VCD Nord Nachrichten http://nord.vcd.org de_DE VCD Nord Fri, 27 May 2022 05:22:45 +0200 Fri, 27 May 2022 05:22:45 +0200 TYPO3 EXT:news news-10557 Wed, 25 May 2022 21:25:53 +0200 Themenabend: "9-Euro-Ticket: Und was dann?" /startseite/detail/themenabend-9-euro-ticket-und-was-dann Bei einer einmaligen Aktion kann und darf es nicht bleiben. Gemeinsam mit Euch wollen wir am 30.5 diskutieren, wie der #ÖPNV günstiger und auch in der Fläche attraktiver werden kann. #mobilitätswende

Registrierung unter:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZEqfu-rpz0rG9daj0q02Afa7YZUmYAnXxK2

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

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news-10547 Tue, 24 May 2022 01:08:07 +0200 Der VCD widerspricht: Straßenbahnen sind keine „altmodischen Stahlungetüme“! /startseite/detail/pm-der-vcd-widerspricht-strassenbahnen-sind-keine-altmodischen-stahlungetueme Bei einer modernen Niederflurstadtbahn handelt es sich tatsächlich um einen umweltfreundlichen, barrierefreien und leistungsstarken Verkehrsträger. Auf eigenen, begrünten Trassen, dient eine Stadtbahn einer besseren Stadtgestaltung und einer klimafreundlicheren Umverteilung des Straßenraums. Weltweit haben diese Vorzüge bereits viele Metropolen unter Beweis gestellt.

Der Umweltverband VCD sieht für eine Stadtbahn in Hamburg großes Potenzial bei tangentialen Linien innerhalb der Stadt. Gerade auf diesen Routen ist heute der Auto- dem Busverkehr deutlich überlegen. "Wenn man tangentiale Stadtbahnen mit den bestehenden und neuen Schnellbahnlinien gut verknüpft, entstehen nach 2030 ganz neue Möglichkeiten auf der Schiene in Hamburg unterwegs zu sein, ohne über den überlasteten Hauptbahnhof fahren zu müssen", so Vorstandsmitglied Alexander Montana. So könnte der Nahverkehr in Hamburg abseits der heutigen Schnellbahn ähnlich attraktiv werden.

Der VCD-Nord zeigt sich vor allem darüber verwundert, dass der erste Bürgermeister offenbar den von ihm ausgehandelten Koalitionsvertrag nicht detaillierter kennt. „In der Vereinbarung wurde festgehalten, dass geprüft werden soll, welches Verkehrsmittel die Lücke zwischen Metro- und Expressbussen auf der einen Seite und U-Bahnen auf der anderen Seite schließen könne. Eine solche ernsthafte Prüfung muss jetzt stattfinden“ so Vorstandsmitglied Alexander Montana. Hierzu empfiehlt der VCD-Nord einen Blick nach Kiel - hier wird derzeit ein solcher Systemvergleich angestellt. Stadtbahnen und ein sogenanntes BRT-System mit elektrischen Doppelgelenkbussen werden hier einander gegenübergestellt und sollen die normalen Busse ergänzen. Auch in Berlin wird untersucht, wo neben klassischen E-Bussen neue Systeme für Stadtbahnen und sogar Hybrid-Oberleitungsbusse mit 25 m Länge sinnvoll erscheinen.

Hamburg hat sich als wachsende Stadt ambitionierte Ziele in der Klimapolitik gesetzt. Um klimaneutral zu werden, sollte Hamburg nicht der möglichen Einführung einer Stadtbahn ablehnend begegnen, sondern vielmehr Verkehrsprojekte wie die A 26 Ost, die sehr viel graue Energie binden und den MIV weiter fördern, kritisch hinterfragen. Der Senat muss schnell handeln und darf sich einer sachlichen Debatte über den Einsatz verschiedener öffentlicher Verkehrsträger nicht verschließen. Der Senat kann darüber hinaus schon jetzt mehr Busspuren vor staugefährdeten Kreuzungen ausweisen und die Ampelschaltungen für den Busverkehr deutlich verbessern. Der VCD glaubt zudem nicht, dass man heutige Autofahrer in selbstfahrende MOIAs locken kann. Für eine echte Verkehrswende in Hamburg sind zusätzliche, leistungsfähige und schnelle öffentliche Verkehrsmittel unerlässlich.

 

Kontakt für Rückfragen: geschaeftsstelle@vcd-nord.de, Tel.: 040 / 280 55 120

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news-10542 Sun, 22 May 2022 22:37:27 +0200 Junge VCD-Ortsgruppe Hamburg fordert von SPD sachliche Bewertung aller Verkehrsmittel /startseite/detail/default-79d5405cbf Wer die Straßenbahn als „altmodisches Stahlungeheuer“ betitelt, verkennt, dass sie ein modernes und effizientes Verkehrsmittel ist, mit einem hohen verkehrlichen Nutzen für die Mobilitätswende in unserer Stadt. 

Doch anstatt einer Straßenbahn, versprach der damalige Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) 2012 das „modernste Bussystem Europas“ zu schaffen. Busse sind eine wichtige Ergänzung für den schienengebundenen, öffentlichen Nahverkehr und damit unerlässlich. Allerdings teilen sie sich in Hamburg überwiegend die Fahrstreifen mit Autos, was zu Verspätungen und Unzuverlässigkeit durch Staus führt. Es braucht also auf den Straßen ein überwiegend vom Auto getrenntes Verkehrssystem, wie es moderne europäische Großstädte wie Paris, Amsterdam oder Wien vormachen.

 

Die Straßenbahn und ihre Weiterentwicklung, die Stadtbahn, sind ein solches System – wie auch die S- und U-Bahn. "Dass die SPD eine Stadtbahn jedoch so kategorisch ausschließt, ist unsachlich und steht einem guten öffentlichen Nahverkehr in Hamburg im Weg", kritisiert Lars Michael, Mitglied der Jungen Ortsgruppe Hamburg. Entgegen der Darstellung von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) auf der Landespressekonferenz am 17.05.2022, ist die Stadtbahn platzsparend, effizient und hat eine hohe Beförderungskapazität. Als Niederflur-Variante, mit ebenerdigen Einstiegshöhen wie bei den Hamburger Bussen bietet sie eine barrierefreie und autounabhängige Mobilität für alle.

 

Die SPD verschiebt die Diskussion, indem sie nicht das geeignetste Verkehrsmittel für die unterschiedlichen Gebiete Hamburgs sucht, sondern eine Stadtbahn ausschließt, da sie sich nicht für die Innenstadt eigne. Die Hamburger Innenstadt ist jedoch bereits gut mit S- und U-Bahnen sowie Bussen erschlossen. Eine Stadtbahn kann die bestehenden Schnellbahnen sinnvoll ergänzen. Insbesondere auf tangentialen Routen – also nicht in die Innenstadt führend, sondern wichtige ÖPNV-Knotenpunkte außerhalb des Zentrums miteinander verknüpfend – befördert eine Stadtbahn zuverlässig und schnell mehr Hamburger*innen als es Autos oder Busse können. U- und S-Bahnen sind für solche Tangentialverbindungen wegen der hohen Tunnelbaukosten oft unwirtschaftlich. Anstatt Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen, braucht es eine ernsthafte und sachliche Betrachtung aller Verkehrssysteme.

 

Denn Hamburg wächst, aber der Verkehr muss auf annähernd dem gleichen Raum abgewickelt werden. Wir können es uns also nicht leisten, auf effiziente Verkehrsmittel zu verzichten, nur weil die Hamburger SPD versucht, ihr Gesicht zu wahren. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, sich von veralteten Überzeugungen zu lösen und faktenbasiert eine echte Abwägung zwischen den einsetzbaren Verkehrsmitteln vorzunehmen. Das kann, neben Bussen, U- und S-Bahn, auch eine Stadtbahn bedeuten: leise, modern, barrierefrei, schnell, platzsparend, effizient und emissionsfrei ermöglicht sie eine Fahrt mit Ausblick durch unsere schöne Hansestadt!

 

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Begriffserläuterung: Klassische Straßenbahnen fahren im Autoverkehr mit. Mittlerweile hat sich die Straßenbahn weiterentwickelt und wird in vielen Städten auf eigenen Gleiskörpern getrennt vom Autoverkehr, aber auch in Mischsystemen geführt. Zur Differenzierung wird dafür üblicherweise der Begriff Stadtbahn verwendet.

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Über die JOG Hamburg

Die Junge Ortsgruppe Hamburg (JOG) ist eine Gliederung des VCD Nord, in der sich junge Menschen bis 35 Jahre für eine zukunftsfähige Mobilität für Alle einsetzen.

 

Über den VCD Nord

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Hamburg und Schleswig-Holstein.

 

Kontakt für Rückfragen sowie fachliche Quellen: jog-hamburg@vcd-nord.de

https://nord.vcd.org/der-vcd-nord/jog-hamburg

sowie über die Geschäftsstelle (https://nord.vcd.org/service/kontakt)

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news-10490 Thu, 12 May 2022 12:37:04 +0200 ADFC SH und VCD Nord zur Vereinbarung zur Beseitigung von Wurzelaufbrüchen auf Radwegen: Status Quo-Bestandsaufnahme statt großem Wurf /startseite/detail/adfc-sh-und-vcd-nord-zur-vereinbarung-zur-beseitigung-von-wurzelaufbruechen-auf-radwegen-status-quo-bestandsaufnahme-statt-grossem-wurf iel, 12.05.2022 - Unebene Oberflächen, wellige Wege und Löcher – diese Ärgernisse kennen alle Radfahrer*innen, die im Land unterwegs sind. Als Ursache kann vielerorts ein nahegelegener Baum identifiziert werden. Doch wie kann der Schaden bestmöglich beseitigt werden, und zugleich der Baum geschützt werden? Dieser Fragen ging seit Anfang 2022 eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Verkehrs- wie auch des Umweltministeriums mit Beteiligung von Vertreter*innen der Verbände der Radfahrenden, des Naturschutzes und der Baulastträger nach.

