreiheit, wie schon erwähnt zwar „sehr hoher Handlungsbedarf“, unterm Strich erhält die Station in der Gesamtbewertung aber trotzdem ein „ordentlich“ - ein Widerspruch! Und im Gegensatz zur Emschertalbahn ist hier auch in naher Zukunft keine großstadtwürdige Angebotsauswei­tung geplant. In Herdecke und Hagen existieren mit den Bahn­höfen Wittbräucke, Dahl und Rummenohl zudem weitere Stationen der bekannten deprimierenden Kategorie: „sehr hoher Handlungsbedarf“ beim Thema Barrierefreiheit, aber bis heute keinerlei Planungen zum barrierefreien Ausbau!

Ohne Barrierefreiheit keine Verkehrswende

Ein barrierefrei nutzbarer Bahnhof stellt insgesamt natürlich nur einen Baustein eines nutzerfreundlichen Nahverkehrs dar, aus Sicht von VCD und Pro Bahn aber einen wesentlichen: Eine Verkehrswende ohne barrierefrei ausgebaute Bahnhöfe kann es nicht geben, und außerdem wird es gesellschaftlich längst nicht mehr akzeptiert, dass Menschen von der Nutzung der Eisenbahn ausgeschlossen werden. „Besonders auf Emschertal- und Volme­talbahn sind VRR und DB Station&Service gefordert, einen voll­ständigen barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe und Haltepunkte endlich in Angriff zu nehmen“, so Paul Niemann vom VCD und Oliver Mantel (Pro Bahn Ruhr) abschließend.


Bei Rückfragen: Oliver Mantel, 0176 3497 1689

Paul Niemann, 0157 5420 2796

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news-8600 Fri, 23 Apr 2021 10:29:19 +0200 Umzug der Wanderbaumallee in die Geisselstraße https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/umzug-der-wanderbaumallee-in-die-geisselstrasse/ Der Umzug in die Geisselstraße stand voll und ganz im Zeichen der Kinder, die kräftig mitangepackt haben: Schrauben, Material verteilen und Fixieren – keine Arbeit war ihnen zu schwer. Und auch das Schieben der Module haben sie sogar selber übernommen, getreu dem Motto „Geteilte Last ist halbe Last.“

Auch wenn zurzeit leider keine großen Treffen oder Aktionen an der WBA stattfinden können, bleibt unsere Intention bestehen, wie auch auf dem tollen Banner, der quer über der Straßen hängt, zu lesen ist: „Mehr Grün im Grau – Wanderbäume in der Geisselstraße.“ Hier bieten sie nun in den nächsten sechs bis acht Wochen all denjenigen einen schöne Aufenthaltsort und einen Platz in der Sonne, die keinen Balkon haben, sich draußen mit Abstand an der frischen Luft auf einen kurzen Plausch treffen wollen oder auch einfach die blühende frühlingshafte Natur aus ihrem Fenster heraus genießen wollen.

Wir freuen uns, dass die WBA in der Geisselstraße auf so viele begeisterte Kinder und Erwachsene stößt, die sie in den nächsten Wochen pflegen und gießen werden. Danke an alle für eure super Hilfe beim Umzug!

Link zur Homepage der Wanderbaumallee. 

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news-8599 Thu, 22 Apr 2021 11:00:00 +0200 Bauplan Westertor contra ZOB Lübbecke OVG Münster urteilt final, VCD obsiegt. https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/bauplan-westertor-contra-zob-luebbecke-ovg-muenster-urteilt-final-vcd-obsiegt/  

Eine belebte Innenstadt Lübbecke …

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news-7418 Mon, 19 Apr 2021 16:24:00 +0200 Unser Info-Blatt April 2021 https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/unser-info-blatt-april-2021/ Als pdf-Datei kann es hier heruntergeladen werden, um es selber zu lesen, oder seinen Bekannten damit eine Freude zu machen. Wir wollen dafür werben, beim ökologischen Verkehrswendeclub Deutschland aktiv mitzumachen.

