VCD Nord Nachrichten http://nord.vcd.org de_DE VCD Nord Tue, 04 Oct 2022 12:26:28 +0200 Tue, 04 Oct 2022 12:26:28 +0200 TYPO3 EXT:news news-10982 Thu, 22 Sep 2022 15:09:11 +0200 Mitgliederversammlung VCD Nord: Neue Vorstandsmitglieder und Forderungen nach konsequenter Mobilitätswende /startseite/detail/mitgliederversammlung-vcd-nord-neue-vorstandsmitglieder-und-forderungen-nach-konsequenter-mobilitaetswende Der VCD Nord setzt sich in der Hansestadt, aber auch den Städten und Kommen in Schleswig-Holstein für lebenswerte Räume, mehr Platz für Grün und Natur ein durch eine nachhaltige Mobilitätswende ein. Ein wichtiger Schritt dafür, ist den Mitgliedern allen gemein: Die Zeit der Bevorzugung des Autos ist vorbei.

Die Sitzungszeit nutzen die Mitglieder nicht nur für inhaltliche Debatten, sondern wählten auch einige Vorstandspositionen neu. Schatzmeister wurde das langjährige Vorstandsmitglied Winfried Elze. Alexander Montana und Maik-Torben Kristen wurden wiedergewählt. Und mit Vincent Meylan verstärkt ein neues Gesicht die Reihe der ehrenamtlichen Mobilitätsaktivist*innen vom VCD Nord. Nicht zu wählen waren die Vorstandsposten von Jan Voß, Jens Deye und Lars Michael.

Gestärkt ging der neue Vorstand nicht nur durch gute Wahlergebnisse hervor, sondern ebenfalls mit einem einstimmig angenommen politischen Leitantrag mit dem Motto „„Fünf nach zwölf!“ - Die Klimakrise endlich wirksam bekämpfen mit einer konsequenten Mobilitätswende“. In diesem rufen die Mitglieder die Landesregierungen in Hamburg und Schleswig-Holstein zur gemeinsamen Umsetzung der Mobilitätswende auf, und gaben den Regierungen auch konkrete Maßnahmenforderungen mit auf den Weg.

Dazu stellt der gesamte Vorstand einstimmig klar: „Besonders das Jahr 2022 mit Dürresommer und Starkregen hat gezeigt, die Klimakrise steht uns nicht noch bevor wir sind bereits mitten drin! Und wir können diese Krise nur abwenden, wenn auch der Verkehrssektor endlich klimaneutral wird und wir die Forderung „Raum für die Menschen statt Autos“ auf allen Ebenen konsequent umsetzen.“

Die wichtigsten Punkte des Leitantrages sind dabei:

  • Mobilitätsgarantie jetzt und überall – stellen Sie in allen Städten ein Linienverkehr des ÖPNV zwischen 6 und 20 Uhr mit einem 15 bzw. 30-Minuten-Takt je nach Größe der Stadt und in Abstimmung auf die Fahrpläne der Bahn sicher; und führen Sie in allen anderen Ortschaften ab 100 Einwohnern mindestens einen Stundentakt – oder On-Demand-Angebote – ein.
  • Statt in neue Autoinfrastruktur müssen die finanziellen und personellen Planungskapazitäten sofort für den Umweltverbund aus Schiene, Bus und Fahrrad eingesetzt werden – zur konsequenten Umsetzung des LNVP! Nicht-entwidmete Bahnstrecken zuerst. Darüber hinaus fordern wir Sie auf, zu überprüfen, welche der Bahnstrecken, die in den vergangenen 40 Jahren stillgelegt wurden, wieder zu reaktivieren sind. Zuzüglich der Elektrifizierung und Aus- sowie Neubau über den LNVP hinaus.
  • Zeitgleich muss eine CO2-Budgetierung aller Verkehrsinfrastrukturprojekte vorgenommen werden, und bis dahin ein Baumoratorium aller Straßenbauprojekte!
  • Bei Planungen, Planfeststellungen und Bau werden Projekte des Umweltverbundes aus Schiene, Bus und Fahrrad priorisiert abgearbeitet!
  • Unterstützt die Kommunen dabei, sich auf die Klimafolgen anzupassen – mit mehr Grün durch Bäumen, Freiflächen und Entsiegelung!
  • Unterstützen Sie die Kommunen dabei, das kostenlose Abstellen/Parken von PKW im öffentlichen Straßenraum abzuschaffen und das dadurch gewonnen Geld in den Umweltverbund zu investieren.

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben.

Der VCD Landesverband Nord vertritt die Bedürfnisse der Menschen nach nachhaltiger Mobilität in Hamburg und Schleswig-Holstein.

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news-10981 Thu, 22 Sep 2022 13:35:40 +0200 Offener Brief an Claus Ruhe Madsen, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus zur Einrichtung eines „Runden Tisches ÖPNV“ /startseite/detail/offener-brief-an-claus-ruhe-madsen-minister-fuer-wirtschaft-verkehr-arbeit-technologie-und-tourismus-zur-einrichtung-eines-runden-tisches-oepnv Doch das Neun-Euro-Ticket hat neben den tariflichen Erkenntnissen auch die Schwachstellen im ÖPNV-Angebot deutlich aufgezeigt. Fehlende Angebote im ländlichen Raum und in den Randzeiten, dringend notwendiger Ausbau, Elektrifizierung und Instandsetzung des Schienennetzes, und überlastetes und fehlendes Personal bei den Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen für Planung und Betrieb des bestehenden Angebotes sind die aktuellen Herausforderungen, die es zu lösen gilt!

Entsprechend fordern wir Sie auf, zügig einen Runden Tisch ÖPNV einzuberufen, um mit allen Akteuren im Land dringend über konkrete Maßnahmen für den zügigen Ausbau des Angebotes im ÖPNV im gesamten Land zu sprechen.

Als wichtige Themen dabei sehen wir folgende Punkte an:

  •  Einführung eines Landesbus-Netzes sowie Unterstützung der Kreise beim Ausbau ihrer Buslinien-Grundnetze sowie der flächendeckenden Einführung alternativer Bedienungsformen.
  • Unterstützung des Landes für die Kreise und kreisfreien Städte sowie die Verkehrsunternehmen in Folge der gestiegenen Preise und des zu erwartenden Ausbau des Angebotes.
  •  Festlegung der Prioritäten beim Amt Planfeststellung Verkehr weg von Straßenprojekten hin zu Schienen- und Radinfrastrukturprojekten.
  • Abgestimmte Strategie zur Gewinnung von Busfahrerinnen und Busfahrern sowie zur Gewinnung von Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern.

Als Beteiligte am Runden Tisch ÖPNV empfehlen wir neben dem VCD Nord, dem Fahrgastverband PRO BAHN Schleswig-Holstein/ Hamburg und natürlich Ihrem Haus:

  •     Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH)
  •     Nahverkehr Schleswig-Holstein GmbH (NSH)
  •     alle Kreise und kreisfreien Städte
  •     Omnibus Verband Nord (OVN) e.V.
  •     Tourismusverband Schleswig-Holstein (TVSH)

Wir freuen uns von Ihnen zu hören und mit Ihnen gemeinsam endlich die Mobilitätswende in Schleswig-Holstein einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Maik-Torben Kristen                                                         Stefan Barkleit

für den VCD Nord e.V.                                                      für den Fahrgastverband PRO BAHN Schleswig-Holstein/Hamburg e.V.

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news-10927 Tue, 13 Sep 2022 11:02:10 +0200 12qm-Kultur: Junge Ortsgruppe Hamburg macht aus Parkplätzen Sitzplätze /startseite/detail/12qm-kultur-die-junge-ortsgruppe-hamburg-macht-aus-parkplaetzen-sitzplaetze Mit dem PARKing-Day wollen wir den Autos für einen Tag etwas von ihren großzügigen Flächen abnehmen und auf den von uns besetzten Parkplätzen aufzeigen, wie sehr wir als Gesellschaft beim knappen städtischen Raum das Auto priorisieren. Jeder Parkplatz benötigt 12 bis 16 qm, mehr Fläche ist als so manches WG- oder Kinderzimmer hat. Was könnte man alles mit dieser Fläche anfangen, wenn wir den öffentlichen Raum für Menschen und nicht für Autos verwenden würden?

Wir wollen mehr Lebensqualität auf die Straße bringen und mit Euch vor Ort ins Gespräch kommen. Wir freuen uns auf euch!

Wann: Freitag, 16.09. von 12:30 bis ca. 17:30 Uhr

Wo: Lange Reihe, St.Georg, höhe Hausnummer 23 bis 25

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news-10902 Fri, 09 Sep 2022 22:38:14 +0200 Parking Day /startseite/detail/parking-day-12 news-10901 Fri, 09 Sep 2022 22:26:50 +0200 PRESSEMITTEILUNG: Zu Fuß besser verbunden am 18.9.22 /startseite/detail/pressemitteilung-zu-fuss-besser-verbunden-am-18922 news-10881 Mon, 05 Sep 2022 12:18:58 +0200 Jahreshauptversammlung des VCD Nord am 18. September in Hamburg /jhv news-10863 Wed, 31 Aug 2022 19:00:14 +0200 Oberbürgermeisterwahl: Fragen zu verkehrspolitischen Maßnahmen für Flensburg /startseite/detail/fragen-zur-vorstellung-zu-verkehrspolitischen-massnahmen-fuer-flensburg Angeschrieben haben wir alle Kandidierenden. Rückmeldung haben wir von Simone Lange, Karin Haug und Fabian Geyer erhalten. Keine Antwort kam von Marc Paysen.

Der Fragenkatalog besteht aus sieben Fragen rund um das Thema Verkehr in Flensburg. Dabei geht es um den ÖPNV, Radverkehr, Fußverkehr und die Verkehrswende allgemein.

 

Frage 1: Worin sehen Sie die Stärken und die Schwächen des Flensburger Verkehrsraums?