„Wir freuen uns, dass endlich eine langjährige Forderung von den Ministerien aufgegriffen wurde – und in dieser Runde ausführlich diskutiert wurde“, freute sich Stephanie Meyer, Landesvorsitzende des ADFC Schleswig-Holstein e.V..  In engen Abständen traf sich die Arbeitsgruppe, um Sanierungsarten unter den unterschiedlichen Sichtweisen zu diskutieren. „Der Diskussionsprozess war – wie erwartet – nicht immer leicht, aber wir begrüßen, dass alle Seiten sich auf dieses Papier einigen konnten“, stellt Maik-Torben Kristen, Vorstandsmitglied des ökologischen Verkehrsclub VCD Nord, fest.

Für Meyer und Kristen ist aber auch klar: „Diese Vereinbarung schreibt eigentlich nur den aktuellen Stand der Instandhaltung fest. Der große Wurf bleibt hier aus!“ Denn das Papier enthalte lediglich verschiedene Bauweisen zur Sanierung und Instandhaltung von Radwegen. Diese seien zwar von den Interessengruppen bewertet worden. „Auch wenn jeder Wurzelaufbruch vor Ort und als Einzelfall betrachtet werden muss, brauchen wir eine zügige Fortschreibung der Vereinbarung hin zu einer zukunftsgewandten und fahrer*innen- und umweltfreundlicheren Sanierung, die nicht nur die Qualität sichert, sondern ausbaut!“, so Meyer und Kristen.

Auch müsse jetzt zügig die Debatte über einen einheitlichen und hochwertigen Standard beim Neubau von Radverkehrsanlagen begonnen werden. Denn für die Vertreter*innen von ADFC und VCD, Stephanie Meyer und Maik-Torben Kristen, ist klar: „Beim Neubau fehlt es überhaupt an einheitlichen verpflichtenden Standards in Schleswig-Holstein. Radfahrende erwarten gut befahrbare Wege, die bei jedem Wetter befahrbar sind. Dafür eignet sich Asphalt am besten. Denn derzeit kann jeder Baulastträger bauen, wie es ihm gefällt. Mit diesem Wildwuchs bringen wir niemand zum Radfahren und das ist in Zeiten der Klimakatastrophe nicht hinnehmbar. Hier ist das Land gefordert zügig den Dialog wieder aufzunehmen und alle Interessengruppen zu verpflichtenden Zugeständnissen für die Verkehrswende zu bringen!“

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter sh.adfc.de/presse und nord.vcd.org/service/presse



Für Rückfragen:

Stephanie Meyer
Landesvorsitzende

ADFC Schleswig-Holstein e. V.
Herzog-Friedrich-Str. 65, 24103 Kiel
e-mail: stephanie.meyer@adfc-sh.de
Tel.: 04522 / 3257

Frederik Meißner
Büroleiter Schleswig-Holstein

Verkehrsclub Deutschland Nord e.V.
Lerchenstraße 18-20, 24103 Kiel
e-mail: landesbuero-sh@vcd-nord.de

Tel.: 0431-67019533

Über den ADFC Schleswig-Holstein

Der ADFC Schleswig-Holstein e.V. ist mit über 7.200 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Schleswig-Holstein. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf landes-, kreis- und kommunalpolitischer Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Über den VCD Nord

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Schleswig-Holstein und Hamburg.]]>
news-10421 Sat, 07 May 2022 11:00:00 +0200 NMS rauf aufs Rad! Radaktionstag auf dem Großflecken /startseite/detail/nms-rauf-aufs-rad-radaktionstag-auf-dem-grossflecken Radfahren ist in jedem Alter gesund, praktisch und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb let`s radel! ;)

 

Näheres und Mitmachen unter:

https://www.stadtradeln.de/neumuenster

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news-10455 Wed, 04 May 2022 22:06:55 +0200 Kidical Mass Kiel am 14. Mai ab 11 Uhr /startseite/detail/km-kiel Wann: 14. Mai 2022, 11 Uhr

Wo: Start Wilhelmplatz, Ziel Spielplatz Danckwerthstraße

“Würde ich mein Kind hier alleine Rad fahren lassen?”

Dieser Frage muss jede Straße, jeder Rad- und jeder Fußweg in Kiel standhalten. Leider sind auch in der selbsterklärten Fahrradstadt Kiel die meisten Straßen nicht dazu geeignet, dass Kinder und Jugendliche selbständig und selbstbestimmt mobil sein können. Manchmal ist es ein schmaler Fahrradstreifen, während links Lkw vorbeifahren. An anderen Orten verdecken parkende Autos Einmündungen und die dort wartenden Kinder. Oder der Weg ist gänzlich von parkenden Autos blockiert.

Die Kieler Kidical Mass fordert deshalb Vorfahrt für Kinder – nicht für Autos.

Los geht es am 14. Mai um 11 Uhr auf dem Wilhelmplatz. Von dort geht es in kinderfreundlichem Tempo zum Spielplatz Danckwerthstraße in der Wik. Dort wartet ein Fahrradparcours für Kinder (Dank an den ADFC-SH), und es kann auf dem Spielplatz getobt und gepicknickt werden. Picknicksachen bitte selbst mitbringen.

Die Route kann hier im Detail angeschaut werden.

Die Kidical Mass ist eine angemeldete Demonstration und wird von der Polizei begleitet und abgesichert.

Wer kann bei der Kidical Mass mitfahren und mit welchem Fahrzeug?

Ob Kinder, Eltern, Freunde, ob auf dem Fahrrad, Lastenrad, im Kinderanhänger oder auf dem Laufrad: Alle Menschen (auch ohne Kinder) sind eingeladen mitzufahren und ein Zeichen für die Mobilitätswende und für sichere Straßen für alle Menschen zu setzen.

Du möchtest die Kidical Mass bekannt machen?

Dir gefällt die Idee der Kidical Mass und Du möchtest Werbung machen? Hier gibt es ein Plakat zum Ausdrucken als Download.

Fragen?

Viele allgemeine Infos sind auf der Website des Aktionsbünisses unter kinderaufsrad.org zu finden.

Bei weiteren Fragen zur Kidical Mass Kiel schreibe eine E-Mail an kiel@vcd-nord.de

 

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news-10438 Mon, 02 May 2022 16:18:31 +0200 Bicibus Hamburg startet am 13. Mai /startseite/detail/bicibus-hamburg-startet-am-13-mai Wir wollen in Hamburg-Ottensen einen Bicibus ins Leben rufen. Erstmals soll er am 13. Mai 2022 um 7:30 Uhr bei der Paul-Gerhardt-Kirche in Bahrenfeld starten. Gemeinsam und sicher wird er über mehrere Stationen bis zur Schule Rothestraße führen. Sei dabei und melde Dich bei uns! Der Bicibus soll künftig jeden Freitag Morgen anrollen.

Ausführliche Informationen gibt es auf der Bicibus-Seite des VCD Nord.

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news-10392 Mon, 25 Apr 2022 16:35:52 +0200 Sprechstunde: Aktionsformate zum ÖPNV am 27.4., 19 Uhr /startseite/detail/sprechstunde-aktionsformate-zum-oepnv-am-274-19-uhr Zu selten, zu spät, zu teuer, zu langsam oder gar nicht. Der ÖPNV bildet das Rückgrat der Mobiliätswende und hat es dennoch schwer. Ob auf dem Land oder in der Stadt: Der ÖPNV muss besser werden, damit die Mobilitätswende gelingt.

In der offenen VCD Nord Sprechstunde wollen wir uns gemeinsam auf die Suche nach guten Aktionen zum Thema ÖPNV machen und ein paar Beispiele vorstellen. Dabei wollen wir herausfinden, was gute Aufhänger für die Öffentlichkeitsarbeit sind und über Aufwand und Zeiteinsatz sprechen. Und wir sind auf eure Ideen gespannt.

Dauer: 1 Std.

Bei Fragen: Mail an Frederik Meißner vom Landesbüro Schleswig-Holstein, landesbuero-sh@vcd-nord.de

Teilnahmelink per zoom:

https://us06web.zoom.us/j/94160191091?pwd=MkVSRmNRV2J3T09Qd3pyL3NjSFM3Zz09

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news-10348 Mon, 18 Apr 2022 20:39:36 +0200 Neumünster zu Fuß - NEU - Bericht /startseite/detail/neumuenster-zu-fuss-1 Bericht:

Der Rundgang mit neun Interessierten führte im Wohnquartier um die Rudolf-Weißmannn-Str. herum. Am Anfang gab es bereits reichlich Gesprächsbedarf, wegen der Parksituation: das angrenzende Parkhaus und der Großraumparkplatz sind fast leer, dagegen sind die freien Parkplätze am Straßenrand auch im Kreuzungsbereich dicht beparkt, die zu schmalen Absenker deshalb nicht zu gebrauchen. Auch LKW und Lieferwagen werden hier über Nacht und am Wochenende abgestellt. Öffentliche Einrichtungen wie Toiletten, Grünflächen, Ladesäulen, eine Haltestelle oder eine Mobilitätsstation gibt es nicht. In der Brachenfelder Str. wird die Aufenthaltsqualität durch beengte Fuß- und Radwege, sowie 50 km/ h gemindert. Ebenso in der Plöner Straße. Der neue Radwegbelag wurde von der Gruppe vor dem Rathaus begutachtet. Auch hier sind die Wege zwischen Altonaer und Plöner Str. beengt und die Verkehrsführung ist für alle außer für den Autoverkehr teilweise unklar. Über den Jungfernstieg ging es zu der Gedenktafel am Haart 38. Über die Haartallee und die Caspar-von-Saldern-Str. kam die Gruppe zum Baugebiet. Der Rundgang endete vor dem El Paso.