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news-8575 Sun, 18 Apr 2021 19:11:09 +0200 VCD fordert Überarbeitung der Pläne für die Kampstraße https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-fordert-ueberarbeitung-der-plaene-fuer-die-kampstrasse/ Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert eine aktualisierte Planung für den Umbau der Kampstraße. „Die über 20 Jahre alten Pläne entsprechen längst nicht mehr der veränderten Wirklichkeit“, sagt der VCD-Kreisverbandsvorsitzende Lorenz Redicker, etwa mit Blick auf das Apartmenthaus auf der Fläche des früheren Karstadt-Technik-Hauses. Auch widersprächen die Pläne der angestrebten Verkehrswende. Besonders der Radverkehr würde in den Planungen nicht ausreichend berücksichtigt, bemängelt der VCD. Wenn Dortmund wirklich das „Kopenhagen Westfalens“ werden wolle, müsse hier deutlich nachgelegt werden.

Als neuralgischen Punkt hat der VCD insbesondere den geplanten Teich im Bereich der Kreuzung von Kampstraße und Hansastraße ausgemacht. Die beiden Straßen seien sowohl für Fußgänger*innen wie für Radfahrer*innen zentrale Verkehrsachsen in Nord-Süd- bzw. Ost-West-Richtung; aber ausgerechnet im Kreuzungspunkt soll dort ein allzu großes Hindernis realisiert werden. „Optisch mag das hübsch anzusehen sein, verkehrlich aber ist das Unsinn“, bemängelt Redicker. Konflikte zwischen Fußgänger*innen und Radfahrer*innen würden so geradezu erzwungen. Der geplante Teich sollte zumindest in seinen Ausmaßen deutlich verkleinert werden.

Der VCD plädiert weiterhin dafür, dem Radverkehr auf möglichst dem gesamten Straßenzug eine geeignete Fahrbahn zuzugestehen. „Es geht uns dabei nicht um eine Schnellverkehrsstrecke für Radfahrer*innen durch die City“ stellt Redicker klar. Auch müsse nicht unbedingt ein eigenständiger Radweg her; dem VCD schwebt eher so etwas wie eine „weiche Markierung“ auf der Kampstraße vor: Das könnte etwa ein optisch abgegrenzter Weg für den Radverkehr sein. Das wäre rein rechtlich betrachtet noch immer eine Mischverkehrsfläche mit Vorrang für den Fußverkehr, aber es gäbe doch den klaren Hinweis, wo Radfahrer*innen fahren sollen, und daran dürften sich auch Fußgänger*innen orientieren. Wichtig sei zudem, dass dieser Weg von Straßenmöblierung freigehalten und möglichst geradlinig geführt werde; zudem müsse die Kampstraße für Radfahrer*innen ganzjährig befahrbar werden. Wenn Radfahrer*innen dagegen – wie bislang geplant – die neue Kampstraße zwar befahren dürften, es aber keinerlei Hinweise gebe, wo sie fahren sollten, führe das zu Unsicherheit sowohl bei Radfahrenden wie bei zu Fuß Gehenden – und am Ende auch hier wieder zu hausgemachten Konflikten.

Aus Sicht des VCD ist es deshalb erforderlich, die Planungen so zu überarbeiten, dass die Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr soweit wie möglich minimiert werden. Der Verband erinnert daran, dass dem Radverkehr einst in den 90er Jahren jeweils zwei Ost-West- und Nord-Süd-Querungen durch die City zugesagt waren. Eine der beiden Ost-West-Strecken (Viktoria-/Brauhaus-/Silberstr.) sei durch die Thier-Galerie schon seit Jahren nicht mehr passierbar, die zweite drohe dem Radverkehr mit dem Umbau der Kampstraße auch noch verloren zu gehen.