Simone Lange / SPD

Der Flensburger Verkehrsraum ist durch die geografische Lage und durch die geografischen Zuschnitte gekennzeichnet. Die Flensburger Förde formt den Straßenverlauf innerhalb der Stadt zu dem sogenannten Flensburger Ypsilon und die Förde selbst wird noch nicht als Verkehrsraum für innerstädtischen Verkehr genutzt.
Der Straßenraum ist in Flensburg in seiner Breite zumeist durch Wohnbebauung begrenzt.
Die Stärken des Verkehrsraumes liegen darin, dass Flensburg sowohl auf dem Landweg, dem Wasserweg und dem Luftweg erreichbar ist. Die Schwächen liegen in der oben beschriebenen Art und Weise der Formen des Verkehrsraumes und dass bestimmte Verkehrsräume aktuell noch nicht gut genug genutzt werden. Dazu zählt einerseits die Wasserfläche, andererseits aber auch die stilliegenden Schienen- bzw. Gleisflächen, die sich im Eigentum der Bahn befinden.
Zu den Stärken zählt auch, dass der Flensburger Hauptbahnhof sehr innenstadtnah liegt und gleichzeitig nah an der Ortsumgehung, der sog. Osttangente und somit als Umstiegsstelle vom Auto auf andere Verkehrsmittel gut geeignet ist.
Zu den Schwächen zählt meines Erachtens auch das historische Kopfsteinpflaster, dass der notwendigen Fahrradfreundlichkeit und der Barrierefreiheit entgegensteht. Ebenfalls einer Schwäche zuzuordnen ist, dass in Flensburg in den 70er Jahren die Straßenbahnen abgeschafft worden sind.

SSW / Karin Haug

Die Schwäche ist der enorme Anteil von motorisiertem Verkehr. Viele Wege in der Stadt werden immer noch mit dem Auto gemacht; auch und wegen der Fördehänge. Das ist ein großes Problem, das allerdings viele Flensburgerinnen und Flensburger als selbstverständlichen Teil ihres Alltag wahrnehmen. Sie möchten auf die Bequemlichkeit nicht verzichten. Alternativen zum Auto gibt es durchaus, diese sind aber zu wenig vernetzt: Rad-Parkhaus am Bahnhof? Fehlanzeige; Umstieg vom Auto in den Zug? Schwierig;viele Haltestellen sind nicht barrierefrei; die Ausschilderung der Radwege lückenhaft; Schulwege nicht sicher; die Bus-Verbindung nach Dänemark und zum Kreis Schleswig-Flensburg ist unzureichend Das ist eine lange Liste von Problemen, die die Ratsversammlung angehen wollte.
Eine Stärke ist, dass der Verkehr gut läuft; Staus sind die Ausnahme. Vielleicht verführt das zur Autonutzung?

Fabian Geyer / parteilos

Zunächst möchte ich anmerken, dass ich kein verkehrspolitisches Programm habe, weil dies Aufgabe der Parteien und Vereinigungen ist, die sich im nächsten Jahr zur Kommunalwahl stellen. Ich sehe meine Aufgabe als Oberbürgermeister darin Anregungen zu geben, die Politik zu begleiten und Beschlüsse umzusetzen. Der Verkehrsraum in Flensburg ist sehr beengt, verschiedene Verkehrsmittel und Fußgänger konkurrieren miteinander, was häufig als ein Gegeneinander wahrgenommen wird. Die Stadt ist wie andere im Laufe der Jahrzehnte vorrangig für den motorisierten Personenverkehr geplant worden. Die Nutzung des Fahrrades wurde erst durch das gestiegene Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein wieder entdeckt. Geeignete Fahrradwege fehlen daher häufig. Der ÖPNV – eigentlich das Herzstück der kommunalen Mobilität – hat es an vielen Punkten ebenfalls schwer störungsfrei und ohne Gefahren und Verzögerungen seine Leistung zu erbringen. Ein ganz akuter Nachteil sind einige schwerwiegende Gefahrenstellen vor allem für Kinder und Radanfänger sowie ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. Es darf nicht erst wie am Neumarkt ein tragischer Unfall passieren, bevor die Verwaltung tätig wird.

 

Frage 2: Die Stadt hängt beim Masterplan Mobilität hinterher. Wie gedenken Sie die Umsetzung zu beschleunigen?

Simone Lange / SPD

Die Umsetzung des Masterplans Mobilität kann durch den Einsatz von Ressourcen beschleunigt werden. Das meint vor allem personelle Ressourcen im Bereich der Verkehrsplanung und finanzielle Ressourcen zur Umsetzung der Planungsschritte und der notwendigen Investitionen. Ich werde mich als Oberbürgermeisterin dafür einsetzen, mit der Ratsversammlung hier die notwendigen Schwerpunkte zu setzen. Der Haushalt der Stadt Flensburg muss durch die Ratsversammlung beschlossen werden. Deshalb ist hier das Zusammenspiel zwischen Verwaltung und Politik sehr wichtig.

Wichtig ist meines Erachtens auch, das Gesamtbild der Verkehrsplanung für Flensburg weiter zu entwickeln und nicht jede Massnahme als alleinstehend sondern immer als Teil des Großen und Ganzen umzusetzen. Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass wir mit der Politik die Verkehrsplanung stadtteilbezogen so realisieren, dass der Flickenteppich weiter aufgehoben wird und Verkehrswege aus einem Guss entstehen.

SSW / Karin Haug

Die Rahmenbedingungen sind nicht gut: der Masterplan wird von sehr wenigen Fachleuten umgesetzt und die Stadt als Konsolidierungskommune hat einen engen Haushaltsrahmen. Ehrlicherweise ist bereits das Ziel, ein geschlossenes Radwegenetz zu etablieren, sehr ehrgeizig. Ich plädiere in diesem Sinne für mehr Ehrlichkeit. Eine Beschleunigung bekommen wir nur hin, wenn wir den Ressourceneinsatz verstärken, also an anderer Stelle sparen.

Fabian Geyer / parteilos

Der Masterplan Mobilität ist zunächst die politische Beschlusslage für mich, den ich aber gerne in einzelnen Punkten überprüfen möchte, ob er noch die aktuelle Lage abbildet. Wir haben ein deutliches Umsetzungsproblem, was verschiedene Ursachen hat. Es ist aber eine Frage der Priorisierung, d.h. wenn die Verwaltung aus der Politik einen solchen elementaren Plan als Aufgabe zur Umsetzung erhält, mit klaren Zeitvorgaben, ist es ihre Aufgabe diese einzuhalten. Für mich ist es nicht verständlich und daran muss sich die Amtsinhaberin natürlich persönlich messen lassen, weshalb es bei so vielen beschlossenen Vorhaben nicht vorangeht. Da scheint es offenbar am ernsthaften Willen zu fehlen. Den werde ich ersetzen.

 

Frage 3: Was glauben Sie, was für eine Verkehrswende in Flensburg notwendig ist?

Simone Lange / SPD

Für die Verkehrswende in Flensburg sind verschiedene Dinge notwendig. Es gilt sowohl Push- als auch Pullmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Es muss also gleichermaßen Anreize wie auch Verpflichtungen geben. Wenn es uns gelingen soll, dass die Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen, dann muss der ÖPNV wiederum so attraktiv sein, dass die Bewältigung des Alltages auf diese Weise auch möglich ist. Das bedeutet, der ÖPNV muss attraktive Angebote zu bezahlbaren Preisen entwickeln, damit der Umstieg vom Individualverkehr in den ÖPNV gelingt.
Höhere Attraktivität der Angebote auf der einen Seite und die Absenkung der Attraktivität herkömmlicher, klimaschädlicher Mobilität auf der anderen Seite.

Klar ist, dass Mobilität unseren Alltag bestimmt. Familien müssen ihre Kinder zur KiTa bringen, danach den Arbeitsplatz erreichen und später die Kinder von der KiTa wieder abholen. Alternativen zum Auto müssen daher gut funktionieren.

SSW / Karin Haug

Die Zustimmung der Flensburgerinnen und Flensburger. Bislang nehmen viele Menschen in der Stadt die Veränderungen als Störung wahr. Das finde ich schade und führt zu Ausweichverhalten. Das erlebe ich täglich in der Angelburger Straße und am Südermarkt, wo viele Flensburgerinnen und Flensburger es nicht so genau nehmen. Ebenso in der Norderstraße, deren Fußwege zugeparkt werden. Darum müssen wir mehr werben für eine attraktive Stadt, die den Menschen eine gute Aufenthaltsqualität bietet. Die Lebensqualität einer auto- und blechfreien Stadt ist enorm. Doch in Flensburg wird über Verzicht und Verbote gesprochen.

Fabian Geyer / parteilos

Zunächst ist die Frage zu beantworten, was man hierunter versteht. Eine autofreie Innenstadt, ein kostenloser ÖPNV, mehr Fahrradwege? Ich möchte mich darauf konzentrieren den Akteuren und der Bevölkerung klar zu machen, dass das Aufgabe der Politik ist und nicht der Oberbürgermeister hierüber entscheidet. Für mich hat daher die Verkehrssicherheit absolute Priorität, und zwar nicht durch eine einseitige Sperrung von Straßen durch die Verwaltung, sondern die Analyse, an welchen Stellen schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger erheblichen Gefahren ausgesetzt sind. Wenn es nicht anders geht, muss der Autoverkehr zurückstecken und mit einschränkenden Maßnahmen rechnen. Aber auch dies wird offen und vertrauensvoll mit der Politik abgestimmt. Wovon ich persönlich nichts halte sind radikale Forderungen aus bestimmten politischen Lagern, egal woher. Damit riskiere ich den sozialen Frieden in der Stadt. Aber mutige politische Entscheidungen ohne jahrelanges Diskutieren und Schimpfen übereinander und ohne Ergebnisse müssen in den nächsten Jahren gelingen. Das Auto als Verkehrsmittel Nummer eins ist nicht mehr zeitgemäß. Dennoch müssen wir auch in Autoverkehr denken, mit einem wesentlich besseren Angebot an Ladesäulen in der Stadt und einem alternativen Parkkonzept, das dem Handel und der Gastronomie nicht die Kunden vergrault. Was aber nicht geht, ist das weitere Aussitzen und Nichtstun. Andere Städte sind da viel agiler und nehmen den Protest von Teilen der Bevölkerung in Kauf. Aber es passiert wenigstens etwas in Sachen Gestaltung der Zukunft.

Frage 4: Flensburg ist an der Grenze zur Großstadt. In Großstädten hat der ÖPNV einen deutlich höheren Anteil am Verkehrsaufkommen, unter anderem durch Bahnverkehrsmittel (Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen, Regionalbahnen). Wie wollen Sie den ÖPNV-Anteil in Flensburg signifikant steigern?