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news-10341 Thu, 14 Apr 2022 10:32:00 +0200 Freitags mit dem BICIBUS in die Zukunft /startseite/detail/freitags-mit-dem-bicibus-in-die-zukunft Die Idee des „Bicibus“, der eine Fahrraddemonstration für und mit Kindern auf dem Schulweg ist, entstand 2021 in Barcelona. Dort bringt der Bicibus bereits in mehreren Orten Spaniens viele Kinder sicher zur Schule. Wie funktioniert das? „Als Gruppe können wir gut sichtbar, sicher auf der Straße fahren und werden somit nicht mehr durch den Autoverkehr gefährdet. Zusätzlich wollen wir den Bicibus als Demonstration anmelden, so dass uns auch die Polizei einen sicheren Schulweg gewähren kann.“ sagt Peters. Er ist überzeugt: „Das Radfahren in der Gruppe bietet nicht nur den so wichtigen Schutz vor dem vielen Autoverkehr, sondern ist auch ein tolles Gefühl für die Kinder und macht richtig viel Spaß.“

„Die Verkehrssicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer*innen sollte das oberste Gebot für uns alle sein“, sagt Jens Deye, Mitglied im Vorstand des VCD Nord. „Trotzdem schafft es Hamburg nicht mal, wie in der StVO vorgesehen, im Umfeld von Schulen vollständig Tempo 30 anzuordnen.“ „Wir brauchen Wohnquartiere, die frei von Kfz-Durchgangsverkehr sind, Straßen auf denen sich Kinder wieder frei bewegen können und insgesamt deutlich weniger Autos, die dort fahren oder auch nur rumstehen“ so Deye weiter.

Der VCD Nord unterstützt den Bicibus neben den Initiativen und Organisationen, wie OttenserGestalten, ADFC Hamburg, Paul-Gerhardt-Kirche und Zusammen Wir. Die aktuellen Planungen sehen vor, den Bicibus um 7:30 Uhr bei der Paul-Gerhardt-Kirche zu starten und dann um kurz vor 8:00 Uhr an der Schule Rothestraße anzukommen.

Derzeit ist der Bicibus noch im Aufbau und es werden Eltern und weitere Interessierte gesucht, die dem Projekt den richtigen Rückenwind geben. Weitere Informationen zum Bicibus finden sich unter https://nord.vcd.org/bicibus. Interessierte können sich melden unter: Bicibus@vcd-nord.de 

„Wir wollen, wenn alles klappt, im Mai, starten“ sagt Finn Peters, „Meldet Euch bei uns und wir bringen den Bicibus gemeinsam ins Rollen“.

 Pressekontakt: 

Jens Deye, Mitglied des Vorstands des VCD Nord, 0171 5059388, jens.deye@vcd-nord.de

Pressefotos Hochaufgelöst: https://nextcloud.vcd.org/index.php/s/q2DwfHTX73oaLsA

Copyright: VCD Nord. Die Nutzung ist für journalistische Berichterstattung zum Thema Radverkehrsförderung bei Nennung der Quelle kostenfrei. Die Bilddateien dürfen zur optischen Anpassung bearbeitet werden. Eine bildinhaltliche Bearbeitung (z. B. digitale Retusche von Personen, Schriften und Gegenständen oder großflächiges Beschneiden des Motives) ist untersagt.

 

weiterführende Links:

Kampagne-Webseite: https://nord.vcd.org/bicibus

Youtube: Deutsche Welle über den Bicibus in Barcelona

https://www.youtube.com/watch?v=45THxeh5kRA

Süddeutsche Zeitung, 20.11.2021: Bicibus in Barcelona – eine reale Utopie

https://www.sueddeutsche.de/politik/bicibus-in-barcelona-eine-reale-utopie-1.5468270

Youtube: Süddeutsche Zeitung über den Bicibus in Barcelona

https://www.youtube.com/watch?v=8iGAA4H-Vps

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news-10250 Thu, 24 Mar 2022 17:11:12 +0100 VCD fordert: ÖPNV im Norden ausbauen und krisenfest machen /startseite/detail/vcd-fordert-oepnv-im-norden-ausbauen-und-krisenfest-machen „Zur finanziellen Entlastung der Menschen, ist das geplante 9-Euro Monatsticket für die nächsten drei Monate ein wichtiger Schritt“, sagt Alexander Montana Vorstandsmitglied des VCD Nord. Mit Blick auf den ländlichen Raum wird aus Sicht des VCD jedoch ein grundlegendes Problem deutlich: „Auf dem Land ist der ÖPNV an vielen Orten nicht krisenfest. Vielerorts fährt der Bus einfach viel zu selten oder gar nicht. Da hilft auch kein günstiger Fahrpreis“, so Montana.

Deshalb fordert der VCD Nord eine Zeitenwende im ÖPNV. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Reaktivierung der Bahnstrecke Bergedorf-Geesthacht in die ferne Zukunft verlegt wird, weil das Land Schleswig-Holstein das Geld für den Betrieb derzeit nicht aufbringen kann. „Hier und im gesamten Großraum Hamburg sind die beteiligten Bundesländer aufgerufen, Hamburg besser mit dem Umland zu verbinden und den Hauptbahnhof als Nadelöhr zu entlasten“, fordert Montana. Was kurzfristig für die Infrastruktur des ÖPNV getan werden muss, hat jüngst erst der Landtag in Kiel im Landesnahverkehrsplan beschlossen. Viele Projekte werden jedoch erst 2027 angegangen oder sogar noch später. „Eine Zeitenwende bedeutet jetzt das Ruder rumzureißen und Projekte vorzuziehen. Zudem braucht der ÖPNV als Teil der Daseinsvorsorge gesetzlich verankerte Mindestbedienstandards – am besten jede Stunde in jede Richtung für Orte ab 200 Einwohnern. Der ÖPNV braucht eine sichere Finanzierung für den Betrieb und den Ausbau“, so Montana. Daran soll sich aus Sicht des VCD auch der Bund stärker als bisher beteiligen.

Als gesetzlichen Rahmen auf Bundesebene fordert der VCD ein Bundesmobilitätsgesetz, in dem der Bedarf und die Finanzierung des ÖPNV auch für die Länder festgeschrieben ist. Mehr Infos dazu: www.vcd.org/bundesmobilitaetsgesetz/

 

Rückfragen: Alexander Montana, 017651279312, alexander.montana@vcd-nord.de
 
 Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Schleswig-Holstein und Hamburg.

Pressemitteilung des VCD Landesverband Nord e.V.

Hamburg/Kiel, 24. März 2022

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news-10173 Thu, 10 Mar 2022 15:34:38 +0100 VCD Nord-Sprechstunde: "Parking Day statt Parkplatz!" am 30.3. 19 Uhr /startseite/detail/vcd-nord-sprechstunde-parking-day-statt-parkplatz-am-303-19-uhr  

Mit den Veranstaltungsformat "Park(ing) Day" und der Kinder-Fahrraddemo "Kidical Mass" können wir aufzeigen, wie und weshalb unsere Straßen und öffentlichen Räume den Menschen zurückgegeben werden müssen!

Wir zeigen Euch am 30. März um 19 Uhr wie die beiden Formate organisiert werden und geben Tips zur Vorbereitung und zur Klärung rechtlicher Fragen. Und natürlich sind wir auf Eure Erfahrungen gespannt!

Eingeladen sind alle Mitglieder und Interessierte. Am Ende der Sprechstunde besteht die Möglichkeit mit anderen Aktiven in Kontakt zu kommen.

Die VCD Nord Sprechstunde findet als Zoom-Konferenz statt. Teilnahme über diesen LINK.

Bei Fragen steht Frederik Meißner vom VCD Landesbüro Schleswig-Holstein zur Verfügung: landesbuero-sh@vcd-nord.de

 

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news-10159 Thu, 03 Mar 2022 14:23:08 +0100 Wasserstoffexpertise aus Rüsselsheim trifft Verkehrsinteressierte aus Hamburg /startseite/detail/wasserstoffexpertise-aus-ruesselsheim-trifft-verkehrsinteressierte-aus-hamburg Scheppat lehrt und forscht seit mehr als 20 Jahren an der Hochschule RheinMain zu Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien. Gleich zu Anfang des Vortrags betonte sie, dass eine besondere Motivation für die Forschung mit Wasserstoff die Dekarbonisierung sei, die man im Energiesektor erzielen kann. Speziell für den Bereich Verkehr hebt sie hervor, dass man zwischen den Bedingungen in der Stadt und auf dem Land unterscheiden müsse, um potenzielle Technologien für die Dekarbonisierung im Verkehrssektor sinnvoll einzusetzen. Brennstoffzellenfahrzeuge eignen sich wegen der höheren Reichweite für ländliche Regionen und Langstrecken - was besonders für LKWs nützlich sein dürfte. In Städten lässt sich die Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Autos (E-Autos) mit besserem Kosten-Nutzen-Faktor und somit höherer Dichte aufstellen. Verbunden mit den kurzen Reichweiten und langen Standzeiten, die sich üblicherweise in der Stadt ergeben, lassen sich E-Autos hier ideal einsetzen. Nichtsdestotrotz kann Wasserstoff auch bei E-Autos weiterhin Einsatz finden, z.B. als Speichertechnologie zur Netzstabilisierung bei Ladespitzen. Seit 2019 erforscht Scheppat diese Möglichkeit im Rahmen der Clever Electric City. Dieses Projekt befasst sich mit der Entwicklung und Erforschung eines 1Mh-Batteriespeichers, welches in das lokale Stromnetz in Rüsselsheim integriert ist und überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen zwischenspeichert, um sie zum Laden von E-Autos bereitzustellen.