 

Bei Rückfragen: Lorenz Redicker, 0179 515 9834

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news-8573 Sun, 18 Apr 2021 12:43:20 +0200 Fällt die Verkehrswende in Hagen aus? https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/faellt-die-verkehrswende-in-hagen-aus/ Dazu die Stellungnahme der „Verkehrswende Hagen – Hagener Forum für Fuß- und Radverkehr“:

Dass der Autoverkehr in Hagen mit einem Anteil von deutlich über 60% an allen zurückgelegten – auch noch so kurzen - Wegen so dominant ist, hat im Wesentlichen damit zu tun, dass er finanziell bisher immer vorrangig subventioniert wird: So belastet die Bahnhofshinterfahrung den städtischen Haushalt zwar „nur“ mit ca. 20 Mill Euro (immerhin mehr als 100€ für jede(n) Hagener*in und den Steuerzahler insgesamt mit dem vollen Betrag von 65 Millionen Euro – ca. 40.000 Euro pro laufendem Meter), trägt aber nichts zur Verkehrswende bei – im Gegenteil: Jede neue Straße, insbesondere Umgehungsstraßen wie die Bahnhofshinterfahrung ziehen zusätzlichen Pkw-Verkehr an und belasten den zukünftigen Haushalt mit ihren Folgekosten (Reinigung, Instandhaltung, Rückbau).

Gleichzeitig sind zwar viele Planungen durchaus im Sinne der Verkehrswende gedacht, fallen aber unnötig teuer und zeitintensiv aus - warum? Weil man von der effektivsten Methode keinen Gebrauch macht – der Umwidmung von Verkehrsflächen. In vorauseilendem Gehorsam vor einer lauten Minderheit plant man lieber mit vielfachen Kosten um einzelne Parkplätze und Zusatzspuren herum, statt auf die mündige Mehrheit der Bürger zu setzen. Diese tauschen nämlich sehr gerne einige wenige Parkplätze gegen verbesserten ÖPNV, mehr Radwege, komfortablere Fußwege und ein insgesamt attraktiveres Stadtbild ein.

Gegen den in der WP oft beklagten Mangel an Parkplätzen ist bei einem jährlichen Zuwachs des Hagner Pkw-Bestandes um deutlich mehr 1.000 Fahrzeuge sowieso nur ein Kraut gewachsen: 

Andere Verkehrsmittel und Fortbewegungsarten so attraktiv machen, dass man gerne umsteigt.

Dass bisher die Verkehrswende zwar oft thematisiert aber kaum realisiert wird, liegt in Hagen seit jeher am mangelnden politischen Willen und  nicht am fehlenden Geld.

Nikolaj Krieg, Verkehrswende Hagen Hagener Forum für Fuß- und Radverkehr

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news-8565 Sat, 17 Apr 2021 07:50:48 +0200 Premiere in Nippes https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/premiere-in-nippes/ Am letzten März-Wochenende ging’s los: Viele Helfer*innen und Mitwandernde aus dem Clouth Quartier waren dabei, um die neuen Module 13 bis 16 aus dem „Nest“ der JHK in Ehrenfeld zu holen. Und wie (fast) immer, wenn Wanderbäume auf Wanderschaft gehen: spitzen Wetter! Der Weg nach Nippes führte durch die Liebigstraße, wo am Wandelwerk ein Päuschen eingelegt wurde. Vorbei an immer wieder freudig grüßenden Passanten ging es quer durch Nippes. Am Ziel wartete zur Belohnung eine Runde Eis für alle. Yummy! Aber an gemütliches Ausruhen dachte die Nachbarschaft im Clouth Quartier noch nicht. Zuerst wurden tatkräftig Schaufeln ausgepackt und die Blumenkästen der Module mit verschiedenen Blühpflanzen, Bodendeckern und Ziergräsern bepflanzt. So aufgehübscht kann es losgehen mit Nachbarschaftspläuschchen auf den Wanderbaummodulen. Wir wünschen viel Spaß!