Simone Lange / SPD

Ich möchte den ÖPNV-Anteil in Flensburg signifikant steigern, indem wir gemeinsam mit Aktivbus die Taktzahl der Busse in Flensburg deutlich erhöhen, indem wir mit nah.sh am Ausbau eines regionalen Bahnnetzes arbeiten und alle Kommunen bessere und schnellere Bahnverbindungen erhalten. Nah.sh arbeitet an einem sehr deutlichen Ausbau des Bahnnetzes in ganz Schleswig-Holstein. Hier dürfen wir als eine von vier kreisfreien Städten nicht hinterherlaufen, sondern müssen von Anfang an aktiv am Ausbau des regionalen Bahnverkehrs mitwirken. Ich kann mir mehr Haltepunkte innerhalb Flensburgs sehr gut vorstellen. Sie sollten aber mit dem städtischen Busangebot unbedingt verzahnt werden. Es muss einfach sein, vom Auto in den Bus oder in die Bahn umzusteigen. Ebenfalls muss es einfach sein, mit dem Fahrrad oder zu Fuß den Bus oder die Bahn zu erreichen.

SSW / Karin Haug

Ich habe mich in der Arbeitsgruppe Finanzierung und ÖPNV für Rufbusse, Taktverdichtung und mehr Park- und Ride eingesetzt. Doch die entsprechenden Haushaltsmittel sind nicht da, so dass nur ein winziger Fortschritt erzielt werden konnte. Die nächste Herausforderung, der Bau eines neuen Betriebshofes für die Busse, ist finanziell noch nicht gesichert. Dann sehe ich, dass die Schiene in Flensburg ein Dornröschen-Dasein führt. Der Bahnhof entspricht nicht den modernen Erfordernissen. Wichtige Industriebetriebe sind nicht an die Schiene angebunden (z.B. Nordschrott) oder wurden abgehängt (z.B. Rheinmetall). Die Anbindung von Campus, Berufsschulen und Krankenhaus an das wenige Meter entfernte Schienennetz ist noch nicht einmal angedacht. Ich setze mich für einen Haltepunkt in Weiche ein und für den Zug zum ZOB.

Fabian Geyer / parteilos

Diese Aufgabe ist für mich vor allem eine Frage des Angebotes, d.h. die Nutzung muss so günstig und anreizend sein, dass viel mehr Menschen gerne auf den ÖPNV zugreifen. Die Kosten für die Nutzung des Autos sind enorm gestiegen, für den ÖPNV aber auch. Also entfällt dessen Wettbewerbsvorteil. Ich sehe allerdings die Kommunen angesichts sinkender Haushaltseinnahmen nicht in der Lage dies zu ändern. Das 9-€-Ticket hat gezeigt, dass es eine Aufgabe der Bundespolitik ist Anreize zu schaffen. Ich wünsche mir daher aus den Kommunen und den Ländern heraus viel Druck auf eine Bundesregierung, die sich den Anstrich gibt den Klimaschutz nach vorne zu treiben. Eine dauerhaftes pauschales 60 €-Ticket für alle im Nahverkehr wäre ein wirklicher Beitrag zur Verkehrswende, dazu emissionsfreie moderne Busse mit WLAN und anderen Services. So etwas sollte im Vordergrund politischen Handelns stehen.

Frage 5: Das Radwegenetz in Flensburg wird von vielen Nutzer:innen als komplex und unsicher angesehen. Auch der Radverkehr muss in Flensburg stark gesteigert werden, um die Klimaschutzziele der Stadt im Verkehrssektor zu erreichen. Welche Maßnahmen werden Sie hierfür ergreifen?

Simone Lange / SPD

In den vergangene 6 Jahren wurden viele Kilometer Radweg neu gebaut, erneuert und modernisiert. Auch die Anbindung an die Nachbarkommunen wurde deutlich verbessert. Flensburg hat damit historisch gesehen spät begonnen, weshalb wir nach wie vor viel Nachholbedarf haben. Deshalb ist es wichtig, konsequent an der Erneuerung von Radwegen festzuhalten und dies konsequent weiter zu tun.

Für die sogenannten Fahrradschutzstreifen möchte ich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zukünftig entweder Barrieren zwischen dem Fahrstreifen für die Pkw und dem Fahrradschutzstreifen aufbauen lassen, sodass sich die Radfahrer geschützter darauf bewegen können. Alternativ dazu möchte ich dort, wo anstatt eines Schutzstreifens ein Fahrradweg gebaut werden kann, einen Fahrradweg einsetzen anstatt eines Fahrradschutzstreifens.

Zur Attraktivität von Radwegen gehört auch die Beschaffenheit der Oberflächen der Radwege. Mein Ziel ist es, glattere, rutschfestere und damit sicherere Fahrradwege zu erschaffen, im Einklang mit dem Klima- und Umweltschutz.

Insgesamt müssen wir bereit sein, mehr Verkehrsraum für den Radverkehr zu Verfügung zu stellen. Immer mehr Menschen steigen auf das Fahrrad um. Laut Nationalem Radverkehrsplan 3.0 planen rund 60 Prozent „der Deutschen, künftig mehr mit dem Rad zu fahren.“ Waren es 2017 noch 112 Mio. km pro Tag, die mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden, werden es 2030 bereits 224 Mio. km sein, so die Prognose. Durch die Verdoppelung der Radnutzung in Deutschland, steht das Fahrrad im Zentrum der Diskussion und die Aufgabe ist, der Zunahme der Fahrradnutzung entsprechend den notwendigen Verkehrsraum zur Verfügung zu stellen. Das heißt, wir müssen in den kommenden 6 Jahren konzeptionell weiter daran arbeiten, den Verkehrsraum neu zu ordnen.

Ich möchte der Politik deshalb für die kommenden 6 Jahre vorschlagen, den Radverkehr in allen Stadtteilen so zu fördern, dass die Fahrradwege so modernisiert und gebaut werden, dass sie für die prognostizierte Zunahme geeignet sind und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer*innen gewährleistet ist.

SSW / Karin Haug

Der Straßenraum muss aufgeteilt werden. Da der Bau und die Ertüchtigung der Radwege nicht finanzierbar ist, müssen wir verstärkt den Autoverkehr (auch den ruhenden) einschränken und dem Radverkehr eine Spur einrichten. Gepinselte Radspuren wie am Munketoft oder der Bleiche wird es mit mir nicht mehr geben, denn sie sind unsicher und gefährlich. 

Fabian Geyer / parteilos

Ich bin viele Strecken selbst abgefahren und entsetzt. Eine rasche Maßnahme ist eine geänderte Ampelschaltung, um dem Radverkehr flüssigere Fahrten zu ermöglichen. Schon Lange gefordert, nicht umgesetzt. Auf den Strecken mit Kopfsteinpflaster gehört auf beiden Seiten eine eigene ebene Spur für den Radverkehr. Dort zu fahren ist zum Teil lebensgefährlich und schlicht unattraktiv. Es gibt viel ausgewiesenes Fachwissen in der Stadt – z.B. beim  VCD -, das wenig bis gar nicht genutzt wird. Eine allgemeines Problem, weil die Politik sich mit sich beschäftigt, aber die Expertise in der eigenen Stadt außer Acht lässt. Ich werde mich vor allem mit diesen Menschen zusammen setzen und deren Fakten, Argumente und Ansichten anhören. Ohne großen Aufwand und pressewirksames Tamtam.


Frage 6: Flensburg ist eine von 5 Modellkommunen für das Projekt Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr, gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Wie wollen Sie den Fußverkehr in Flensburg in Hinblick auf die wachsende touristische Attraktivität fördern?

Simone Lange / SPD

Ja, ich möchte die Fußverkehr fördern und mit dem Ausbau der Fahrradwege in Einklang bringen. Fuß- und Fahrradverkehre müssen konzeptionell aufeinander abgestimmt werden.
Flensburg ist eine wachsende Stadt. Die Gruppe der Seniorinnen und Senioren wächst dabei ebenso wie die Gruppe der Kinder und Jugendlichen. Es gilt, Fahrradinfrastruktur auszubauen, die Wege für den Fußverkehr dabei aber ebenfalls zu beachten. Das meint die Optimierung der Ampelphasen genauso wie die Wegeführungen von Rad- und Fußverkehren, die im besten Fall getrennt verlaufen. Fahrräder spezialisieren sich immer mehr. Ob E-Bike, Pedelec, Lastenrad oder … , Fahrräder werden schneller und größer. Aus diesem Grund benötigen Sie ihren eigenen Verkehrsraum.
Die Menschen, die zu Fuß gehen benötigen ebenfalls ihren Raum, aber auch die notwendige Zeit und Barrierefreiheit z.B. zur Straßenquerung. Hierzu gehört die Verlängerung der Rotphase für Fußgänger*innen wie auch die Absenkung von Bordsteinkanten.

SSW / Karin Haug

Ich habe am Workshop im Schifffahrtsmuseum teilgenommen und war begeistert. Das Projekt nimmt sich vor allem die Innenstadt vor, was ich für die richtige Priorität halte. Viele Problemstellen wurden aufgelistet, die hoffentlich in naher Zukunft entschärft werden können.

Fabian Geyer / parteilos

Auch hier gilt: Safety first. Wo ist es für FüßgängerInnen gefährlich, wo gibt es unnötige Hindernisse für alle Bevölkerungsgruppen, an welchen Stellen schließen wir den fließenden Verkehr und Radfahrer auch mal aus oder leiten ihn um, damit Fußgänger sich ungestört und auf die Umgebung konzentrierend bewegen können? Ich denke da an die Wege rund um die Innenförde ohne Begrenzungen wie an der Marineschule oder an grüne Oasen. Der Fußverkehr nimmt angesichts des gestiegenen Umwelt- und Gesundheitsbewussteins eine größere Rolle ein. Mein Ziel ist es, mehr attraktive Wanderwege im Flensburger Wegenetz wie z.B. das grüne Hufweisen unbürokratisch und mit einem modernen digitalen Findungs- und Werbesystem zu schaffen und für unsere Bevölkerung und den Tourismus zu nutzen. Mit kulinarischen Angeboten auf dem Weg. Flensburg als Stadt des Wanderns und Flanierens, das ganze Jahr über. Auch die Sauberkeit von Fußwegen, Hinterlassenschaften von Hunden und mehr öffentliche Toiletten sind dabei ein wichtiges Thema.


