VCD Nord Nachrichten http://nord.vcd.org de_DE VCD Nord Mon, 30 Jan 2023 15:09:58 +0100 Mon, 30 Jan 2023 15:09:58 +0100 TYPO3 EXT:news news-12576 Sun, 29 Jan 2023 20:00:09 +0100 Rundgang an der Schwale, Ripenstr., Holsatenring und Wittorfer Str. /startseite/detail/rundgang-an-der-schwale-ripenstr-holstenstr-und-wittorferstr news-12542 Fri, 20 Jan 2023 11:52:25 +0100 PM: Verkehrsclub kritisiert Ergebnisse zu Durchbindungen am Hauptbahnhof /startseite/detail/pm-verkehrsclub-kritisiert-ergebnisse-zu-durchbindungen-am-hauptbahnhof Nach der Berichterstattung des Mobilitätsnachrichtenportals NAHVERKEHR HAMBURG über die Ergebnisse einer Studie zur Durchbindung von Regionalzügen am Hamburger Hauptbahnhof, zeigt sich der ökologische Verkehrsclub VCD enttäuscht. Auf besonderes Unverständnis stoßen dabei die Argumente der Hamburger Verkehrsbehörde gegen kurzfristige Verbesserungen.

Der VCD Nord hatte schon vor mehreren Jahren Konzepte zur Durchbindung der Züge aus Richtung Elmshorn und Buchholz bzw. Lüneburg über den Hamburger Hauptbahnhof erarbeitet. Derzeit enden Regionalzüge am Hauptbahnhof und warten dort bis zu 45 Minuten auf die Rückfahrt. In dieser Zeit kann aus der selben Richtung kein anderer Zug in den Hauptbahnhof einfahren. Würde jedoch stattdessen der Zug aus Buchholz nach kurzem Halt Richtung Itzehoe weiter fahren, würden Kapazitäten im Hauptbahnhof frei.

Die Argumentation des Gutachtens, der Durchbindung stünden die Ausgestaltung der Verkehrsverträge mit den Eisenbahnunternehmen und teilweise zu kurze Bahnsteige entgegen, will der VCD nicht gelten lassen. „Verkehrsverträge sind nicht in Stein gemeißelt und Bahnsteige können in überschaubarer Zeit verlängert werden. Darauf zu verzichten und mit weiteren Verbesserungen bis zum Umbau des Hauptbahnhofs bis zum Jahr 2033 zu warten ist den Fahrgästen gegenüber inakzeptabel“, sagt VCD Nord Vorstandsmitglied Alexander Montana.

Auch dem Argument des Gutachtens, dass Durchbindungen generell anfälliger für Verspätungen seien, widerspricht der VCD. "Derzeit steht mindestens ein Zug aus Kiel samt Personal im Hauptbahnhof. Würde man diesen als Reservezug nutzen und bei größeren Verspätungen für einen anderen Zug einschieben, könnte die Qualität insgesamt sogar verbessert werden" so Montana.

Im Kieler Verkehrsministerium hat man das Konzept des VCD bereits mit Interesse aufgenommen. Der VCD Nord hofft nun zeitnah das gesamte Gutachten vorgelegt zu bekommen und fordert, dass das Fahrplankonzept des VCD ebenfalls gutachterlich geprüft und berücksichtigt wird.

Das VCD Konzept im Überblick:

  • einheitliche Doppelstockzüge zwischen Itzehoe und Uelzen sowie zwischen Kiel und Bremen
  • 6 Minuten Halt im Hamburger Hauptbahnhof mit bahnsteiggleichem Umstieg auf die andere Linie (Itzehoe-Uelzen / Kiel-Bremen)
  • Durch kürzeren Aufenthalt der Züge im Hauptbahnhof mehr Kapazität durch entfallende Kreuzungsfahrten
  • spätestens mit Fertigstellung des Fernbahnhof in Diebsteich 2027, direkte Verbindungen aus Niedersachsen zu den Bahnhöfen Dammtor und Diebsteich
  • Verlängerung einzelner Bahnsteige in Schleswig-Holstein und Niedersachsen nötig. Dies ist jedoch schneller zu realisieren als neue Gleise zu bauen
  • ab 2027 Halt von allen Zügen in Harburg, Bergedorf und Diebsteich
  • Überprüfung von Fernverkehrshalten in Dammtor zugunsten eines besseren Regionalverkehrs
  • Fahrten über die heutige Güterumgehungsbahn
  • Langfristig sollen Fahrgäste in Pinneberg und Harburg bahnsteiggleich umsteigen können, um von dort mit einem Regionalzug nach Barmbek und in die City Nord fahren zu können