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news-8559 Fri, 16 Apr 2021 06:13:40 +0200 Verbändeanhörung zum Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz NRW endet: Bündnis fordert Vorrang für den Rad- und Fußverkehr https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/verbaendeanhoerung-zum-fahrrad-und-nahmobilitaetsgesetz-nrw-endet-buendnis-fordert-vorrang-fuer-den-rad/
Stellvertretend für das breite Bündnis bemängeln ADFC, BUND, Fuß e. V., NABU, RADKOMM, VCD und Zukunft Fahrrad die unzureichende Verbindlichkeit vieler Regelungen und eine klare zeitliche Perspektive. Das zentrale Ziel der Volksinitiative, den Anteil des Radverkehrs von heute etwa 8 auf 25 Prozent zu steigern, sei zwar aufgegriffen worden, allerdings ohne das Zieljahr 2025. Auch die Forderungen nach 1.000 Kilometern Radschnellwege für den Pendelverkehr bis 2025, die Schaffung von 300 Kilometer überregionaler Radwege pro Jahr oder etwa die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern im Nahverkehr, blieben unberücksichtigt. Das Bündnis wünscht sich auch eine bessere Verankerung der Bürger*innenbeteiligung an den vorgesehenen Aktions- und Bedarfsplänen.

Unterm Strich bliebe der Gesetzentwurf damit hinter den im bisherigen Verfahren geweckten Erwartungen zurück. Der fortschreitende Klimawandel und die landesweit prekäre Verkehrssituation erforderten eine beherzte Mobilitätswende und ein klares Bekenntnis zur Umverteilung des Straßenraums zugunsten des Rad- und Fußverkehrs. Insofern müsse der Gesetzentwurf an vielen Stellen optimiert und ergänzt werden.

Nachfolgend finden Sie Zitate der beteiligten Organisationen:


VCD NRW

„Wir vermissen in dem Entwurf die im ersten Stakeholder-Treffen ausgedrückte Aufbruchsstimmung, die leider in einem eher weniger ambitionierten Ansatz gemündet ist. Die konkreten Forderungen, die von über 200.000 Menschen unterstützt werden, finden keinen ausreichenden Niederschlag. Daher hegen wir erhebliche Zweifel, dass das explizit formulierte Ziel, den Anteil des Radverkehrs an den täglichen Wegen auf 25% zu verdreifachen, mit den in der Gesetzesvorlage genannten Maßnahmen erreicht werden kann.“
Heidi Wenke, Landesvorstand VCD NRW

Gesamte Stellungnahme des VCD NRW


ADFC

„Insgesamt fehlt es an Konsequenz, Verbindlichkeit und Ambition, um die bisher landesweit nur rund acht Prozent Radverkehrs-Anteil an der Gesamtmobilität in den nächsten Jahren auf 25 Prozent zu steigern. Die Landesregierung scheut sich offenbar davor, den vorhanden Platz, der bislang für das Auto reserviert ist, neu aufzuteilen. Das ist aber die Grundvoraussetzung für eine Mobilitätswende.“

Thomas Semmelmann, Landesvorsitzender ADFC NRW


BUND NRW

„Ein Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik ist überfällig. Es reicht nicht aus, die Gleichrangigkeit der Verkehrsmittel herzustellen, sondern der klimafreundliche Rad- und Fußverkehr muss Vorrang erhalten. Das heißt auch: Stopp des Straßenbaus und Umwidmung von Auto-Infrastruktur zugunsten des Umweltverbundes. Das aber traut sich CDU-Verkehrsminister Wüst nicht.“

Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW
 

Fuß e. V.

„Fuß e. V. freut sich, dass die umweltfreundlichen Verkehrsarten Rad- und Fußverkehr jetzt in einem Gesetz berücksichtig werden. Wir haben jedoch noch viele Wünsche offen. Zum Beispiel braucht die Basismobilität Fußverkehr einen eigenen Aktionsplan ‚Fußverkehr‘.“

Peter Struben, Sprecher Landesverband NRW FUSS e. V.