Frage 7: Wo kann mensch weiterführende Informationen über ihr Wahlprogramm finden?

Simone Lange / SPD

Weiterführende Informationen können Sie unter www.simonelange.de oder in meiner Zeitung „Die Kandidatin“ finden oder Sie können mich mit Ihren Fragen oder Anmerkungen per Email anschreiben oder info@simone-lange.de

SSW / Karin Haug www.ssw.de
Fabian Geyer / parteilos

Ein Wahlprogramm klingt sehr nach parteipolitischer Ausrichtung. Da ich parteilos bin und bleibe, habe ich mich an dem orientiert, was mir ganz persönlich aufgefallen ist. Herausgekommen ist ein 10-Punkte-Plan oder meinetwegen auch FlensburgProgramm, zu finden unter www.fabiangeyer.de oder www.flensburgplan.de

 

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news-10812 Mon, 15 Aug 2022 23:10:29 +0200 Wer mag selbst einen Rundgang für "Neumünster zu Fuß" planen? /startseite/detail/wer-mag-selbst-einen-rundgang-fuer-neumuenster-zu-fuss-planen news-10811 Mon, 15 Aug 2022 22:39:26 +0200 Neumünster zu Fuß geht in die nächste Runde /startseite/detail/neumuenster-zu-fuss-geht-in-die-naechste-runde news-10810 Mon, 15 Aug 2022 22:29:42 +0200 Treffen der VCD Ortsgruppe am Donnerstag, 15.9. ab 19.00 Uhr /startseite/detail/treffen-der-vcd-ortsgruppe-am-donnerstag-159-ab-1900-uhr news-10757 Mon, 25 Jul 2022 18:05:43 +0200 Themenabend: "9-Euro-Ticket: Und was dann?" Teil 2 /startseite/detail/themenabend-9-euro-ticket-und-was-dann-teil-2 Bei einer einmaligen Aktion kann und darf es nicht bleiben. Gemeinsam mit Euch wollen wir am 25.07.22 ab 18:30 Uhr erneut diskutieren, wie der #ÖPNV günstiger und auch in der Fläche attraktiver werden kann. #mobilitätswende

Registrierung unter:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZclcumorzIsGdB_TwP4_3BoDAVkqg7hBE4c

Wir freuen uns auf eine weitere spannende Diskussion!

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news-10689 Mon, 04 Jul 2022 20:18:08 +0200 Neumünster zu Fuß /startseite/detail/neumuenster-zu-fuss Neumünster möchte erklärtermaßen zur 15-Minuten-Stadt werden. Dazu muss unter anderem die Infrastruktur der Fußwege verbessert werden. Bei dem Rundgängen schauen wir, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

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news-10670 Wed, 29 Jun 2022 17:45:31 +0200 Fehmarn statt Sylt - Ausflugstipps zum 9 €-Ticket /startseite/detail/fehmarn-statt-sylt-ausflugstipps-zum-9-eur-ticket Wer Zeit hat fährt unter der Woche stressfreier

Da an Wochenenden mit gutem Wetter die Züge ans Meer besonders voll sind, empfiehlt der VCD  allen, die auch unter der Woche Zeit haben, dann ihre Ausflüge zu unternehmen. Familien sollten möglichst auf die Sommerferien warten und dann ebenso die         Wochenenden meiden. Für alle Ausflügler, die dennoch an einem  Samstag oder Sonntag, wegfahren möchten, hat der VCD Ausflugsziele und Züge herausgearbeitet, wo es vermutlich         weniger voll werden wird.

Ostsee statt Nordsee

Der VCD rät die Ostsee der Nordsee vorzuziehen. "Während an Wochenenden zwischen 8 und 9  Uhr drei Züge von Hamburg nach Lübeck fahren, gibt es an die Westküste nur zwei Züge", so Alexander Montana Vorstandsmitglied des VCD Nord. Besonders attraktiv ist aus Sicht von Montana der  "Hamburger Strandexpress", mit dem man von Hamburg Hbf um 08:23 Uhr innerhalb von rund zwei Stunden die Sonneninsel Fehmarn erreicht. Mit einem vorbestellten Leihfahrrad lässt sich ideal die Insel erkunden.

Zu empfehlen ist auch das Ostseebad Großenbrode, wo der Zug ebenfalls hält. Wer nach Timmerndorfer Strand oder Scharbeutz möchte, sollte laut dem bereits um 08:07 Uhr am Hbf starten und ab Lübeck mit der Regionalbahn um 09:15 Uhr weiter fahren - diese beiden Züge sind  erfahrungsgemäß nicht so voll, wie der beliebte "Hamburger Strandexpress". Im Juli und August gibt es auch um 09:36 Uhr und 10:36 Uhr gute Verbindungen von Hamburg Hbf mit Umstieg in Lübeck, die nicht so voll sein dürften.

An der Lübecker Bucht den Bus nicht vergessen

Der VCD rät den neuen Fahrgästen auch die Linienbusse an der Lübecker Bucht auszuprobieren. Von Neustadt kommt man regelmäßig in die Ostseebäder Grömitz und Kellenhusen.

Fahrgästen mit dem Ziel Travemünde nehmen die Züge ab Hamburg Hbf um 08:36 oder 09:36 Uhr, und dann eine Linienbusfahrt durch Lübeck nach Travemünde.

Kieler Bucht

Wer einen Ausflug im Binnenland mit einem Abstecher an die Ostsee verbinden möchte, dem rät der Verkehrsclub zu einer Bahnfahrt ab Hamburg Hbf zu den genannten Abfahrtszeiten mit Umstieg in Lübeck nach Eutin und Plön, sowie von dort eine Linienbusfahrt an die Ostsee         nach Hohwacht. In der Nähe liegt auch das Ostseebad Laboe, das man per Fördeschiff (ebenfalls im 9 €-Ticket enthalten) oder Linienbus vom Hauptbahnhof in Kiel erreichen kann.

Eckernförde und Schlei

Die Züge  zwischen Hamburg und Kiel verkehren zweimal die Stunde. Wer einen Innenstadtbummel und einen Aufenthalt am Strand kombinieren möchte, ist in Eckernförde optimal aufgehoben, auch dorthin geht es halbstündlich mit Umstieg in Kiel. Ausflügler, die sich für etwas abseits gelegene Ziele interessieren, sollten eine Tour nach Kappeln, Arnis und/oder Maasholm an der Schlei in Erwägung ziehen - und diese optional mit einer Schifffahrt auf         der Schlei kombinieren.

Städtetrip nach Flensburg und Glücksburg

Aus Sicht des VCD lässt sich ein Städtetrip nach Flensburg mit einem Abstecher ins Ostseebad         Glücksburg oder nach Holnis optimal verbinden - die Linienbusse fahren auf die Züge abgestimmt direkt an die Flensburger Förde. Die Linienbusfahrten lassen sich auf vielen Routen mit einzigartigen Wanderungen kombinieren. "Als eine der schönsten gilt hierbei eine Wanderung von Glücksburg nach Holnis." sagtMontana vom VCD. 

So klappt es auch nach Sylt

Wer sich von Hamburg an einem Wochenende dennoch auf den Weg nach Sylt begeben möchte, sollte nach Möglichkeit ab Altona um 06:29 Uhr, 07:30 Uhr oder 08:30 Uhr fahren. Die beiden letzteren Fahrten sind Sprinterzüge, die Westerland mit wenigen Zustiegshalten nach etwa 2,5 Stunden erreichen. Zurück geht es um 17:49 oder 18:49 Uhr. Die Sprinterzüge halten auch in Morsum und Keitum, so dass sich eine Wanderung an der Wattseite ideal mit einer Linienbusfahrt der SVG ab Keitum über Braderup nach Wenningstedt kombinieren lässt.

Ausflügler, die den vollen Zügen auf dem Hindenburgdamm entkommen möchten, haben diverse Möglichkeiten, bereits vorher auszusteigen. Via Niebüll und Dagebüll könnte es auf die Insel Föhr gehen. Die Inselbusse sind ebenfalls im 9 €-Ticket enthalten - lediglich die Fährüberfahrt ist mit 14,80 Euro (Hin- und Rückfahrt) aufpreispflichtig.

Hamburger Hallig und Pellworm

Ein  besonderer Geheimtipp ist aus Sicht von Alexander Montana vom VCD Nord die Hamburger Hallig. Von Altona ist man bereits nach 2:20 Std. da - vom Bahnhof Bredstedt geht es per Rufbus bis zum Nordseedeich und von dort zu Fuß oder per Leihfahrrad weiter auf         die Hallig. Wer ab Altona um 11:40 Uhr startet, entgeht dem großen Andrang anderer Ausflügler. Zurück geht es vom Nordseedeich (Hamburger Hallig) um 17 oder 19 Uhr. Vor dem         Ausflug sollte man in den Tidenplan schauen - bei Hochwasser bietet die Hallig eine der schönsten Badestellen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste.

Die bei vielen unbekannte Nordseeinsel Pellworm gilt noch als Geheimtipp. Bevor die Züge ab Husum richtig voll werden, steigt man in den Linienbus nach Nordstrand um. Per Fähre geht es in gut einer halben Stunde für 14 Euro (Hin- und Rückfahrt) auf die Insel. Dort empfiehlt sich eine Inselrundfahrt per Bus für 12 Euro oder das Ausleihen von Fahrrädern. Los geht es ab Altona um 07:40 Uhr, die Rückkehr ist um 21:21 Uhr. Ausflügler nach St. Peter-Ording erreichen ab dem Bahnhof St. Peter Süd einen abgestimmten Linienbus-Shuttle direkt an den Böhler Strand. Die Anreise ab Hamburg-Altona dauert jedoch rund drei Stunden bis an den Strand von St. Peter-Ording. Da könnte Büsum die bessere Wahl sein, da man bereits nach knapp 2 Stunden dort eintrifft.