Was läuft aus Sicht des VCD derzeit falsch im Hauptbahnhof?

  • Züge des metronom meist 15 min am Bahnsteig und wechseln dabei die Fahrtrichtung.
  • In der Zeit kann dann kein weiterer Zug, bspw. ein ICE, den belegten Bahnsteig anfahren.
  • Für viele Fahrgäste bedeutet die Endstation Hauptbahnhof ein Zwangsumstieg auf die S-Bahn, was zu unnötigen Fußwegen führt und den Bahnhof zusätzlich belastet.
     
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news-12522 Mon, 16 Jan 2023 17:59:10 +0100 PM: Ökologischer Verkehrsclub fordert Expressbusse für Pendler der AKN /startseite/detail/pm-oekologischer-verkehrsclub-fordert-expressbusse-fuer-pendler-der-akn „Die Einschränkungen während der Bauzeit der S21 dürfen nicht dazu führen, dass Menschen auf das Auto umsteigen“, sagt Alexander Montana, Vorstandsmitglied beim VCD Nord.

Der VCD Nord schlägt deshalb vor, in Zeiten in denen zwei Ersatzverkehr-Busse verkehren, einen als Expressbus vom ZOB in Quickborn über Ellerau zur AKN Haltestelle Schnelsen fahren zu lassen. „Mit einem Expressbus auf dem Abschnitt Quickborn – Schnelsen wären Fahrgäste nur 10 Minuten länger unterwegs als ursprünglich mit der Bahn“, so Montana. Der Bus müsste in Quickborn so starten, dass er pünktlich zur Ankunft der AKN aus Kaltenkirchen in Ellerau die Fahrgäste aufnehmen kann.

Angesichts der massiven Probleme mit Zugausfällen und Ersatzverkehren auch an anderen Orten in Schleswig-Holstein fordert der VCD Nord mehr Einsatz auch des Landes um die Qualität des SPNV sicher zu stellen. „Baumaßnahmen, Betreiberwechsel und Personalausfälle dürfen nicht dazu führen, dass Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind, auf der Strecke bleiben“, so Montana.

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news-12490 Mon, 09 Jan 2023 23:29:23 +0100 Neumünster zu Fuß: Wittorf und Hostenring /startseite/detail/neumuenster-zu-fuss-2 Der neue Weg an der Schwale soll für die gemeinsame Benutzung von Fuß- und Radverkehr ausgelegt sein. Dabei ist kürzlich auch ein neue Ampelquerung am Holstenring entstanden. Wie geeignet und „gehfreundlich“ sind die alten und neuen Gehwege in dem Bereich? Was könnte verbessert werden, um beispielsweise die Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Sicherheit zu erhöhen? Unter diesen Fragestellungen findet der Spaziergang statt. Interessierte AnwohnerInnen sind dazu herzlich eingeladen.

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news-12420 Fri, 16 Dec 2022 13:30:39 +0100 Podiumsdiskussion: (4)9 Euro Ticket ein Anfang - wie geht's weiter? - Mobilität für alle gewährleisten! /startseite/detail/podiumsdiskussion-49-euro-ticket-ein-anfang-wie-gehts-weiter-mobilitaet-fuer-alle-gewaehrleisten Unsere Gäste werden sein:

Herrn Prof und Dr. Knie, Leiter der Forschungsgruppe „Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung“ des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH;

Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des HVV;

Dorothee Martin, Verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion

Dr. Anjes Tjarks, Hamburger Senator für Verkehr und Mobilitätswende

Wolfgang Völker, "Hamburg traut sich was"

Durch den Abend wird die Moderatorin Siri Keil führen.