NABU

„Das Fahrrad ist Teil einer zukunftsweisenden Mobilität, die Klima und Umwelt schont. Damit der zukünftige Radverkehr flächenschonend, energiesparend und naturfreundlich erfolgen kann, unterstützt der NABU NRW die Forderungen der Volksinitiative Fahrrad. Wir wünschen uns eine Stärkung der Radmobilität auf 25% des Gesamtverkehrsaufkommens bis 2025, die die Aspekte des Flächenverbrauchs und des Artenschutzes nicht ausblendet.“

Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des Naturschutzbund (NABU) Nordrhein-Westfalen


RADKOMM

„25% Radverkehr bis zum Jahr 2025 für Nordrhein-Westfalen – das ist ehrgeizig, ja. Und es ist machbar. Dieses zentrale Ziel von Aufbruch Fahrrad muss im Gesetz verankert werden. Die Straßen dafür sind schon da – wenn wir sie klug nutzen.“

Dr. Ute Symanski, Vorsitzende von RADKOMM und Vertrauensperson von Aufbruch Fahrrad


Zukunft Fahrrad

„Die großartige Arbeit die für das Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes bereits geleistet wurde, droht in einem Papiertiger zu enden, wenn verbindliche Ziele darin fehlen. Das wäre eine vertane Chance, NRW zu einem Leuchtturm der nachhaltigen Mobilität zu machen.“

Dorothee Heine, Verband Zukunft Fahrrad


Entwurf eines „Gesetzes zur Einführung eines Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen sowie zur Änderung des Straßen- und Wegegesetzes“ - Einleitung der Verbändeanhörung
 

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news-8558 Thu, 15 Apr 2021 20:23:57 +0200 Stellungnahme zum Entwurf des Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes NRW https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/stellungnahme-zum-entwurf-des-fahrrad-und-nahmobilitaetsgesetzes-nrw/
Als ökologischer Verkehrsclub, der sich für die sinnvolle Verknüpfung der verschiedenen – vor allem umweltfreundlichen  -  Verkehrsarten (viel Fahrrad, Fuß, ÖPNV – wenig MIV) einsetzt,  unterstützen wir nachdrücklich die angestrebte „Vernetzung [des Radverkehrs] mit anderen sauberen Verkehrsmitteln“. Positiv sehen wir auch die Betonung der Barrierefreiheit, vor allem im Fußgängerbereich, und den Ausbau der Infrastruktur (Abstellanlagen, Mobilstationen, Radschnellwege).

Wir vermissen allerdings in dem Entwurf die im ersten  Stakeholder*innen-Treffen ausgedrückte Aufbruchsstimmung, die leider in einem eher weniger ambitionierten Ansatz gemündet ist.  Zudem hegen wir erhebliche Zweifel, dass das explizit formulierte Ziel, den Anteil des Radverkehrs auf 25% des Modal Split in etwa zu verdreifachen, mit den in der Gesetzesvorlage genannten Maßnahmen erreicht werden kann bzw. wird. Wir wollen an dieser Stelle nur einige der aus unserer Sicht dringend zu behebenden Schwächen aufführen:

  • Anders als die konkreten Forderungen von „Aufbruch Fahrrad“, enthält der Text praktisch keine Zahlen bezüglich des Zeithorizonts und der neu zu bauenden Strecken. Ohne eine solche Einordnung (vor allem „25%  bis 2025“) erfüllt das Gesetz nicht die Erwartungen an eine rechtlich bindende Vorschrift.
  • Die Erfahrungen beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur im In- und Ausland haben gezeigt: Angebot schafft Nachfrage. Unsere Forderung zur bedarfserzeugenden und fördernden Ausweitung der Fahrradnutzung lautet daher, qualitativ gute, sichere und möglichst flächendeckend zusammenhängende Fahrradinfrastruktur zu bauen. Es geht nicht nur um eigenständige Wege, das gesamte Straßennetz muss Fuß- und Fahrrad-freundlich werden. Allein für die Bedarfsplanung von Radschnellverbindungen und eines Radvorrangnetzes werden zwei  bzw. sogar drei Jahre angesetzt, eine zügige Erhöhung des Radverkehrsanteils durch den vorliegenden Entwurf ist daher nicht zu erwarten.
  • Auch dem eigenen Anspruch, dass „alle Verkehrsmittel eine gleich bedeutsame Rolle einnehmen“ sollen, werden die Maßnahmen nicht gerecht:
  • So rechnet das Ministerium mit zusätzlichen Kosten durch die neuen Regelungen von knapp 20 Mill €; d.h. das Gros des Verkehrsetats von knapp 3 Milliarden € (2021) geht nach wie vor in die Förderung von Straße (und Schiene). Zum Vergleich, der niederländische Staat investiert pro Einwohner etwa 30 Euro pro Jahr in den Erhalt und Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur.
  • Nur für 20% (nicht 25%, wie mindestens zu erwarten wäre) der Landesbediensteten sollen Radabstellplätze geschaffen werden, während alle das Recht auf einen Autoparkplatz haben.
  • Noch eine rückblickende Anmerkung zum letzten Winter. Die Fahrradnutzung für Alltagswege im Winter hat in den letzten Jahren in NRW deutlich zugenommen. Radwege und Radstreifen sind daher, im Sinne der erstmals postulierten Aussage „es besteht keine Bewertungshierarchie“, zeitnah von Schnee und Eis zu befreien.