Ohne volle Züge ins Watt

Wer vollen Zügen vollständig vermeiden möchte und dennoch an die Nordsee fahren möchte, dem rät der Verkehrsclub eine Fahrt mit Bahn und Bus nach Friederichskoog. Dort kann man bei Hochwasser baden oder bei Niedrigwasser einen Abstecher ins Watt unternehmen. Ferner stellt die Seehundstation eine beliebte Attraktion dar. Die Anreise nach Friederichskoog lässt sich mit einer Draisinenfahrt optimal verbinden. Im Juli und August geht es um 10 Uhr ab St. Michaelisdonn nach Marne und um 16 Uhr entsprechend zurück. Der VCD empfiehlt die eine Fahrt mit der Draisine durchzuführen und die andere mit dem Linienbus. Der Ausflug beginnt um 07:40 Uhr in Altona oder 09:06 Uhr ab Hamburg Hbf, zurück am Hamburger Hbf ist man wieder um 19:53 Uhr.  

Cuxhaven und die Müritz

Im übrigen gilt die Bahnstrecke von Hamburg nach Cuxhaven zu den weniger ausgelasteten Strecken an die Nordsee. Mit den Bussen der KVG kommt man bequem direkt an den Strand nach Duhnen oder Sahlenburg.

Und für Ausflügler, die gern einmal an die Müritz reisen möchten, hat der VCD auch einen Tipp: An Wochenenden kommt man auch gut per Bahn via Hagenow Land und Parchim nach Plau am See (ab Hamburg Hbf 08:21 Uhr oder 10:21 Uhr, Rückkehr 19:38 Uhr oder 21:38 Uhr)

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news-10663 Mon, 27 Jun 2022 17:50:04 +0200 Gefährdet es die Zukunftsfähigkeit des Verflechtungsraums der Metropolregion Hamburg, wenn es weiterhin keine verbindliche sondern nur freiwillige Raumplanung gibt? /startseite/detail/gefaehrdet-es-die-zukunftsfaehigkeit-des-verflechtungsraums-der-metropolregion-hamburg-wenn-es-weiterhin-keine-verbindliche-sondern-nur-freiwillige-raumplanung-gibt Die Referenten waren sich eher einig, dass eine Revitalisierung des bereits von Stadtbaudirektor Schumacher angedachten Achsenkonzepts vor 100 Jahren dringend geboten ist. Das sah damals bereits in einem Raumstrukturkonzept eine Ausrichtung der Siedlungsentwicklung auf leistungsfähige, schienengebundene Verkehrslinien vor. Ein scheinbar alter Hut, der unter dem Eindruck flächenhafter Zersiedlung mit Dominanz des privat gehaltenen Autos brandaktuell wirkt, wenn weiteres Wachstum nachhaltigen Charakter annehmen soll.

Wie die aktuell wirkenden Zeitnachteile des vernachlässigten ÖPNVs im Vergleich zum in den letzten Jahrzehnten privilegierten MIV  - auf dem Foto sichtbar eine Isochronenkarte für den Verflechtungsraum Hamburg, blau Schiene, rot Auto – nun möglichst rasch aufgehoben werden können, konnte weniger beantwortet eher nur problematisiert werden.

Auch eine mögliche Verbindlichkeit der Raumplanung nach § 205 BBaugesetz wähnen die Referenten wohl eher noch in ferner Zukunft. Sollte man eine dringende öffentliche Diskussion unterlassen, weil das Thema komplex und die in der Vergangenheit aufgetürmten Hürden groß sind? 

Gäste und Referenten waren sich über zwei konzentrierte Stunden eher einig, dass Lösungen dringend angestrebt werden sollten.  

 

Jochen Hilbert, VCD-Nord und BI-A23 für umweltfreundliche Mobilität.

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news-10662 Mon, 27 Jun 2022 17:48:16 +0200 VCD Nord Sprechstunde 29.6. 19 Uhr | Koalitionsvertrag S-H /startseite/detail/vcd-nord-sprechstunde-296-19-uhr-koalitionsvertrag-s-h seit wenigen Tagen liegt der Koalitionsvertrag [1] von CDU und Grünen in Schleswig-Holstein auf dem Tisch. Unsere erste Einschätzung haben wir in einer Pressemitteilung zusammengefasst:

https://nord.vcd.org/startseite/detail/pm-koalitionsvertrag-sh-ein-jein-zur-verkehrswende

In der VCD Nord Sprechstunde am Mittwoch, 29.6. um 19 Uhr wollen wir mit euch über die Perspektiven und Inhalte des Koalitionsvertrages diskutieren und sind insbesondere an eurer Meinung interessiert.

Teilnehmen könnt ihr über folgenden Zoom-Link:

https://us06web.zoom.us/j/94160191091?pwd=MkVSRmNRV2J3T09Qd3pyL3NjSFM3Zz09

Wir freuen uns auf euch!

[1] https://sh-gruene.de/wp-content/uploads/2022/06/Koalitionsvertrag-2022-2027_.pdf

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news-10652 Fri, 24 Jun 2022 13:31:37 +0200 PM: Koalitionsvertrag SH: Ein JEIN zur Verkehrswende /startseite/detail/pm-koalitionsvertrag-sh-ein-jein-zur-verkehrswende „Verbesserungen auf der einen Seite sollen möglichst nicht zu Beschränkungen auf der anderen Seite führen.“ Dieser Satz fasst die Ergebnisse zum Verkehr in Schleswig-Holstein aus Sicht des VCD gut zusammen. Demnach soll der Verkehrssektor seinen Beitrag im Klimaschutz leisten, Radverkehr und ÖPNV sollen gefördert werden. Beim Autoverkehr will die Koalition jedoch weiter machen wie bisher: 

„Bekenntnisse zu dem Bau neuer Autobahnen wie der A20 sind aber aus der Zeit gefallen und helfen kein Stück dabei, die Klimaziele zu erreichen und die Mobilität der Menschen im Land zu verbessern. Es fehlt offensichtlich an einer Vision, wie moderne Mobilitätspolitik in Schleswig-Holstein aussehen kann“, ärgert sich Maik Kristen, Vorstandsmitglied des VCD Nord.

Dabei kommt im Koalitionsvertrag vieles vor, was wichtig ist: Neben dem Ausbau des ÖPNV und einer Mobilitätsgarantie soll der Radverkehr gefördert werden. Trotzdem fließen nur 40 Prozent der Mittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetztes(GVFG) des Bundes in Radverkehr und ÖPNV, der Rest in den Straßenbau. Dazu kommen jährlich mindestens 90 Millionen für die Sanierung von Landesstraßen. „Eine klimafreundliche Verkehrspolitik muss Prioritäten setzen und klimafreundliche Mobilität im Umweltverbund konsequent fördern.“

Auch im Bereich Verkehrssicherheit bleibt der Koalitionsvertrag widersprüchlich: „Das Bekenntnis zu Vision Zero, also keinen Schwerverletzten und Toten im Straßenverkehr, begrüßen wir ausdrücklich“, so Kristen. Unverständlich bleibt jedoch, dass die Koalitionäre ein bisher gar nicht vorhandenes Verkehrssicherheitsprogramm weiter entwickeln wollen, sich zugleich jedoch mit dem sogenannten Verkehrskasper auf Konzepte aus den 50er Jahren festlegen.

Der VCD nimmt dagegen positiv zur Kenntnis, dass es ein klares Bekenntnis zu den Maßnahmen des Landesnahverkehrsplans und zur Weiterentwicklung der Bäderbahn gibt. Die Verkehrsleistung der Schiene auf 20 bis 25 % zu steigern, würde zu einem revolutionärem Umbau der Infrastruktur im Land führen. Es bleibt für den VCD unklar, wie und in welchem Zeitraum diese Steigerung bei derzeit etwa 7 % Schienenanteil umgesetzt werden soll.

Vollkommen unterbelichtet bleibt auch die Rolle des Güterverkehrs. Der Verlagerung von Gütern auf die Schiene widmet man nur zwei Sätze. Stattdessen lassen sich die Koalitionäre umfassend über den aus Sicht des VCD unnötigen Ausbau des „E-Highways“ aus. Damit bleibt bleibt der Koalitionsvertrag selbst hinter dem Ziel der Bundesregierung zurück, die den Schienenanteil im Güterverkehr bis 2030 auf 25 Prozent steigern will. „Hinter dem Ausdruck „E-Highway“ verbirgt sich, was die Parteien hier gutheißen: Die Elektrifizierung von Autobahnstrecken und damit ein Festhalten an der autozentrierten Verkehrspolitik der Vergangenheit, die sich durch den Koalitionsvertrag schlängelt wie die Autobahnen durchs Land“, meint Maik Kristen.

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news-10649 Thu, 23 Jun 2022 14:43:39 +0200 Sitzplatz statt Parkplatz: Veranstaltung „12qm Kultur“ in Ottensen - kommt vorbei! (2.7.) /startseite/detail/sitzplatz-statt-parkplatz-veranstaltung-12qm-kultur-in-ottensen-kommt-vorbei-27 news-10557 Wed, 25 May 2022 21:25:53 +0200 Themenabend: "9-Euro-Ticket: Und was dann?" /startseite/detail/themenabend-9-euro-ticket-und-was-dann Bei einer einmaligen Aktion kann und darf es nicht bleiben. Gemeinsam mit Euch wollen wir am 30.5 diskutieren, wie der #ÖPNV günstiger und auch in der Fläche attraktiver werden kann. #mobilitätswende

Registrierung unter:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZEqfu-rpz0rG9daj0q02Afa7YZUmYAnXxK2

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

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news-10547 Tue, 24 May 2022 01:08:07 +0200 Der VCD widerspricht: Straßenbahnen sind keine „altmodischen Stahlungetüme“! /startseite/detail/pm-der-vcd-widerspricht-strassenbahnen-sind-keine-altmodischen-stahlungetueme Bei einer modernen Niederflurstadtbahn handelt es sich tatsächlich um einen umweltfreundlichen, barrierefreien und leistungsstarken Verkehrsträger. Auf eigenen, begrünten Trassen, dient eine Stadtbahn einer besseren Stadtgestaltung und einer klimafreundlicheren Umverteilung des Straßenraums. Weltweit haben diese Vorzüge bereits viele Metropolen unter Beweis gestellt.

Der Umweltverband VCD sieht für eine Stadtbahn in Hamburg großes Potenzial bei tangentialen Linien innerhalb der Stadt. Gerade auf diesen Routen ist heute der Auto- dem Busverkehr deutlich überlegen. "Wenn man tangentiale Stadtbahnen mit den bestehenden und neuen Schnellbahnlinien gut verknüpft, entstehen nach 2030 ganz neue Möglichkeiten auf der Schiene in Hamburg unterwegs zu sein, ohne über den überlasteten Hauptbahnhof fahren zu müssen", so Vorstandsmitglied Alexander Montana. So könnte der Nahverkehr in Hamburg abseits der heutigen Schnellbahn ähnlich attraktiv werden.