Eine entscheidende Erkenntnis aus dem Abend ist somit, dass Batterie- und Brennstofftechnologien Hand-in-Hand gehen und nicht gegeneinander ausgespielt werden sollten. Zusammen mit erneuerbaren Energiequellen lässt sich ein Technologie-Dreiklang bilden, um der klimagerechten Verkehrswende einen deutlichen Schub hinsichtlich ökonomischem und bedarfsgerechtem Nutzen zu verschaffen.

Dennoch waren an diesem Abend einige Alleinstellungsmerkmale der Wasserstofftechnologien hervorzuheben. Zum einen ist der Recyclinggrad von Brennstoffzellen mit 90 % wesentlich besser als bei Lithium?Ionen?Batterien, die zudem viele seltene Erden enthalten. Infrastruktur für die Bereitstellung von Wasserstoff ist zum Teil auch bereits vorhanden, z.B. in Form von Gasleitungen. Zudem ist die Unterhaltung dieser Infrastruktur hinsichtlich Kosten und Verwaltung einfacher als bei Ladeinfrastruktur für E-Autos und sie ist um ein vielfaches platzsparender.

Nicht zuletzt ist die Wasserstofftechnologie lukrativer für bereits etablierte Industrien, wie die Ölindustrie, die händeringend nach neuen umweltschonenden Kraftstoffen sucht, um zukunftsfähig zu bleiben. Mithilfe der Brennstoffzellentechnologie können auch die zahlreichen Arbeitsplätze und das riesige Know-How der deutschen Automobilindustrie weiterhin erhalten und genutzt werden, da es sich bei der Brennstoffzelle um eine andere Art von Verbrennungsmotor handelt und somit entsprechende Maschinenkomponenten wie Getriebe, Kupplungen usw. benötigt werden.

Einige wesentliche Fragen und Schwachpunkte werden sich nichtsdestotrotz erst mit der Zeit klären. Bisherige Elektrolyseverfahren zur Umwandlung von Wasser in Wasserstoff (und Sauerstoff) besitzen einen Wirkungsgrad von 70-80 %. Berücksichtigt man, dass Brennstoffzellen ähnlich komplex wie Verbrennungsmotoren sind, wird dieser Wirkungsgrad noch einmal halbiert, um die Bewegung des Autos zu erzeugen. E-Autos besitzen im Gegensatz dazu einen sehr hohen Wirkungsgrad von über 90 %. Es ist wichtig, die Effizienz bei der Erzeugung und Speicherung von Wasserstoffenergie zu steigern, damit die Technologie ökonomischer und somit attraktiver wird. Zuletzt ist es wichtig, dass die Debatte weg von der Frage „Infrastruktur für Wasserstoff- ODER für E-Autos?“ hin zu „Wie können wir Wasserstoff- UND E-Antriebe kosteneffizient, umweltschonend und flächendeckend einsetzen?“ Mit einem solchen Denkansatz kann es uns gelingen, schneller und umfassender auf den Klimawandel zu antworten.

Der Vortragsabend hat schließlich gezeigt, dass es oft helfen kann, die Dinge „Outside of the Box“ und im größeren Zusammenhang zu betrachten und zu diskutieren anstatt Dinge gegeneinander auszuspielen, die gar nicht im Gegensatz zueinander stehen müssen.

 

Sei auch du beim nächsten Mal dabei und diskutiere mit. Wir treffen uns jeden 1. Und 3. Montag im Monat. Weitere Infos bei „Get in touch“ hier auf unserer Website.

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news-10154 Thu, 03 Mar 2022 09:51:24 +0100 PM: Gemeinsame Begehung des alten Wasserturms der Senatoren Dr. Tjarks und Dr. Dressel mit dem VCD Nord /startseite/detail/pm-gemeinsame-begehung-des-alten-wasserturms-der-senatoren-dr-tjarks-und-dr-dressel-mit-dem-vcd-n  

Bei dieser Gelegenheit bekräftigte Alexander Montana, Vorstandsmitglied des VCD Nord: „Der alte Wasserturm als neues Bahndenkmal zeigt, wie wichtig der Bahnverkehr für Altona war und ist. Auch die Verlegung des Bahnhofs nach Diebsteich ändert an diesem Umstand nichts. Im Rahmen des Dialogforums Schiene Hamburg-Altona diskutieren Deutsche Bahn, Hamburger Senat und VCD wichtige Punkte für die nachhaltige Entwicklung in Hamburg und dem gesamten Norden!“ Der VCD Nord arbeitet in diesem Gremium mit den Verantwortlichen Senatoren Dr. Andreas Dressel und Dr. Anjes Tjarks sowie den Planungsverantwortlichen der DB AG an einer Berücksichtigung der ökologischen Verkehrswende beim Um- und Ausbau des schienengebundenen Verkehrs in Hamburg. Im Fokus steht die Verlegung des Fernbahnhofs Altona an den neuen Standort Diebsteich.

Der VCD Nord ist im Dialogforum durch Alexander Montana vertreten, künftig außerdem unterstützt durch das Vorstandsmitglied Lars Michael.

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news-10106 Tue, 22 Feb 2022 11:07:40 +0100 PM: VCD begrüßt Einrichtung einer Fahrradstaffel bei der Kieler Polizei /startseite/detail/pm-vcd-begruesst-einrichtung-einer-fahrradstaffel-bei-der-kieler-polizei „Eine Fahrradstaffel bringt die Polizei näher zu den Bürgerinnen und Bürgern und ist im Gegensatz zum Streifendienst im Auto besser ansprechbar“, sagt Frederik Meißner, einer der Sprecher des Kieler VCD. Befürchtungen, das Augenmerk der neuen Einsatzgruppe könnte vor allem auf Verstößen durch Radfahrenden liegen, teilt der VCD dabei zunächst nicht. „Wir hoffen, dass die Beamtinnen und Beamten vom Fahrrad aus zunehmend für die Belange des Rad- und Fußverkehrs sensibilisiert werden“, sagt Meißner. Dabei wünscht sich der VCD vor allem mehr Aufmerksamkeit bei Gefährdungen von Radfahrenden und Fußgängern durch zugeparkte Wege, zu geringe Überholabstände und versperrte Sichtachsen.

Der Kieler VCD hofft, dass die zunächst als Pilotprojekt angelegte Fahrradstaffel auch über ein Jahr hinaus fortgeführt wird. „In Kiel wird viel Rad gefahren, da muss auch die Polizei auf dem Rad im Alltag präsent sein“, so Meißner abschließend.

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news-10105 Mon, 21 Feb 2022 18:23:52 +0100 Jetzt VCD Nord Mitglied werden und gewinnen /startseite/detail/jetzt-vcd-nord-mitglied-werden-und-gewinnen Verkehrswende - integrativ, sowie sozial- und klimagerecht. Dafür arbeiten wir nicht nur als VCD, sondern unsere VCD-Kollegin Katja Diehl hat darüber auch ein Buch geschrieben. Mit „Autokorrektur“ möchte sie Lust machen, auf eine Gesellschaft, die  gemeinsam eine attraktive und klimafreundliche Zukunft für alle baut.  Eine Zukunft, die mehr Lebensqualität in Städten und auf dem Land bietet sowie moderne Formen von Arbeit berücksichtigt.

Alle Neumitglieder des VCD Nord, die zwischen dem 21.Februar und 21. März beigetreten sind, haben die Chance eins von zwei signierten Exemplaren zu gewinnen.

Eine Leseprobe findest Du hier: https://www.fischerverlage.de/buch/katja-diehl-autokorrektur-mobilitaet-fuer-eine-lebenswerte-welt-9783103971422 

 

Was musst Du machen, um ein Exemplar von „Autokorrektur“ zu gewinnen?

Werde zwischen dem 21. Februar und dem 21. März Mitglied im VCD Nord. Dazu musst Du zum Zeitpunkt des Beitritts in Schleswig-Holstein oder Hamburg wohnen.

Zum Beitrittsformular geht es HIER

Zu den Teilnahmebedingungen.

Wir freuen uns über Deine Teilnahme und wünschen Dir viel Glück beim Gewinnspiel!

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news-10089 Thu, 17 Feb 2022 10:39:10 +0100 PM: VCD fordert schnelle Reaktivierung der Bahn nach Geesthacht /startseite/detail/pm-vcd-fordert-schnelle-reaktivierung-der-bahn-nach-geesthacht „Ein weiteres Abwarten bei der Reaktivierung für die Verkehrswende benötigter Bahnstrecken können wir uns nicht länger leisten“, sagt Maik Kristen, Vorstandssprecher für Schleswig-Holstein beim VCD Nord. Besonders ärgerlich ist aus Sicht des VCD, dass es nach Aussage des Landes an den jährlich 17 Millionen Euro Betriebskosten scheitern soll. Währenddessen steigen die jährlichen Bundesmittel, die an die Länder zum Betrieb des ÖPNV gezahlt werden. Trotzdem will das Land abwarten und hofft auf mehr Geld vom Bund. „Der Bund muss selbstverständlich ausreichende und damit zukünftig mehr Mittel für die Länder bereitstellen. Schleswig-Holstein ist allerdings trotzdem aufgefordert, ambitionierter bei der Reaktivierung vorzugehen“, so Kristen. Dazu gehöre auch, andere Prioritäten im Landeshaushalt zu setzen. „Besonders Schleswig-Holstein hat einen riesigen Nachholbedarf beim Klimaschutz im Verkehrssektor. Deshalb dürfen Projekte wie die Reaktivierung nach Geesthacht nicht länger hinten angestellt werden“, sagt Kristen mit Blick auf das Straßensanierungsprogramm bis 2030, für das in der aktuellen Legislatur 360 Mio Euro vom Land bereit gestellt werden. „Wenn bis 2030 alle Landesstraßen in einem Top Zustand sind, ist die Verkehrswende in Schleswig-Holstein dadurch kein Stück weiter gekommen“, kritisiert Kristen.