Darüber hinaus vermissen wir bei der Abwägung bzw. Einschätzung der Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie NRW, den Anspruch und das Ziel einer möglichst umwelt- und klimaverträglichen Gestaltung des Verkehrs. Ein quantitativ bedeutsamer Umstieg vom Auto auf den Umweltverbund wird nicht nur dadurch erreicht werden, dass den Autofahrer*innen die Alternativen durch sogenannte „Pull-Maßnahmen“ schmackhaft gemacht werden, dazu gehört auch, dass die Attraktivität der Nutzung des eigenen Autos durch sog. „Push Maßnahmen“ reduziert wird. Das kann im Rahmen dieses Gesetzes dadurch z.B. erreicht werden, dass die vorhandene Infrastruktur für den MIV zu Gunsten des Rad- und Fußverkehrs um genutzt wird. Als positive Beispiele sind hier die permanente Einrichtung von Fahrradstraßen und schnell einrichtbare sog. „Pop-Up Bike Lanes“ zu nennen. Umnutzung statt Neubau spart Zeit, planerische und materielle Kosten und reduziert das Problem der zusätzlichen Flächenversiegelung, die im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umwelt- und Klimaschutz unbedingt vermieden werden muss.

Denkbar und wünschenswert zur Beschleunigung  fahrradfreundlicher Maßnahmen  ist aus unserer Sicht auch eine Ausweitung der Fortbildung von Planer*innen und die Einrichtung einer Planungsdatenbank, in der sich Planer*innen an realisierten und vor Ort bewährten Beispielen positiv orientieren können.

Zur Steigerung der Qualität der interkommunalen Fahrradwege regen wir zudem an, das in den Niederlanden erfolgreiche bzw. bewährte Konzept der Knotenpunkte auch flächendeckend in NRW einzuführen und damit auch die Verbindungen zu unserem Nachbarland qualitativ anzugleichen und zu verbessern. In den Niederlanden hat die Qualität der Netz-Radwege auch zu einer Verbesserung der Qualität der Radwege in den Kommunen beigetragen.

Wesentliche Bereiche, die nicht ausreichend angesprochen werden:

  • Für die Anlage von Fuß- und Radwegen müssen einheitliche und rechtlich verbindliche Standards gelten, etwa entsprechend EFA/ERA.
  • Der verkehrliche Rahmen muss durch ein nachhaltiges lokales Mobilitätsmanagement mit verbindlichen Zielen für Nachhaltigkeit und Nahmobilität, eine nahmobilitätsfreundliche Bebauungsplanung und globale Planungsgrundsätze und Entwurfsstandards gesetzt werden.
  • Der öffentliche Nahverkehr ist einerseits auch Nahmobilität, andererseits ist die Verknüpfung zwischen den Verkehrsarten durch gute Wege zu Haltestellen wichtig.

Detaillierte Stellungnahme des VCD NRW als Pdf

Hintergrund: Entwurf eines „Gesetzes zur Einführung eines Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen sowie zur Änderung des Straßen- und Wegegesetzes“ - Einleitung der Verbändeanhörung

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news-8542 Tue, 13 Apr 2021 11:02:41 +0200 NRW ist Region des bundesweiten VCD-Projektes "Intelligent mobil im Wohnquartier" https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/nrw-ist-region-des-bundesweiten-vcd-projektes-intelligent-mobil-im-wohnquartier/
Das zentrale Anliegen ist es, Bewohner*innen an ihrem Wohnstandort den Zugang zu klimaverträglichen Verkehrsmitteln zu erleichtern: Sie sollen mindestens ebenso bequem auf Fahrrad, Bus oder Sharing-Angebote zugreifen können, wie bisher auf den privaten Pkw.