Diskutieren wollen wir mit unseren Gästen:
 

  • welche Effekte das 9-Euro-Ticket für die Nutzer:innen, das Mobilitätsverhalten und Klimabilanz hatte,
  • wie das bundesweite 49 Euro Ticket zu einem für alle gut finanzierbaren Modell weiterentwickelt werden kann,
  • welche konkreten Konsequenzen dies für das bisher obligatorische Semesterticket für Studierende hat,
  • was das für die Zuschüsse beim Sozialticket bedeutet,
  • inwiefern eine Unterstützung von Jobtickets (im Rahmen des Deutschlandtickets) geplant ist,
  • wie die Möglichkeit eingeschätzt wird, ergänzende Finanzierungsmodelle bis hin zum kostenfreien Ticket auszubauen.

Zum Bündnis "9-Euro-Ticket-Forever!"

Unser Bündnis hat sich im Verlauf des Sommers konstituiert und ist ein Zusammenschluss von mehr als 30 unterschiedlichen Organisationen aus dem sozial-, umwelt- und verkehrspolitischen Spektrum. Unser Ziel ist kurzfristig ein möglichst kostengünstiges, mittelfristig sogar kostenfreies deutschlandweites Nahverkehrssticket. 

Für alle die der Veranstaltung im Livestream folgen wollen, wird am 9.1.2023 ein Link auf der Webseite https://www.9-euro-ticket-forever.de/ veröffentlicht.
 

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news-12419 Fri, 16 Dec 2022 10:05:05 +0100 VCD Nord fordert Kampf gegen Klimakrise statt gegen Demonstrierende /startseite/detail/vcd-nord-fordert-kampf-gegen-klimakrise-statt-gegen-demonstrierende Für den Landesvorstand des VCD Nord macht Maik Kristen, Vorstandsmitglied des VCD Nord klar:

„Als VCD Nord sind wir Teil der Klimaschutzbewegung und stehen solidarisch zu den Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe „Aufstand der letzten Generation“. Wenn friedliche Aktivist*innen kriminalisiert, körperlich angegriffen und in einigen Bundesländern auf Grundlage fragwürdiger rechtlicher Grundlage präventiv inhaftiert werden, können wir als zivilgesellschaftliche Organisation, die selbst auch immer wieder auf die Straße geht, nicht schweigen!

So wie die gesamte Klimabewegung fordert die „Letzte Generation“ von der Bundes- und Landesregierung die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens, die Umsetzung des Klimaschutzgesetzes und den Erhalt einer bewohnbaren Welt als Grundrecht der kommenden Generationen, wie es auch vom Bundesverfassungsgericht als staatliche Pflicht festgelegt wurde. Das ist kein Extremismus, sondern aktive Teilhabe am demokratischen Diskurs.

Wer derartige Teilhabe kriminalisieren will, wie es der Antrag der FDP-Fraktion suggeriert, legt die Axt an unsere liberale Demokratie, für die die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit unerlässlich sind.

Damit würde der Willkür Tür und Tor geöffnet werden, weil nicht klar ist, wo Grenzen gezogen werden sollen und wann andere Gruppierungen ins Visier geraten. Das ist nicht akzeptabel. Außerdem obliegt es unseren Gerichten im Einzelfall darüber zu entscheiden, ob Verhalten strafbar ist und nicht den Parlamenten.

Auch sind die Forderungen der Gruppe, wie etwa das 9-Euro-Ticket und ein Tempolimit auf Autobahnen, weit entfernt von radikalen Utopien, sondern sind gut erprobt und werden von einer Mehrheit der Menschen im Land unterstützt.

Gerade im Verkehrssektor bleiben Fortschritte bei der Reduzierung der CO2-Emissionen bisher aus. Es werden noch immer so viele Treibhausgasemissionen ausgestoßen wie 1990, weil mehr Autos und Lkw fahren, anstatt weniger. Deswegen braucht es eine Abkehr von der Förderung des Kfz-Verkehrs und des Autobahnbaus und stattdessen mehr Investitionen in die Schiene, den ÖPNV und Rad- und Fußwege.“

Der VCD Nord erwartet daher von der Politik auf allen Ebenen endlich Ihren Fokus auf die Bekämpfung der Klimakrise zu legen, statt auf die Aktivistinnen, die Untätigkeit der Politik aufmerksam machen!