Darüber hinaus sieht der VCD bei der Betrachtung der Betriebskosten für die Bahn, Einsparungen durch den möglichen Wegfall paralleler Busverkehre nicht berücksichtigt. „Eine Verringerung der Betriebskosten in Millionenhöhe“, so Kristen.

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news-10076 Mon, 14 Feb 2022 14:13:37 +0100 PM: Wohnungsbau und Verkehrswende nicht gegeneinander ausspielen /startseite/detail/pm-wohnungsbau-und-verkehrswende-nicht-gegeneinander-ausspielen „Eine Versachlichung der Debatte um die Bahn ist dringend nötig“, sagen Timo Höfker und Norbert Nussel vom VCD in Flensburg. Während in der Diskussion um die Bahnreaktivierung immer wieder die vermeintliche Lärmbelastung durch regelmäßig fahrende Züge ins Spiel gebracht wird, betonen die Sprecher des VCD Flensburg: „Das Fahrgeräusch moderner elektrischer Triebwagen ist leiser als das eines Linienbusses.“ In Höhe der Heinrichstraße, wenige Hundert Meter vom möglichen Endhalt am ZOB entfernt, würden die Züge zudem höchstens 30 Kilometer pro Stunde fahren und entsprechend leise sein. „Ohnehin wird beim Thema Lärm, angesichts mehrerer stark befahrener Straßen in der Flensburger Innenstadt, der falsche Fokus gesetzt“, so Höfker und Nussel. Das Scheitern eines Bauprojekts einer möglichen Bahnreaktivierung zuzuschreiben, können die VCD Vertreter deshalb nicht nachvollziehen.

Stattdessen betonen beide die Notwendigkeit die Verkehrswende in Flensburg weiter voran zu bringen: „Die Führung der Bahn bis zum ZOB bringt unter dem Strich nur Vorteile - für den Klimaschutz und für die positive Entwicklung der Innenstadt.“ Dabei denkt der VCD auch an Immobilienbesitzer und Projektentwickler: „Der Wert einer Immobilie steigt durch Nähe zu einem Bahnhalt für gewöhnlich.“

 

Infos zum Thema Lärm und Bahn in Flensburg:

https://nord.vcd.org/der-vcd-nord/ortsgruppe-flensburg/news/neuer-bahnhalt-flensburg-stadt-am-zob-fragen-und-antworten/

Unter Bahnhalt Flensburg Stadt: Leiden die Anwohnenden unter den Emissionen (Lärm, Feinstaub) durch den Zugverkehr?“

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news-10065 Thu, 10 Feb 2022 17:07:43 +0100 Themenabend "Mobilität und Wasserstoff" am 14.02.22 um 18:30 Uhr online /startseite/detail/themenabend-mobilitaet-und-wasserstoff-am-140222-um-1830-uhr-online Am Montag, dem 14.02.22 veranstalten wir einen weiteren Themenabend mit einem Technologiefokus. Dieses Mal wollen wir etwas zum Thema „Mobilität und Wasserstoff“ erfahren.  

 

Wasserstoff wird zurzeit von der Politik, in der Wissenschaft und Industrie gerne als das Mittel der Wahl angegeben, dass die Klimaproblematik nachhaltig lösen soll. Und auch in der Öffentlichkeit stößt das Thema Wasserstoff oftmals auf deutlich weniger Vorbehalte als E-Autos und E-Busse. Welche Technologie sich aber genau hinter dem „Zauberwort“ Wasserstoff verbergen soll, ist oftmals unklar, gibt es doch viele unterschiedliche Verfahren, wie Wasserstoff als Energieträger eingesetzt werden könnte. Viele angedachte Anwendungen sind noch weit davon entfernt in der Breite eingesetzt zu werden. Mit einem ersten Hochlauf der Technologie im industriellen Bereich wird frühestens 2027 gerechnet und bevor massenhaft „Wasserstoffbusse“ durch die Gegend fahren, wird es bestimmt noch einige Jahre länger dauern.  

 

Wir möchten deswegen gerne mit Prof. Birgit Scheppat von der Hochschule Rhein Main über die Möglichkeiten, Grenzen und Entwicklungshorizonte der dennoch vielversprechenden Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Verkehrssektor sprechen. 

 

Anmeldung über den folgenden Link:

 

https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZwrdeytrDwrEtF_Cj5frqe4IkPJwasU_Dq4

 

 

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Die Junge Ortsgruppe Hamburg

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news-10063 Thu, 10 Feb 2022 16:10:06 +0100 VCD Nord Sprechstunde: Was bringt das Jahr 2022? (am 23.2. 19 Uhr) /startseite/detail/vcd-nord-sprechstunde-was-bringt-das-jahr-2022-am-232-19-uhr  

Ab sofort bieten wir dazu jeden letzten Mittwoch im Monat um 19 Uhr unsere VCD Nord-Sprechstunde an.

Nach dem Motto „Eine Thema, eine Stunde“ wollen ins Gespräch über unterschiedliche Anliegen und Themen im Landesverband kommen.

Aber natürlich ist auch immer Platz für Eure Fragen, Anregungen und Probleme!

Unser erstes Treffen findet am Mittwoch, den 23. Februar, 19 Uhr statt.

Das Treffen findet über den Online-Videokonferenzdienst zoom statt.

Ihr könnt Euch den Link auch für die kommenden Treffen speichern:

https://us06web.zoom.us/j/94160191091?pwd=MkVSRmNRV2J3T09Qd3pyL3NjSFM3Zz09

Bei Fragen meldet Euch gerne bei Frederik Meißner, unserem Kieler Büroleiter, unter landesbuero-sh@vcd-nord.de

Viele Grüße,

Jan Voß, für den Landesvorstand

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news-10015 Thu, 03 Feb 2022 11:03:43 +0100 PM: Wrist-Kellinghusen muss endlich auf die Schiene /startseite/detail/pm-wrist-kellinghusen-muss-endlich-auf-die-schiene „Bei der Reaktivierung von Bahnstrecken können wir uns derartige Verzögerungen nicht mehr leisten“, sagt Maik Kristen, Vorstandsprecher für Schleswig-Holstein des VCD Nord. Vor allem mit Blick auf den immensen Nachholbedarf beim Klimaschutz im Verkehrssektor muss der Bahn bei der Finanzierung und Planung endlich Vorrang eingeräumt werden. Der VCD richtet seine Kritik dabei nicht nur an das Land: „Bund und Land müssen die Planungs- wie auch die Finanzierungssicherheit für die Schiene gewährleisten“, so Kristen. Im Rahmen der kürzlich angekündigten sog. „Schienen-Hanse“ der Nord-Bundesländer erwartet der VCD von der Landesregierung zudem eine deutliche Beschleunigung und dauerhafte Sicherstellung der Gelder der ausstehenden Schienenreaktivierungen in Schleswig-Holstein. Zur Planungsbeschleunigung muss die neue Bundesregierung zeitnah eine Gesetzesänderung vorlegen.

Bei der Reaktivierung der 2,8 Kilometer zwischen Wrist und Kellinghusen darf es nach dem Willen des VCD ohnehin nicht bleiben. Mittelfristig müssen neue Bahnachsen als Alternative zur geplanten A20 geschaffen werden. „Die klimaschonende Verkehrswende wird nicht gelingen, wenn weiter Autobahnen geplant werden und bereits kleine Bahnprojekte nicht annähernd im Zeitplan realisiert werden können“, so Kristen abschließend.

Ursprungsmeldung bei Nahverkehr Hamburg

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news-9950 Sat, 22 Jan 2022 14:54:44 +0100 Der VCD-Nord begrüßt Konkretisierung der Planungen: Hamburg schiebt Machbarkeitsstudie für neuen S-Bahntunnel zwischen Hauptbahnhof und Altona (Diebsteich) an. /startseite/detail/der-vcd-nord-begruesst-konkretisierung-der-planungen-hamburg-schiebt-machbarkeitsstudie-fuer-neuen-s-b Der VCD Nord begleitete diese Planungen von Anfang an und wird seine Kritik konstruktiv in den weiteren Prozess einbringen. Der ökologische Verkehrsclub begrüßt, dass nun auch erstmals alternative Trassenführungen des neuen Tunnels untersucht werden sollen. Eine ganzheitliche Untersuchung der Planung, die auch mögliche Alternativen zum S-Bahntunnel einschließt, wie Optimierungen auf Basis des bestehenden Netzes oder eine mögliche zweite Elbquerung, die auch klimaschutztechnischen Faktoren des Baus berücksichtigt, darf hierbei nicht zu kurz kommen. Eine für den VCD wichtige Aufgabe wird es zudem sein, im Dialogforum „Schiene Hamburg-Altona“ die Untersuchung und das gesamte Tunnelprojekt im Hinblick auf die Anbindung an den neuen Fernbahnhof kritisch zu prüfen.