Der VCD-Nord zeigt sich vor allem darüber verwundert, dass der erste Bürgermeister offenbar den von ihm ausgehandelten Koalitionsvertrag nicht detaillierter kennt. „In der Vereinbarung wurde festgehalten, dass geprüft werden soll, welches Verkehrsmittel die Lücke zwischen Metro- und Expressbussen auf der einen Seite und U-Bahnen auf der anderen Seite schließen könne. Eine solche ernsthafte Prüfung muss jetzt stattfinden“ so Vorstandsmitglied Alexander Montana. Hierzu empfiehlt der VCD-Nord einen Blick nach Kiel - hier wird derzeit ein solcher Systemvergleich angestellt. Stadtbahnen und ein sogenanntes BRT-System mit elektrischen Doppelgelenkbussen werden hier einander gegenübergestellt und sollen die normalen Busse ergänzen. Auch in Berlin wird untersucht, wo neben klassischen E-Bussen neue Systeme für Stadtbahnen und sogar Hybrid-Oberleitungsbusse mit 25 m Länge sinnvoll erscheinen.

Hamburg hat sich als wachsende Stadt ambitionierte Ziele in der Klimapolitik gesetzt. Um klimaneutral zu werden, sollte Hamburg nicht der möglichen Einführung einer Stadtbahn ablehnend begegnen, sondern vielmehr Verkehrsprojekte wie die A 26 Ost, die sehr viel graue Energie binden und den MIV weiter fördern, kritisch hinterfragen. Der Senat muss schnell handeln und darf sich einer sachlichen Debatte über den Einsatz verschiedener öffentlicher Verkehrsträger nicht verschließen. Der Senat kann darüber hinaus schon jetzt mehr Busspuren vor staugefährdeten Kreuzungen ausweisen und die Ampelschaltungen für den Busverkehr deutlich verbessern. Der VCD glaubt zudem nicht, dass man heutige Autofahrer in selbstfahrende MOIAs locken kann. Für eine echte Verkehrswende in Hamburg sind zusätzliche, leistungsfähige und schnelle öffentliche Verkehrsmittel unerlässlich.

 

Kontakt für Rückfragen: geschaeftsstelle@vcd-nord.de, Tel.: 040 / 280 55 120

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news-10542 Sun, 22 May 2022 22:37:27 +0200 Junge VCD-Ortsgruppe Hamburg fordert von SPD sachliche Bewertung aller Verkehrsmittel /startseite/detail/default-79d5405cbf Wer die Straßenbahn als „altmodisches Stahlungeheuer“ betitelt, verkennt, dass sie ein modernes und effizientes Verkehrsmittel ist, mit einem hohen verkehrlichen Nutzen für die Mobilitätswende in unserer Stadt. 

Doch anstatt einer Straßenbahn, versprach der damalige Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) 2012 das „modernste Bussystem Europas“ zu schaffen. Busse sind eine wichtige Ergänzung für den schienengebundenen, öffentlichen Nahverkehr und damit unerlässlich. Allerdings teilen sie sich in Hamburg überwiegend die Fahrstreifen mit Autos, was zu Verspätungen und Unzuverlässigkeit durch Staus führt. Es braucht also auf den Straßen ein überwiegend vom Auto getrenntes Verkehrssystem, wie es moderne europäische Großstädte wie Paris, Amsterdam oder Wien vormachen.

 

Die Straßenbahn und ihre Weiterentwicklung, die Stadtbahn, sind ein solches System – wie auch die S- und U-Bahn. "Dass die SPD eine Stadtbahn jedoch so kategorisch ausschließt, ist unsachlich und steht einem guten öffentlichen Nahverkehr in Hamburg im Weg", kritisiert Lars Michael, Mitglied der Jungen Ortsgruppe Hamburg. Entgegen der Darstellung von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) auf der Landespressekonferenz am 17.05.2022, ist die Stadtbahn platzsparend, effizient und hat eine hohe Beförderungskapazität. Als Niederflur-Variante, mit ebenerdigen Einstiegshöhen wie bei den Hamburger Bussen bietet sie eine barrierefreie und autounabhängige Mobilität für alle.

 

Die SPD verschiebt die Diskussion, indem sie nicht das geeignetste Verkehrsmittel für die unterschiedlichen Gebiete Hamburgs sucht, sondern eine Stadtbahn ausschließt, da sie sich nicht für die Innenstadt eigne. Die Hamburger Innenstadt ist jedoch bereits gut mit S- und U-Bahnen sowie Bussen erschlossen. Eine Stadtbahn kann die bestehenden Schnellbahnen sinnvoll ergänzen. Insbesondere auf tangentialen Routen – also nicht in die Innenstadt führend, sondern wichtige ÖPNV-Knotenpunkte außerhalb des Zentrums miteinander verknüpfend – befördert eine Stadtbahn zuverlässig und schnell mehr Hamburger*innen als es Autos oder Busse können. U- und S-Bahnen sind für solche Tangentialverbindungen wegen der hohen Tunnelbaukosten oft unwirtschaftlich. Anstatt Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen, braucht es eine ernsthafte und sachliche Betrachtung aller Verkehrssysteme.

 

Denn Hamburg wächst, aber der Verkehr muss auf annähernd dem gleichen Raum abgewickelt werden. Wir können es uns also nicht leisten, auf effiziente Verkehrsmittel zu verzichten, nur weil die Hamburger SPD versucht, ihr Gesicht zu wahren. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, sich von veralteten Überzeugungen zu lösen und faktenbasiert eine echte Abwägung zwischen den einsetzbaren Verkehrsmitteln vorzunehmen. Das kann, neben Bussen, U- und S-Bahn, auch eine Stadtbahn bedeuten: leise, modern, barrierefrei, schnell, platzsparend, effizient und emissionsfrei ermöglicht sie eine Fahrt mit Ausblick durch unsere schöne Hansestadt!

 

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Begriffserläuterung: Klassische Straßenbahnen fahren im Autoverkehr mit. Mittlerweile hat sich die Straßenbahn weiterentwickelt und wird in vielen Städten auf eigenen Gleiskörpern getrennt vom Autoverkehr, aber auch in Mischsystemen geführt. Zur Differenzierung wird dafür üblicherweise der Begriff Stadtbahn verwendet.

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Über die JOG Hamburg

Die Junge Ortsgruppe Hamburg (JOG) ist eine Gliederung des VCD Nord, in der sich junge Menschen bis 35 Jahre für eine zukunftsfähige Mobilität für Alle einsetzen.

 

Über den VCD Nord

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Hamburg und Schleswig-Holstein.

 

Kontakt für Rückfragen sowie fachliche Quellen: jog-hamburg@vcd-nord.de

https://nord.vcd.org/der-vcd-nord/jog-hamburg

sowie über die Geschäftsstelle (https://nord.vcd.org/service/kontakt)

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news-10490 Thu, 12 May 2022 12:37:04 +0200 ADFC SH und VCD Nord zur Vereinbarung zur Beseitigung von Wurzelaufbrüchen auf Radwegen: Status Quo-Bestandsaufnahme statt großem Wurf /startseite/detail/adfc-sh-und-vcd-nord-zur-vereinbarung-zur-beseitigung-von-wurzelaufbruechen-auf-radwegen-status-quo-bestandsaufnahme-statt-grossem-wurf iel, 12.05.2022 - Unebene Oberflächen, wellige Wege und Löcher – diese Ärgernisse kennen alle Radfahrer*innen, die im Land unterwegs sind. Als Ursache kann vielerorts ein nahegelegener Baum identifiziert werden. Doch wie kann der Schaden bestmöglich beseitigt werden, und zugleich der Baum geschützt werden? Dieser Fragen ging seit Anfang 2022 eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Verkehrs- wie auch des Umweltministeriums mit Beteiligung von Vertreter*innen der Verbände der Radfahrenden, des Naturschutzes und der Baulastträger nach.

„Wir freuen uns, dass endlich eine langjährige Forderung von den Ministerien aufgegriffen wurde – und in dieser Runde ausführlich diskutiert wurde“, freute sich Stephanie Meyer, Landesvorsitzende des ADFC Schleswig-Holstein e.V..  In engen Abständen traf sich die Arbeitsgruppe, um Sanierungsarten unter den unterschiedlichen Sichtweisen zu diskutieren. „Der Diskussionsprozess war – wie erwartet – nicht immer leicht, aber wir begrüßen, dass alle Seiten sich auf dieses Papier einigen konnten“, stellt Maik-Torben Kristen, Vorstandsmitglied des ökologischen Verkehrsclub VCD Nord, fest.

Für Meyer und Kristen ist aber auch klar: „Diese Vereinbarung schreibt eigentlich nur den aktuellen Stand der Instandhaltung fest. Der große Wurf bleibt hier aus!“ Denn das Papier enthalte lediglich verschiedene Bauweisen zur Sanierung und Instandhaltung von Radwegen. Diese seien zwar von den Interessengruppen bewertet worden. „Auch wenn jeder Wurzelaufbruch vor Ort und als Einzelfall betrachtet werden muss, brauchen wir eine zügige Fortschreibung der Vereinbarung hin zu einer zukunftsgewandten und fahrer*innen- und umweltfreundlicheren Sanierung, die nicht nur die Qualität sichert, sondern ausbaut!“, so Meyer und Kristen.