Die meisten unserer Wege beginnen oder enden vor der eigenen Haustür. Unser Wohnort ist Ausgangspunkt unserer Mobilität und hat damit einen entscheidenden Einfluss darauf, welche Verkehrsmittel wir benutzen und wie viel CO2-Emissionen wir damit erzeugen. Um nachhaltig unterwegs sein zu können, brauchen Bewohner*innen eine möglichst vielfältige Auswahl nachhaltiger und sozialverträglicher Mobilitätsangebote am Wohnort. Dabei können ein gutes Wegenetz für den Fuß- und Radverkehr, Radabstellanlagen, eine gut erreichbare ÖPNV-Haltestelle und neue, gemeinschaftlich organisierter Mobilitätsangebote wirkungsvolle Anreize schaffen. Im Handlungsleitfaden „Intelligent mobil im Wohnquartier“ sind die wichtigsten Bausteine eines intelligenten Mobilitätskonzeptes am Wohnstandort und zahlreiche praktische Tipps zur Umsetzung zusammengestellt.

Mehr zum Thema und viele spannende Praxisbeispiele aus Wohnquartieren gibt es auf der Online-Plattform intelligentmobil.de und im Newsletter-Abo zu aktuellen Themen rund um Wohnen und Mobilität.

 

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news-8494 Fri, 02 Apr 2021 13:55:02 +0200 A46/B7n: neue Petition gegen den Bau und 2 Jahre Dialogforum https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/a46b7n-neue-petition-gegen-den-bau-und-2-jahre-dialogforum/ Die Gruppeninitiative gegen den Weiterbau der Autobahn A 46 (GigA46) hat auf der Plattform OpenPetition.de eine Online-Petition gegen dieses Projekt gestartet.

Hier kommen Sie direkt dorthin:

-->Link zur Petition gegen A46-Weiterbau

 

Der VCD-Kreisverband (KV) Hagen-MK gehört dieser Initiative aus mehreren Verbänden, Vereinen und anderen Gruppierungen seit vielen Jahren an.

Gleichzeitig arbeitet unser KV weiterhin beim “offiziellen” Beteiligungsverfahren im Rahmen des Dialogforums 46-sieben mit, das vor gut 2 Jahren startete. Es fanden inzwischen 5 Sitzungen dieses Gremiums statt, die bisher letzten beiden coronabedingt als Videokonferenz.

Als VCD fahren wir in Sachen A46 also zunächst weiter zweigleisig: politisch und in der Öffentlichkeitsarbeit setzen wir uns unverändert gegen das Straßenneubauvorhaben A46/B7n und für Alternativen ein.
Im förmlichen Verfahren machen wir aber auch vorerst mit, um informiert zu bleiben und Einfluss auf die Trassengestaltung nehmen zu können, falls das Projekt nicht völlig zu verhindern ist.

Unsere grundsätzliche Haltung zum Projekt finden Sie hier

Link zum Dialogforum 46-sieben

Link zur Webseite der GigA46

Presseartikel zur Ausweitung des Trassen-Untersuchungsraums seit Anfang 2021

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news-8470 Mon, 29 Mar 2021 16:12:41 +0200 VCD demonstrierte für mehr Busspuren in Münster https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-demonstrierte-fuer-mehr-busspuren-in-muenster-1/ Rund 60 Menschen bildeten in diesem Teilstück der Bahnhofstrasse für eine halbe Stunde auf eine der beiden Fahrspuren eine Corona-gerechte Kette. Verbunden waren sie mit kleinen Spruchbändern. Busse konnten einspurig vorbeifahren, PKW wurden umgeleitet.