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news-9942 Thu, 20 Jan 2022 19:41:59 +0100 VCD Hamburg beginnt das Jahr mit einem intensiven Austausch zu E-Bussen /startseite/detail/vcd-hamburg-beginnt-das-jahr-mit-einem-intensiven-austausch-zu-e-bussen 2020 hat der Hamburger Senat entschieden, nur noch emissionsfreie Busse für den HVV beschaffen zu lassen und eine klimafreundliche Umstellung der gesamten Flotte auf E-Busse bis 2030 durchzuführen. Zurzeit sind jedoch gerade mal 140 von über 1.700 Bussen bei Hochbahn und VHH elektrisch. Zeit also, die Elektrifizierungsbemühungen des Hamburger Senats stärker in den Mittelpunkt zu rücken, schließlich hängt hiervon auch im großen Maße der Erfolg der Verkehrsziele im Hamburger Klimaplan ab. Auch die junge Ortsgruppe Hamburg möchte dieses Thema in diesem Jahr intensiver behandeln. Eingeladen waren zwei ausgewiesene Experten für den Input. Mina Eskander von der Helmut-Schmidt-Universität gab einen Einblick in die aktuelle Forschung zur Ladeinfrastruktur für Elektrobusse in Hamburg, der ergänzt wurde von Richard Kayser von der Technischen Universität Dresden mit einer Einführung in das System „Hybrid-Oberleitungs-Bus“ (HO-Bus).

Nach den Inputvorträgen blieb ausreichend Zeit für den Austausch mit den gut 30 interessierten Teilnehmer*innen. So konnte an dem Abend ein aktueller und praktischer Blick in die derzeitige Umstellung des Busverkehrs in Hamburg gegeben und zugleich verdeutlicht werden, wie andere Städte, wie bspw. Marburg, die Herausforderung der Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge bewerkstelligen. Im Anschluss an die Vorträge konnten alle Interessierten Fragen an die Experten stellen.

In Hamburg ist alles auf den Betriebshof ausgerichtet

Herr Eskander stellte in seinem Vortrag den aktuellen Stand der Forschung im Bereich Ladeinfrastruktur und Lademanagement in Hamburg vor. Hierbei gab er auch Einblicke in die derzeitige Elektrifizierungsstrategie der beiden größten Hamburger Busbetreiber Hochbahn und VHH. Besonders erscheint, das in der Hansestadt alle Busse ausschließlich auf den Busbetriebshöfen geladen werden sollen. Ein „Gelegenheitsladen“ zum Beispiel an Linienendpunkten an Strommasten ist in Hamburg demnach nicht mehr vorgesehen. Aufgrund der aktuellen Analyse der Forscher an der Helmut-Schmidt-Universität wird jedoch ein unterbrechendes Laden, also nicht das stete vollladen der Batteriebusse vorgeschlagen, um Lastspitzen zu reduzieren. Die größten Herausforderungen sind Eskander zu Folge, die begrenzende Stromversorgung an den aktuellen Betriebshöfen und Lieferschwierigkeiten bei E-Bussen, die einen Ausbau der E-Bus-Flotte begrenzen. Demnach kann es als eine herausfordernde Aufgabe gesehen werden, die Elektrifizierungsziele zu erfüllen.

HO-BUS-System – Aufladung über Oberleitung

Herr Kayser stellte in seinem Vortrag eine Alternative, das neue System „HO-Bus“ vor. Hierbei handelt es sich um einen Oberleitungsbus, der ebenfalls mit einem Akkumulator ausgestattet ist und somit Strecken emissionsfrei ohne Oberleitung bedienen kann. Eine Aufladung der E-Busse kann dann im laufenden Betrieb über die Oberleitung abgewickelt werden. Der Oberleitungsanteil der Strecke sollte mindestens 40 bis 50 % betragen. Gute Grundvoraussetzung für die Einführung eines solchen Systems sind eine hohe Auslastung von Strecken, auf denen idealerweise mehrere Linien gebündelt werden. Eine Voraussetzung, die in Hamburg vor allem auf den Metrobusstrecken häufig als gegeben angesehen werden kann. Die größten Herausforderungen bei der Einführung sind die hohen Kosten bei der Implementierung, auch wenn die dann geschaffene Infrastruktur langfristig nutzbar ist. Außerdem stehe das System immer auch in Konkurrenz zur Einführung eines Stadtbahnsystems. Dennoch haben sich mehrere Städte, unter anderem Berlin, für die Einführung eingesetzt.

In Hamburg fehlt es an öffentlicher Diskussion bei der Bus-Systemfrage

In der folgenden Diskussionsrunde wurde darüber gesprochen, ob ein HO-Bus-System in Hamburg tatsächlich zum Einsatz kommen könnte. Herr Eskander bezweifelte, dass im Hinblick auf die Senatspolitik und der öffentlichen Meinung eine Einführung möglich wäre, wobei sich die Teilnehmer:innen des Abends einig waren, dass das System nicht bekannt genug ist und ein öffentlicher Diskurs erst angestoßen werden müsse. Ein weiterer Punkt ist die mögliche Nutzung von Oberleitungsinfrastruktur als Mittelspannungsnetz für weitere Infrastruktur, wie zum Beispiel Schnellladesäulen für E-Mobilität. Hier wies Herr Kayser auf die rechtlichen Hürden hin, dass derartige netzseitige Verknüpfungen in Deutschland rechtlich nicht gestattet sind. Hier sieht die junge Ortsgruppe Hamburg dringen Handlungsbedarf.

Sei auch du beim nächsten Mal dabei und diskutiere mit. Wir treffen uns jeden 1. Und 3. Montag im Monat. Weitere Infos bei „Get in touch“ hier auf unserer Website.

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news-9919 Fri, 14 Jan 2022 21:08:42 +0100 VCD unterstützt Tempo 30-Initiative für mehr Verkehrssicherheit und Gesundheit /startseite/detail/vcd-unterstuetzt-tempo-30-initiative-fuer-mehr-verkehrssicherheit-und-gesundheit „Lärm, Gestank, schlechte Luft und Unfallfallgefahren - all dies wird bei Tempo 30 gegenüber 50 km/h deutlich reduziert,“ sagt Frederik Meißner vom Kieler VCD. Kaum ein Thema sorgt bei Anwohnern für so viel Frust wie die leidigen Debatten über Tempo 30. „Dass Kommunen nicht selbst entscheiden dürfen, wo Tempo 30 eingerichtet wird, ist einfach nicht nachvollziehbar“, berichtet Meißner. Besonders ärgerlich: Bisher ist an vielen Stellen nur Tempo 30 möglich, wenn zu vor bereits eine Gefahrenstelle bzw. ein Unfallschwerpunkt existiert. „Das Prinzip ‚Erst muss was passieren‘ ist angesichts der kommunalen Selbstverpflichtung zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs nicht mehr zeitgemäß“, so Meißner. Stattdessen sollte durch Tempo 30 die Sicherheit flächendeckend für Radfahrer und Fußgänger erhöht werden.

Doch auch jenseits der Verkehrssicherheit sieht der VCD großes Potential durch mehr Tempo 30: „Verkehrslärm macht krank, deshalb müssen endlich wirksame Maßnahmen getroffen werden.“ Mit Tempo 30 wird eine wichtige Grundlage geschaffen, Städte lebenswerter zu gestalten. 

Ein Flickenteppich aus Bereichen mit Tempo 30 und Tempo 50 ist dabei jedoch nicht zielführend.

„Tempo 30 muss in der Stadt die Regel werden und 50 km/h nur noch die Ausnahme auf Hauptstraßen“, so Meißner. Für Autofahrer dürfte sich durch die niedrigere Regelschwindigkeit wenig ändern. „Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten dürfte die Durchschnittsgeschwindigkeit bereits heute deutlich unter 30 km/h liegen“, so Meißner abschließend.

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news-9827 Tue, 28 Dec 2021 12:46:00 +0100 Themenabend "Elektrifizierung des Busverkehrs" 17.01.2022 /startseite/detail/themenabend-elektrifizierung-des-busverkehrs-17012022 Am 17.01.22 ab 18:30 Uhr findet der von der Jungen Ortsgruppe Hamburg organisierte  Online-Themenabend zum Thema "Elektrifizierung des Busverkehrs" mit zwei spannenden Gästen statt. Prof. Dr. Ing. Arnd Stephan von der TU Dresden wird einen Vortrag “Hybridoberleitungsbusse – technische und wirtschaftliche Vorraussetzungen” halten, und Mina Eskander von der Helmut Schmidt Universität wird über die “Ladeinfrastruktur für Elektrobusse” referieren. Im Anschluss gibt es dann Raum für Fragen und ausgedehnte Diskussionen mit den Experten. Wir freuen uns über ein zahlreiches Erscheinen und einen interessanten Austausch!

Zur Teilnahme ist eine kurze Anmeldung für die Veranstaltung erforderlich unter:

https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZMrd-6vrjIvEtDXbjGWXq4xLCLCI-hBv5O9

Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme an der Online-Veranstaltung.

Viele Grüße
Die Junge Ortsgruppe Hamburg

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news-9812 Thu, 16 Dec 2021 17:42:06 +0100 PM: Landesnahverkehrsplan: Gute Ansätze für die Bahn im Norden- aber zu wenig und zu spät /startseite/detail/pm-landesnahverkehrsplan-gute-ansaetze-fuer-die-bahn-im-norden-aber-zu-wenig-und-zu-spaet "Viele gute Ansätze, aber dennoch zu wenig und zu spät", so fasst Maik Kristen, Sprecher des VCD Landesverbands Nord, die Sichtweise des ökologischen Verkehrsclubs zusammen. Im Prinzip seien im Landesweiten Nahverkehrsplan all die Projekte enthalten, die bereits seit Jahren diskutiert werden. Dazu gehören auch die Reaktivierungsprojekte Niebüll-Flensburg, Ascheberg-Neumünster und die Anbindung der Flensburger Innenstadt. "Das ist ein wichtiges Signal", so Kristen.