Auch müsse jetzt zügig die Debatte über einen einheitlichen und hochwertigen Standard beim Neubau von Radverkehrsanlagen begonnen werden. Denn für die Vertreter*innen von ADFC und VCD, Stephanie Meyer und Maik-Torben Kristen, ist klar: „Beim Neubau fehlt es überhaupt an einheitlichen verpflichtenden Standards in Schleswig-Holstein. Radfahrende erwarten gut befahrbare Wege, die bei jedem Wetter befahrbar sind. Dafür eignet sich Asphalt am besten. Denn derzeit kann jeder Baulastträger bauen, wie es ihm gefällt. Mit diesem Wildwuchs bringen wir niemand zum Radfahren und das ist in Zeiten der Klimakatastrophe nicht hinnehmbar. Hier ist das Land gefordert zügig den Dialog wieder aufzunehmen und alle Interessengruppen zu verpflichtenden Zugeständnissen für die Verkehrswende zu bringen!“

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter sh.adfc.de/presse und nord.vcd.org/service/presse



Für Rückfragen:

Stephanie Meyer
Landesvorsitzende

ADFC Schleswig-Holstein e. V.
Herzog-Friedrich-Str. 65, 24103 Kiel
e-mail: stephanie.meyer@adfc-sh.de
Tel.: 04522 / 3257

Frederik Meißner
Büroleiter Schleswig-Holstein

Verkehrsclub Deutschland Nord e.V.
Lerchenstraße 18-20, 24103 Kiel
e-mail: landesbuero-sh@vcd-nord.de

Tel.: 0431-67019533

Über den ADFC Schleswig-Holstein

Der ADFC Schleswig-Holstein e.V. ist mit über 7.200 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Schleswig-Holstein. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf landes-, kreis- und kommunalpolitischer Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Über den VCD Nord

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Schleswig-Holstein und Hamburg.]]>
news-10421 Sat, 07 May 2022 11:00:00 +0200 NMS rauf aufs Rad! Radaktionstag auf dem Großflecken /startseite/detail/nms-rauf-aufs-rad-radaktionstag-auf-dem-grossflecken Radfahren ist in jedem Alter gesund, praktisch und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb let`s radel! ;)

 

Näheres und Mitmachen unter:

https://www.stadtradeln.de/neumuenster

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news-10455 Wed, 04 May 2022 22:06:55 +0200 Kidical Mass Kiel am 14. Mai ab 11 Uhr /startseite/detail/km-kiel Wann: 14. Mai 2022, 11 Uhr

Wo: Start Wilhelmplatz, Ziel Spielplatz Danckwerthstraße

“Würde ich mein Kind hier alleine Rad fahren lassen?”

Dieser Frage muss jede Straße, jeder Rad- und jeder Fußweg in Kiel standhalten. Leider sind auch in der selbsterklärten Fahrradstadt Kiel die meisten Straßen nicht dazu geeignet, dass Kinder und Jugendliche selbständig und selbstbestimmt mobil sein können. Manchmal ist es ein schmaler Fahrradstreifen, während links Lkw vorbeifahren. An anderen Orten verdecken parkende Autos Einmündungen und die dort wartenden Kinder. Oder der Weg ist gänzlich von parkenden Autos blockiert.

Die Kieler Kidical Mass fordert deshalb Vorfahrt für Kinder – nicht für Autos.

Los geht es am 14. Mai um 11 Uhr auf dem Wilhelmplatz. Von dort geht es in kinderfreundlichem Tempo zum Spielplatz Danckwerthstraße in der Wik. Dort wartet ein Fahrradparcours für Kinder (Dank an den ADFC-SH), und es kann auf dem Spielplatz getobt und gepicknickt werden. Picknicksachen bitte selbst mitbringen.

Die Route kann hier im Detail angeschaut werden.

Die Kidical Mass ist eine angemeldete Demonstration und wird von der Polizei begleitet und abgesichert.

Wer kann bei der Kidical Mass mitfahren und mit welchem Fahrzeug?

Ob Kinder, Eltern, Freunde, ob auf dem Fahrrad, Lastenrad, im Kinderanhänger oder auf dem Laufrad: Alle Menschen (auch ohne Kinder) sind eingeladen mitzufahren und ein Zeichen für die Mobilitätswende und für sichere Straßen für alle Menschen zu setzen.

Du möchtest die Kidical Mass bekannt machen?

Dir gefällt die Idee der Kidical Mass und Du möchtest Werbung machen? Hier gibt es ein Plakat zum Ausdrucken als Download.

Fragen?

Viele allgemeine Infos sind auf der Website des Aktionsbünisses unter kinderaufsrad.org zu finden.

Bei weiteren Fragen zur Kidical Mass Kiel schreibe eine E-Mail an kiel@vcd-nord.de

 

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news-10438 Mon, 02 May 2022 16:18:31 +0200 Bicibus Hamburg startet am 13. Mai /startseite/detail/bicibus-hamburg-startet-am-13-mai Wir wollen in Hamburg-Ottensen einen Bicibus ins Leben rufen. Erstmals soll er am 13. Mai 2022 um 7:30 Uhr bei der Paul-Gerhardt-Kirche in Bahrenfeld starten. Gemeinsam und sicher wird er über mehrere Stationen bis zur Schule Rothestraße führen. Sei dabei und melde Dich bei uns! Der Bicibus soll künftig jeden Freitag Morgen anrollen.

Ausführliche Informationen gibt es auf der Bicibus-Seite des VCD Nord.

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news-10392 Mon, 25 Apr 2022 16:35:52 +0200 Sprechstunde: Aktionsformate zum ÖPNV am 27.4., 19 Uhr /startseite/detail/sprechstunde-aktionsformate-zum-oepnv-am-274-19-uhr Zu selten, zu spät, zu teuer, zu langsam oder gar nicht. Der ÖPNV bildet das Rückgrat der Mobiliätswende und hat es dennoch schwer. Ob auf dem Land oder in der Stadt: Der ÖPNV muss besser werden, damit die Mobilitätswende gelingt.

In der offenen VCD Nord Sprechstunde wollen wir uns gemeinsam auf die Suche nach guten Aktionen zum Thema ÖPNV machen und ein paar Beispiele vorstellen. Dabei wollen wir herausfinden, was gute Aufhänger für die Öffentlichkeitsarbeit sind und über Aufwand und Zeiteinsatz sprechen. Und wir sind auf eure Ideen gespannt.

Dauer: 1 Std.

Bei Fragen: Mail an Frederik Meißner vom Landesbüro Schleswig-Holstein, landesbuero-sh@vcd-nord.de

Teilnahmelink per zoom:

https://us06web.zoom.us/j/94160191091?pwd=MkVSRmNRV2J3T09Qd3pyL3NjSFM3Zz09

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news-10348 Mon, 18 Apr 2022 20:39:36 +0200 Neumünster zu Fuß - NEU - Bericht /startseite/detail/neumuenster-zu-fuss-1 Bericht:

Der Rundgang mit neun Interessierten führte im Wohnquartier um die Rudolf-Weißmannn-Str. herum. Am Anfang gab es bereits reichlich Gesprächsbedarf, wegen der Parksituation: das angrenzende Parkhaus und der Großraumparkplatz sind fast leer, dagegen sind die freien Parkplätze am Straßenrand auch im Kreuzungsbereich dicht beparkt, die zu schmalen Absenker deshalb nicht zu gebrauchen. Auch LKW und Lieferwagen werden hier über Nacht und am Wochenende abgestellt. Öffentliche Einrichtungen wie Toiletten, Grünflächen, Ladesäulen, eine Haltestelle oder eine Mobilitätsstation gibt es nicht. In der Brachenfelder Str. wird die Aufenthaltsqualität durch beengte Fuß- und Radwege, sowie 50 km/ h gemindert. Ebenso in der Plöner Straße. Der neue Radwegbelag wurde von der Gruppe vor dem Rathaus begutachtet. Auch hier sind die Wege zwischen Altonaer und Plöner Str. beengt und die Verkehrsführung ist für alle außer für den Autoverkehr teilweise unklar. Über den Jungfernstieg ging es zu der Gedenktafel am Haart 38. Über die Haartallee und die Caspar-von-Saldern-Str. kam die Gruppe zum Baugebiet. Der Rundgang endete vor dem El Paso.

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news-10341 Thu, 14 Apr 2022 10:32:00 +0200 Freitags mit dem BICIBUS in die Zukunft /startseite/detail/freitags-mit-dem-bicibus-in-die-zukunft Die Idee des „Bicibus“, der eine Fahrraddemonstration für und mit Kindern auf dem Schulweg ist, entstand 2021 in Barcelona. Dort bringt der Bicibus bereits in mehreren Orten Spaniens viele Kinder sicher zur Schule. Wie funktioniert das? „Als Gruppe können wir gut sichtbar, sicher auf der Straße fahren und werden somit nicht mehr durch den Autoverkehr gefährdet. Zusätzlich wollen wir den Bicibus als Demonstration anmelden, so dass uns auch die Polizei einen sicheren Schulweg gewähren kann.“ sagt Peters. Er ist überzeugt: „Das Radfahren in der Gruppe bietet nicht nur den so wichtigen Schutz vor dem vielen Autoverkehr, sondern ist auch ein tolles Gefühl für die Kinder und macht richtig viel Spaß.“

„Die Verkehrssicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer*innen sollte das oberste Gebot für uns alle sein“, sagt Jens Deye, Mitglied im Vorstand des VCD Nord. „Trotzdem schafft es Hamburg nicht mal, wie in der StVO vorgesehen, im Umfeld von Schulen vollständig Tempo 30 anzuordnen.“ „Wir brauchen Wohnquartiere, die frei von Kfz-Durchgangsverkehr sind, Straßen auf denen sich Kinder wieder frei bewegen können und insgesamt deutlich weniger Autos, die dort fahren oder auch nur rumstehen“ so Deye weiter.

Der VCD Nord unterstützt den Bicibus neben den Initiativen und Organisationen, wie OttenserGestalten, ADFC Hamburg, Paul-Gerhardt-Kirche und Zusammen Wir. Die aktuellen Planungen sehen vor, den Bicibus um 7:30 Uhr bei der Paul-Gerhardt-Kirche zu starten und dann um kurz vor 8:00 Uhr an der Schule Rothestraße anzukommen.

Derzeit ist der Bicibus noch im Aufbau und es werden Eltern und weitere Interessierte gesucht, die dem Projekt den richtigen Rückenwind geben. Weitere Informationen zum Bicibus finden sich unter https://nord.vcd.org/bicibus. Interessierte können sich melden unter: Bicibus@vcd-nord.de 

„Wir wollen, wenn alles klappt, im Mai, starten“ sagt Finn Peters, „Meldet Euch bei uns und wir bringen den Bicibus gemeinsam ins Rollen“.