Die wichtigsten Adressaten der VCD-Aktivist*innen für ihre Forderung nach der Einrichtung weiterer Fahrspuren, die dem ÖPNV vorbehalten ist, saßen in den vorbeifahrenden Bussen. Das sind Menschen, die auf die Busse angewiesen sind, sich aber trotzdem einigermaßen zügig in Münster fortbewegen wollen. Und die häufig genug im Stau stehen. Bei denen kam die Botschaft an. Viele winkten, andere streckten den Daumen hoch. Das galt auch für die Fahrer*innen der Busse, die somit ihre Unterstützung für diese VCD-Aktion zeigten.

Der VCD versteht diese Busspurdemo jedoch auch als Signal in Richtung Kommunalpolitik, endlich wieder aktiv in die etwas eingeschlafene Diskussion um die Einrichtung weiterer Busspuren einzusteigen. “Wir vom VCD wollen eine intelligentere Aufteilung der knappen Verkehrsflächen in Münster erreichen – und dabei spielen weitere innerstädtische Busspuren eine wichtige Rolle”, so Vorsitzender Thomas Lins. Möglicherweise wird es beim VCD weitere Aktionen dazu geben.

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news-8468 Sun, 28 Mar 2021 00:02:00 +0100 Bahnsperrung Düsseldorf - Köln in den Osterferien https://nrw.vcd.org/startseite/detail/news/bahnsperrung-duesseldorf-koeln-in-den-osterferien/ Fast die gesamten Osterferien (26.3.- einschl. 9.4.2021) ist die Bahnstrecke zwischen Köln(-Mülheim) und Düsseldorf gesperrt. Es verkehren Ersatzbusse, der Weg zu den Halten (SEV = Schienen-Ersatz-Verkehr) soll ausgeschildert sein. Dadurch verzögert sich die Reise wesentlich, z.B. braucht der Bus zwischen Langenfeld und Düsseldorf Hbf fast 60 Min. gegenüber 22 Min. mit der S-Bahn. Wer also einen wichtigen Termin oder Bahn-Anschluss hat, muss entsprechend früher losfahren. Sperrung und Ersatzverkehr sind in der el. Fahrplanauskunft berücksichtigt. Im Einzelnen:

Die Linie RE1 wird umgeleitet und hält nicht in D-Benrath und Leverkusen (und hat andere Abfahrtszeiten), die Linie RE5 wird großräumig zwischen Köln Süd und Duisburg umgeleitet und hält gar nicht in Düsseldorf, Leverkusen und Köln, dafür aber in Neuss Hbf. Ersatzweise verkehren Schnellbusse alle 30 Min mit Halt in Düsseldorf Hbf, Benrath, Leverkusen und Köln-Mülheim.

 Die S-Bahn S6 (bzw. S68) fährt nicht zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf Hbf. Dafür verkehren Busse zwischen Düsseldorf Hbf und Langenfeld sowie Langenfeld – K-Mülheim, die an allen Zwischenstationen halten. Mo-Fr in der Hauptverkehrszeit sind zusätzliche Schnellbusse Benrath – Langenfeld und Langenfeld – Leverkusen geplant.

Die Linie RE3 fällt zwischen Düsseldorf und Duisburg aus (ersatzweise können die anderen Linien RE1, RE2, RE6, RE11 genommen werden), auf verschiedenen Linien können sich Abfahrtszeiten ändern.

Die Sperrung für RE1 und S6 gilt auch noch am Wochenende 10./11.4.

Die Linie RE2 wird übrigens vom 2.-6.4. umgeleitet und fährt dann nicht Mülheim und Essen Hbf, an, dafür Oberhausen und E-Altenessen.

Weitere Auskünfte s. https://www.zuginfo.nrw/

Leider lassen sich Sperrungen durch Baustellen nicht vermeiden, um das Netz instand zu halten und auszubauen (z.B. RRX). Die Sperrungen werden nach Möglichkeit in die Ferien gelegt, und es werden möglichst viele Bauarbeiten entlang der Strecke parallel durchgeführt. Über positive oder negative Erfahrungen mit dem Ersatzverkehr können Sie uns gerne berichten.

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