Problematisch ist aus Sicht des VCD jedoch, dass viele Projekte weder mit einer Finanzierung noch einem Umsetzungshorizont hinterlegt sind. "In den Ausbau der Schieneninfrastruktur muss endlich Tempo rein! Aktuelle Reaktivierungsprojekte, wie bei Hein Schönberg zeigen, wie es in Zukunft nicht mehr ablaufen darf", kritisiert Kristen. Die Bahnstrecke von Kiel zum Schönberger Strand sollte ursprünglich bis 2023 fertig gestellt sein, derzeit ist eher von 2025 auszugehen, weil Planungsbehörden des Landes den Prozess verzögerten.

Dennoch sieht der VCD viel Positives: Die Elektrifizierung der Marschbahn und der Ausbau zwischen Kiel und Preetz sowie die Taktverdichtung zwischen Segeberg und Bad Oldesloe sind wichtige Projekte. Auch die formulierten Ziele, wie 20 Prozent mehr Fahrgäste gegenüber 2019 und den barrierefreien Umbau aller Bahnstationen im Land begrüßt der VCD ausdrücklich.

Rückenwind für den Ausbau der Schiene wünscht sich der VCD auch von der neuen Bundesregierung. "Der Koalitionsvertrag lässt zumindest hoffen, dass künftig mehr Geld in den Ausbau der Schiene und nach Schleswig-Holstein fließt", dafür sollte sich die Landesregierung selbstbewusst in Berlin einsetzen, so Kristen abschließend.

Rückfragen: Maik Kristen, maik.kristen@vcd-nord.de, 0156 78 42 44 45

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Schleswig-Holstein und Hamburg.

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news-9796 Wed, 15 Dec 2021 11:15:34 +0100 PM: Mit Tempo 30 in die Verkehrswende starten /startseite/detail/pm-mit-tempo-30-in-die-verkehrswende-starten Jens Deye, Vorstandsmitglied des VCD Nord, begrüßt diese Position: "Im Gegensatz zu vielen anderen Maßnahmen im Verkehrssektor ist Tempo 30 für die ganze Stadt, eine sehr schnell umsetzbare Maßnahme, mit breiter Wirkung." Neben der direkten Senkung des CO2-Ausstoßes des Kfz-Verkehrs durch einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss, zähle hier besonders die positive Wirkung auf andere Verkehrsträger. "Wir erreichen so ein besseres Miteinander im Straßenverkehr, insbesondere Radfahren wird dadurch attraktiver. Aber auch der ÖPNV profitiert durch den besseren Verkehrsfluss, weniger Stau und dem zunehmenden Zeitgewinn auf der Schiene oder eigenen Busspuren", so Deye

Zudem seien die positiven Effekte im Lärmschutz und bei der Verkehrssicherheit wichtige Argumente für Tempo 30. Für das erreichen der Vision Zero, also keinen tödlichen oder nicht reversiblen Schäden bei Verkehrsunfällen, ist Tempo 30 auch auf den Hauptstraßen unverzichtbar. 

"Die Bundesregierung ist deshalb gefordert Tempo 30 als flächendeckende Regelgeschwindigkeit innerorts auszuweisen und endlich die Vorgaben dafür zu schaffen. Das Straßenverkehrsgesetz muss dringend entsprechend  modernisiert werden", so Deye.

[1] https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburger-Klimabeirat-empfiehlt-Tempo-30-in-der-ganzen-Stadt,klimabeirat102.html

Kontakt für Rückfragen: Jens Deye, Mitglied des Landesvorstandes, jens.deye@vcd-nord.de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Schleswig-Holstein und Hamburg.

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news-9756 Thu, 02 Dec 2021 18:02:03 +0100 Why we cycle | 14.12. 19 Uhr: Online-Filmabend mit anschließender Diskussion /startseite/detail/why-we-cycle-1412-19-uhr-online-filmabend-mit-anschliessender-diskussion Diskussion zum Film

Im Anschluss an den Film diskutiert Frederik Meißner vom ökologischen Verkehrsclub VCD mit

Anika Meenken, Referentin beim VCD für Mobilitätsbildung und Radverkehr,

Max Dregelies, Vorsitzender des Mobilitätsforums Kiel

und Nils Dohse vom Forum Nachhaltigkeit im Amt Schrevenborn

darüber, was wir aus “why we cycle” für Schleswig-Holstein mitnehmen können.

Teilnahmelink

Der Online-Filmabend findet über den Videokonferenzdienst Zoom statt. Zur Teilnahme einfach auf folgenden Link klicken, eine Anmeldung ist nicht erforderlich:

https://us06web.zoom.us/j/86051644903?pwd=dzF0YXYwOG5tWkYzMG85SUkxdFVwQT09

Die Filmabende des VCD Nord werden durch die Projektförderung der Bingo Umweltlotterie Schleswig-Holstein unterstützt. Vielen Dank!

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news-9722 Tue, 23 Nov 2021 21:13:47 +0100 Pressemitteilung: Sicherer Schulweg - geschützter Radweg in der Lindenstraße /startseite/detail/pressemitteilung-sicherer-schulweg-geschuetzter-radweg-in-der-lindenstrasse Wir vom VCD sind für eine möglichst schnelle Dauereinrichtung der Protected Bike Lane in der Lindenstraße. Denn die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen geht vor! Andere AnwohnerInnen konnten bereits einen deutlich ruhigeren Verkehrsfluss wahrnehmen. Wenn der geschützte Radweg ab Dezember dauerhaft eingerichtet wird, klappt es auch bald besser mit der Straßenreinigung ”

Auch Stephanie Wendt ist Wittorferin und ganz anderer Meinung als der ältere Herr: “Den Verkehrsraum gerecht für alle Verkehrsteilnehmer aufzuteilen, sollte das oberste Leitbild in der Verkehrsplanung der Stadt Neumünster sein. Es kann keine Priorität haben, einen lang geforderten, sicheren Radweg für Schüler*innen wieder gegen kürzere Wege zum parkenden Fahrzeug einzutauschen. Dieser Radweg ist längst überfällig und sollte schnellstmöglich dauerhaft errichtet werden!”

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news-9540 Tue, 16 Nov 2021 00:10:00 +0100 Bus und Bahn: Fahrpreise, Job- und Sozialticket, Handy-App und mehr! /startseite/detail/bus-und-bahn-fahrpreise-job-und-sozialticket-handy-app-und-mehr Volkswirtschaftler und Germanist Jörg Ludolph ist bei NAH.SH, der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH in Kiel (mehr), zuständiger Refernt für Tarif und Vertrieb.
NAH.SH sorgt im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein für 

  • Planung, Bestellung und Qualitätssicherung des Schienen-Personennahverkehrs
  • Weiterentwicklung des landesweiten Schleswig-Holstein-Tarifs
  • Weiterentwicklung des Nahverkehrs auf Schiene und Straße gemeinsam mit den Kreisen, kreisfreien Städten, dem Land sowie den Bahn- und Busunternehmen in Schleswig-Holstein.

Gesellschafter der NAH.SH GmbH sind das Land Schleswig-Holstein, die 15 Kreise und kreisfreien Städte. Ziel von NAH.SH ist es, mit einem attraktiven Angebot mehr Fahrgäste für den öffentlichen Nahverkehr in Schleswig-Holstein zu gewinnen. Mit Erfolg: Seit 1995 ist die Nachfrage landesweit um rund 70 Prozent gestiegen.

Alles rund ums Jobticket

  • Herr Ludolph: Wieviel spart man beim Jobticket? Ab wann lohnt es sich? Rechnet sich das Job-Ticket denn auch für NAH.SH?

Für den Stadtverkehr Flensburg gibt es seit 2021 ein Jobticket für Beschäftigte und Auszubildende. Dafür schließt der Arbeitgeber einen Rahmenvertrag mit Aktiv Bus Flensburg GmbH. Das ist bereits ab 5 Jobticket-Nutzer:innen im Unternehmen möglich. Das Ticket gilt im gesamten Bereich Flensburg.

Es gibt zwei Rabattstufen:

  Rabattstufe 1
Beschäftigte
Rabattstufe 2
Beschäftigte
Rabattstufe 1
Auszubildende
Rabattstufe 2
Auszubildende
Monatskarte normal 43,75 Euro 43,75 Euro 29,17 Euro 29,17 Euro
Arbeitgeber gibt 15 Euro 30 Euro 15 Euro 30 Euro
NAH.SH-Rabatt 10 Euro 20 Euro 10 Euro 20 Euro
Kundin zahlt: 18,75 Euro 0 Euro 4,17 Euro 0 Euro

Bei Rabattstufe 2 lohnt sich das Jobticket also schon für Sie, wenn Sie nur einmal im Monat mit dem Bus fahren! Insgesamt gibt es trotzdem Einnahmen, denn wir gewinnen neue Fahrgäste und der Arbeitgeberzuschuss kommt dem Busunternehmen zugute. Und auch die Natur ist ein Gewinner!

Besonderer Bonus: Wie bei anderen Monatskarten kann man bis zu 3 Kinder unter 6 Jahren mitnehmen und zusätzlich an Samstagen, Sonn- und Feiertagen kostenlos eine weitere Person und maximal 3 Kinder unter 15 Jahren.

Mehr Information:
- Jobticket Tarifraum Flensburg –  mehr
- Jobticket weiterer Tarifraum – mehr

Jobticket: Billiger als Sozial- und Schülerticket??

  • Sozial Schwache und Schüler:innen zahlen dann für die Monatskarte erheblich mehr als Arbeitende mit Jobticket!