 Pressekontakt: 

Jens Deye, Mitglied des Vorstands des VCD Nord, 0171 5059388, jens.deye@vcd-nord.de

Pressefotos Hochaufgelöst: https://nextcloud.vcd.org/index.php/s/q2DwfHTX73oaLsA

Copyright: VCD Nord. Die Nutzung ist für journalistische Berichterstattung zum Thema Radverkehrsförderung bei Nennung der Quelle kostenfrei. Die Bilddateien dürfen zur optischen Anpassung bearbeitet werden. Eine bildinhaltliche Bearbeitung (z. B. digitale Retusche von Personen, Schriften und Gegenständen oder großflächiges Beschneiden des Motives) ist untersagt.

 

weiterführende Links:

Kampagne-Webseite: https://nord.vcd.org/bicibus

Youtube: Deutsche Welle über den Bicibus in Barcelona

https://www.youtube.com/watch?v=45THxeh5kRA

Süddeutsche Zeitung, 20.11.2021: Bicibus in Barcelona – eine reale Utopie

https://www.sueddeutsche.de/politik/bicibus-in-barcelona-eine-reale-utopie-1.5468270

Youtube: Süddeutsche Zeitung über den Bicibus in Barcelona

https://www.youtube.com/watch?v=8iGAA4H-Vps

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news-10250 Thu, 24 Mar 2022 17:11:12 +0100 VCD fordert: ÖPNV im Norden ausbauen und krisenfest machen /startseite/detail/vcd-fordert-oepnv-im-norden-ausbauen-und-krisenfest-machen „Zur finanziellen Entlastung der Menschen, ist das geplante 9-Euro Monatsticket für die nächsten drei Monate ein wichtiger Schritt“, sagt Alexander Montana Vorstandsmitglied des VCD Nord. Mit Blick auf den ländlichen Raum wird aus Sicht des VCD jedoch ein grundlegendes Problem deutlich: „Auf dem Land ist der ÖPNV an vielen Orten nicht krisenfest. Vielerorts fährt der Bus einfach viel zu selten oder gar nicht. Da hilft auch kein günstiger Fahrpreis“, so Montana.

Deshalb fordert der VCD Nord eine Zeitenwende im ÖPNV. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Reaktivierung der Bahnstrecke Bergedorf-Geesthacht in die ferne Zukunft verlegt wird, weil das Land Schleswig-Holstein das Geld für den Betrieb derzeit nicht aufbringen kann. „Hier und im gesamten Großraum Hamburg sind die beteiligten Bundesländer aufgerufen, Hamburg besser mit dem Umland zu verbinden und den Hauptbahnhof als Nadelöhr zu entlasten“, fordert Montana. Was kurzfristig für die Infrastruktur des ÖPNV getan werden muss, hat jüngst erst der Landtag in Kiel im Landesnahverkehrsplan beschlossen. Viele Projekte werden jedoch erst 2027 angegangen oder sogar noch später. „Eine Zeitenwende bedeutet jetzt das Ruder rumzureißen und Projekte vorzuziehen. Zudem braucht der ÖPNV als Teil der Daseinsvorsorge gesetzlich verankerte Mindestbedienstandards – am besten jede Stunde in jede Richtung für Orte ab 200 Einwohnern. Der ÖPNV braucht eine sichere Finanzierung für den Betrieb und den Ausbau“, so Montana. Daran soll sich aus Sicht des VCD auch der Bund stärker als bisher beteiligen.

Als gesetzlichen Rahmen auf Bundesebene fordert der VCD ein Bundesmobilitätsgesetz, in dem der Bedarf und die Finanzierung des ÖPNV auch für die Länder festgeschrieben ist. Mehr Infos dazu: www.vcd.org/bundesmobilitaetsgesetz/

 

Rückfragen: Alexander Montana, 017651279312, alexander.montana@vcd-nord.de
 
 Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Schleswig-Holstein und Hamburg.

Pressemitteilung des VCD Landesverband Nord e.V.

Hamburg/Kiel, 24. März 2022

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news-10173 Thu, 10 Mar 2022 15:34:38 +0100 VCD Nord-Sprechstunde: "Parking Day statt Parkplatz!" am 30.3. 19 Uhr /startseite/detail/vcd-nord-sprechstunde-parking-day-statt-parkplatz-am-303-19-uhr  

Mit den Veranstaltungsformat "Park(ing) Day" und der Kinder-Fahrraddemo "Kidical Mass" können wir aufzeigen, wie und weshalb unsere Straßen und öffentlichen Räume den Menschen zurückgegeben werden müssen!

Wir zeigen Euch am 30. März um 19 Uhr wie die beiden Formate organisiert werden und geben Tips zur Vorbereitung und zur Klärung rechtlicher Fragen. Und natürlich sind wir auf Eure Erfahrungen gespannt!

Eingeladen sind alle Mitglieder und Interessierte. Am Ende der Sprechstunde besteht die Möglichkeit mit anderen Aktiven in Kontakt zu kommen.

Die VCD Nord Sprechstunde findet als Zoom-Konferenz statt. Teilnahme über diesen LINK.

Bei Fragen steht Frederik Meißner vom VCD Landesbüro Schleswig-Holstein zur Verfügung: landesbuero-sh@vcd-nord.de

 

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news-10159 Thu, 03 Mar 2022 14:23:08 +0100 Wasserstoffexpertise aus Rüsselsheim trifft Verkehrsinteressierte aus Hamburg /startseite/detail/wasserstoffexpertise-aus-ruesselsheim-trifft-verkehrsinteressierte-aus-hamburg Scheppat lehrt und forscht seit mehr als 20 Jahren an der Hochschule RheinMain zu Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien. Gleich zu Anfang des Vortrags betonte sie, dass eine besondere Motivation für die Forschung mit Wasserstoff die Dekarbonisierung sei, die man im Energiesektor erzielen kann. Speziell für den Bereich Verkehr hebt sie hervor, dass man zwischen den Bedingungen in der Stadt und auf dem Land unterscheiden müsse, um potenzielle Technologien für die Dekarbonisierung im Verkehrssektor sinnvoll einzusetzen. Brennstoffzellenfahrzeuge eignen sich wegen der höheren Reichweite für ländliche Regionen und Langstrecken - was besonders für LKWs nützlich sein dürfte. In Städten lässt sich die Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Autos (E-Autos) mit besserem Kosten-Nutzen-Faktor und somit höherer Dichte aufstellen. Verbunden mit den kurzen Reichweiten und langen Standzeiten, die sich üblicherweise in der Stadt ergeben, lassen sich E-Autos hier ideal einsetzen. Nichtsdestotrotz kann Wasserstoff auch bei E-Autos weiterhin Einsatz finden, z.B. als Speichertechnologie zur Netzstabilisierung bei Ladespitzen. Seit 2019 erforscht Scheppat diese Möglichkeit im Rahmen der Clever Electric City. Dieses Projekt befasst sich mit der Entwicklung und Erforschung eines 1Mh-Batteriespeichers, welches in das lokale Stromnetz in Rüsselsheim integriert ist und überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen zwischenspeichert, um sie zum Laden von E-Autos bereitzustellen.

Eine entscheidende Erkenntnis aus dem Abend ist somit, dass Batterie- und Brennstofftechnologien Hand-in-Hand gehen und nicht gegeneinander ausgespielt werden sollten. Zusammen mit erneuerbaren Energiequellen lässt sich ein Technologie-Dreiklang bilden, um der klimagerechten Verkehrswende einen deutlichen Schub hinsichtlich ökonomischem und bedarfsgerechtem Nutzen zu verschaffen.

Dennoch waren an diesem Abend einige Alleinstellungsmerkmale der Wasserstofftechnologien hervorzuheben. Zum einen ist der Recyclinggrad von Brennstoffzellen mit 90 % wesentlich besser als bei Lithium?Ionen?Batterien, die zudem viele seltene Erden enthalten. Infrastruktur für die Bereitstellung von Wasserstoff ist zum Teil auch bereits vorhanden, z.B. in Form von Gasleitungen. Zudem ist die Unterhaltung dieser Infrastruktur hinsichtlich Kosten und Verwaltung einfacher als bei Ladeinfrastruktur für E-Autos und sie ist um ein vielfaches platzsparender.

Nicht zuletzt ist die Wasserstofftechnologie lukrativer für bereits etablierte Industrien, wie die Ölindustrie, die händeringend nach neuen umweltschonenden Kraftstoffen sucht, um zukunftsfähig zu bleiben. Mithilfe der Brennstoffzellentechnologie können auch die zahlreichen Arbeitsplätze und das riesige Know-How der deutschen Automobilindustrie weiterhin erhalten und genutzt werden, da es sich bei der Brennstoffzelle um eine andere Art von Verbrennungsmotor handelt und somit entsprechende Maschinenkomponenten wie Getriebe, Kupplungen usw. benötigt werden.

Einige wesentliche Fragen und Schwachpunkte werden sich nichtsdestotrotz erst mit der Zeit klären. Bisherige Elektrolyseverfahren zur Umwandlung von Wasser in Wasserstoff (und Sauerstoff) besitzen einen Wirkungsgrad von 70-80 %. Berücksichtigt man, dass Brennstoffzellen ähnlich komplex wie Verbrennungsmotoren sind, wird dieser Wirkungsgrad noch einmal halbiert, um die Bewegung des Autos zu erzeugen. E-Autos besitzen im Gegensatz dazu einen sehr hohen Wirkungsgrad von über 90 %. Es ist wichtig, die Effizienz bei der Erzeugung und Speicherung von Wasserstoffenergie zu steigern, damit die Technologie ökonomischer und somit attraktiver wird. Zuletzt ist es wichtig, dass die Debatte weg von der Frage „Infrastruktur für Wasserstoff- ODER für E-Autos?“ hin zu „Wie können wir Wasserstoff- UND E-Antriebe kosteneffizient, umweltschonend und flächendeckend einsetzen?“ Mit einem solchen Denkansatz kann es uns gelingen, schneller und umfassender auf den Klimawandel zu antworten.

Der Vortragsabend hat schließlich gezeigt, dass es oft helfen kann, die Dinge „Outside of the Box“ und im größeren Zusammenhang zu betrachten und zu diskutieren anstatt Dinge gegeneinander auszuspielen, die gar nicht im Gegensatz zueinander stehen müssen.

 

Sei auch du beim nächsten Mal dabei und diskutiere mit. Wir treffen uns jeden 1. Und 3. Montag im Monat. Weitere Infos bei „Get in touch“ hier auf unserer Website.

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