Wir können das Jobticket so günstig anbieten, weil die Arbeitgeber dazuzahlen. Wenn die Fahrpreise für Sozialtickets günstiger werden sollen, ist ein Zuschuss von staatlicher Seite nötig. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Man kann die Fahrpreise senken und den Verkehrsunternehmen im Nachhinein die Mindereinnahmen erstatten. 
    Es ist jedoch recht kompliziert, die Mindereinnahmen zu errechnen. Außerdem ist die Zustimmung verschiedener Gremien und der Verkehrsunternehmen nötig. Und es bleibt das Risiko, dass zu wenig Geld in die Kasse kommt.
  • Die zweite Möglichkeit: Man leistet einen direkten Zuschuss, z.B. über die Schulämter und Sozialämter.
    Dieser Weg ist aus unserer Sicht besser. Denkbar ist auch hier ein Modell wie das Jobticket: Ein Zuschuss der Stadt wird mit einem Rabatt auf den Fahrkartenpreis belohnt. Wenn die Nachfrage dadurch genügend steigt, ist ein Ausgleich der Mindereinnahmen nicht nötig. 

Fahrgäste zurückholen in Busse und Bahnen

  • Durch Corona hat der öffentliche Verkehr Einbußen erlebt. Gleichzeitig brauchen wir Bus und Bahn als Hauptträger für die Verkehrswende. Wie lassen sich Fahrgäste zurückgewinnen?

Aus Forschung und langjährigen Erfahrungen wissen wir, dass Fahrgäste gern mit uns fahren, wenn das Angebot sicher und umfangreich ist. Das heißt konkret:

  • Eine Haltestelle in der Nähe, an der regelmäßig Bus, Bahn, Fähre etc. fahren
  • Eine sichere und saubere Umgebung an Haltestellen und in Fahrzeugen
  • Gute Anschlusssicherung, so dass die Fahrgäste ohne Verzögerung ans Ziel kommen
  • Freundliches und verfügbares Personal.

Clevere Routenplaner- und Ticket-Apps tragen ebenfalls dazu bei, Bus und Bahn angenehmer zu machen. Am Ende kommt es aber auf die Basics oben an.

Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Die Bedeutung wird jedoch oft überschätzt. In der Marktforschung rangiert der Preis immer hinter den oben genannten Gründen für die Nutzung des ÖV. Preisveränderungen haben nur eine geringe Auswirkung auf die Nachfrage: Wenn man die Preise um 10 Prozent senkt, fahren nur etwa 3 Prozent mehr Menschen mit den Öffis. Eine Ausnahme ist es, wenn z.B. wie beim Jobticket die Preissenkung sehr drastisch ist. 

Marketing-Aktionen können dabei durchaus hilfreich sein. Durch sie können Menschen neu entdecken, wie gut ihr Nahverkehr ist. Dabei sollten solche Aktionen nicht zu einer punktuellen Überfüllung von Bussen und Bahnen führen. Denn lange Wartezeiten, verschmutzte Haltestellen und Fahrzeuge, ein Fahrplan, der aus den Fugen gerät, und unfreundliche Busfahrer – Autofahrer, die solche Erfahrungen machen, werden den Nahverkehr nicht in guter Erinnerung behalten.

Günstig unterwegs mit der Flensburger Fairtiq-App

  • Thema Apps: Die Flensburger App Fairtiq (mehr) rechnet immer die günstigste Fahrkarte ab, z.B. Einzelfahrt oder Tageskarte. Welche weiteren Vorteile für Fahrgäste wären durch eine digitale Fahrpreiserhebung möglich?

In der  NAH.SH-App gibt es noch keine Bestpreis-Abrechnung, da sind uns die Flensburger tatsächlich einen Schritt voraus. 
Bei Bezahl-Apps gibt es zwei Varianten:

  • Das klassische Handyticket, mit dem die Kundin vor Fahrtantritt eine bestimmte Fahrkarte für eine festgelegte Strecke erwirbt (Prepaid).
    Eine Bestpreisabrechnung ist grundsätzlich auch für dies Modell möglich. Das ist auch für uns eine interessante Option, der wir nachgehen wollen.
  • Neuere Systeme, bei denen die Kundin sich eincheckt, fährt und nach Ende der Fahrt für die gefahrene Strecke eine Fahrkarte zugeordnet bekommt.
    Bei solchen Systemen ist die Bestpreisabrechnung am Ende des Tages üblich.

Für den SH-Tarif haben wir gerade ein Vergabeverfahren gestartet für ein System, bei dem die Kundin bei Fahrtantritt eincheckt und dann nichts weiter tun muss. Der Start ist für 2023 geplant, 2022 werden wir erste Tests durchführen.

Dies sogenannte Check-in/Be-out-System (CiBo) ermöglicht zudem besondere Tarife, bei denen beispielsweise nach Kilometern (Luftlinie oder gefahrene Strecke) abgerechnet wird oder die Fahrgäste sich eine eigene “Home-Zone” erfahren können, d.h. einen Bereich, in dem sie am häufigsten unterwegs sind und für den dann mit einer Flatrate abgerechnet wird.

Kosten: Wieviel bezahlen die Fahrgäste, wieviel bezahlt der Staat?

  • Wie werden Busse und Bahnen denn finanziert? In Flensburg, so heißt es, finanziert sich der Busverkehr zu 80% durch die Ticketpreise und zu 20% aus staatlichem Zuschuss.

Vor Corona ging man davon aus, dass etwa die Hälfte der Kosten für den ÖV durch Ticketeinnahmen finanziert wird, die andere Hälfte vom Staat, also ein Verhältnis von 50:50.
Der Nachfragerückgang im Zuge der Pandemie führte zwischenzeitlich zu einem Verhältnis von eher 70% staatlichen Mitteln und 30% Fahrgeldeinnahmen.
Die künftige Entwicklung lässt sich noch nicht exakt voraussagen. Man muss jedoch zunächst von einem erhöhten Staatsanteil ausgehen. Das stellt natürlich für die Finanzierung der Verkehrswende eine erhebliche Belastung dar.

Die Stadt Flensburg hat im Jahr 2021 insgesamt 2.335.166,- Euro vom Land Schleswig-Holstein für den ÖPNV erhalten. Grundlage dafür ist die “Landesverordnung über die Finanzierung des übrigen öffentlichen Personennahverkehrs vom 27. November 2020” (ÖPNV FinVO – mehr).
Diese Mittel sind zweckgebunden für den ÖPNV zu verwenden (Verkehrsverträge, Infrastruktur, Marketing etc.) und dienen zudem dazu, die übertragene Aufgabe der Genehmigungsbehörde für den Linien- und Gelegenheitsverkehr abzugelten.

Wie hoch die Fahrgeldeinnahmen in Flensburg sind, kann exakt nur die Stadt Flensburg mitteilen. Wir gehen jedoch davon aus, dass das Verhältnis von Fahrgeldeinnahmen zu staatlichen Mitteln hier höher sind als im landesweiten Durchschnitt. Dies ist bei dicht besiedelten Stadtgebieten meist der Fall. Dort sind schlicht mehr Fahrgäste je Fahrzeug zu erwarten.

Finanzierung des ÖV: Durch Fahrgäste, Staat und Nutznießer

  • Gibt es denn außer Fahrgästen und Staat noch andere Möglichkeiten, den öffentlichen Verkehr zu finanzieren?

Beim Jobticket sehen wir eine dritte Säule der Finanzierung: Die Arbeitgeber tragen einen Teil der Kosten. Denn sie haben selbst einen Nutzen davon: Ihre Beschäftigten sind entspannt und sicher unterwegs, Parkplätze werden eingespart, das Unternehmen zeigt Umwelt-Engagement, die Aufwendungen sind sozialabgabenfrei. Daher haben sie einen Anreiz, sich an der Finanzierung des Nahverkehrs zu beteiligen. Wir sprechen hier von Nutznießer-Finanzierung.

Der Ausbau dieser Nutznießer-Finanzierung als dritte Säule der Finanzierung ist aus unserer Sicht notwendig für die Umsetzung der Verkehrswende und für den Ausbau der Mobilität von morgen.

Andere Beispiele dafür sind: Eine kommunal erhobene Arbeitgeberabgabe, eine verstärkte Parkraumbewirtschaftung, Mautgebühren für Autos in der Innenstadt, ein Bürgerticket u.ä. All dies ist im europäischen Ausland seit vielen Jahren gelebte Selbstverständlichkeit, stärkt den öffentlichen Verkehr und trägt maßgeblich zur Verkehrswende bei.

Familien mit kleinen Kindern: Mit Lastenrad in den Zug?

  • Letzte Frage: Im Schienenverkehr dürfen in Schleswig-Holstein Tandems mitgenommen werden, aber keine Lastenräder. Das ist ein Nachteil für Familien, die z.B. mit Kleinkindern unterwegs sind. Sehen Sie eine Möglichkeit, diese Bestimmung zu ändern?

Wir freuen uns, dass immer mehr Familien ihre Kleinkinder klimaschonend mit dem Lastenrad statt mit dem Pkw herumfahren. Gleichzeitig dienen die Beförderungskapazitäten in Bahn und Bus in erster Linie zur Beförderung von Personen. Wir müssen genügend Beförderungsfläche haben, denn vorrangig sollen z.B. Mütter mit Kinderwagen und Bewegungseingeschränkte, z.B. mit Rollator, mitfahren können.
Aber wir denken darüber nach und prüfen unsere umfangreichen Bestimmungen zur Mitnahme von Fahrrädern aller Art sowie weiteren Gefährten mit Rädern immer wieder.
Langfristig wird nur eine entschlossene Ausweitung der Transportkapazitäten in Bus und Bahn helfen, um die Mobilität – einschließlich der Verknüpfung alter und neuer Formen – ins 21. Jahrhundert zu holen. 

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