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news-12380 Thu, 01 Dec 2022 19:15:20 +0100 Einladung zum Online-Diskussionsabend am 05.12.22: Parkhäuser für die Mobilitätswende? /startseite/detail/online-diskussionsabend-am-051222-parkhaeuser-fuer-die-mobilitaetswende Am nächsten Montag, 05.12.2022 um 18:30 Uhr werden wir beim Online-Diskussionsabend das Prinzip der Äquidistanz von Janna vorgestellt und skizzenhaft auf Hamburg angewendet bekommen. Äquidistanz bedeutet die Angleichung der Entfernung von der Wohnung zur Bushaltestelle oder U-Bahnstation mit der Entfernung zum geparkten Auto. Äquidistanz kann dazu beitragen, die Attraktivität der Verkehrsmittel anzugleichen. Bestehende Autoparkhäuser bieten deshalb großes Potenzial für die Mobilitätswende in Hamburg. Gemeinsam können wir darüber diskutieren, welche Rolle (bestehende) Parkhäuser für die Mobilitätswende in Hamburg spielen (können), welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen und welche Grenzen das Prinzip der Äquidistanz hat.
 
Schaltet euch dazu und diskutiert mit! Wir freuen uns!

 

Parkhäuser für die Mobilitätswende in Hamburg?
Uhrzeit: 5.Dez. 2022 18:30 Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

Zoom-Meeting beitreten
https://us06web.zoom.us/j/85093893986?pwd=cEhzVHJMaUdPSU1mMGJCdHZ3RGZnQT09

Meeting-ID: 850 9389 3986
Kenncode: 463107

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news-12348 Mon, 21 Nov 2022 16:07:34 +0100 Einladung zum Diskussionsabend für einen Verkehrsentwicklungsplan in Hamburg /startseite/detail/diskussionsabend-jog-verkehrsentwicklungsplan-hamburg Liebe Engagierte, liebe Mitglieder,

die Junge Ortsgruppe Hamburg (JOG) lädt zu einem Online-Diskussionsabend zum Thema "Verkehrsentwicklungsplan für Hamburg" am 21.11.2022 ab 18 Uhr ein.
Nach einem kurzen thematischen Impuls möchten wir ausführlich über alle wesentlichen Eckpunkte sprechen, die in einem zukünftigen Verkehrsentwicklungsplan für die Hansestadt einen Platz finden sollen und insbesondere für welche Positionen sich der VCD in Zukunft stark machen soll.

Mit dem Verkehrsentwicklungsplan (VEP) soll festgelegt werden, über welche Maßnahmen sich der Verkehr in Zukunft entwickeln wird und wie die Ziele der Verkehrswende tatsächlich erreicht werden sollen. Hamburg verfügt derzeit nicht über einen derartigen Plan, arbeitet aber seit 2019 an dessen Erstellung. Höchste Zeit also, dass auch der VCD die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema lenkt. Gemeinsam wollen wir über alle Ideen, Erwartungen, Vorschläge sprechen und diese mit ausgiebig diskutieren.

Wir freuen uns sehr, wenn Ihr/Sie am 21. mit dabei seid/sind!

Die Einwahldaten lauten wie folgt:

Thema: JOG - Diskussionsabend zum Thema "Verkehrsentwicklungplan für Hamburg"

Uhrzeit: 21.Nov. 2022 18:00 Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

Zoom-Meeting beitreten:
https://us06web.zoom.us/j/83684050049?pwd=c0F4R005MjlEU2YrUGhKSUNXWHNMdz09

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news-12327 Thu, 17 Nov 2022 00:07:20 +0100 Sperrung Berlinertordammbrücke beispielhaft für schlechte Baustellenführung des Rad- und Fußverkehrs /startseite/detail/pm-baustellenfuehrung-veloroute-8-am-berliner-tor-sperrung-fuer-den-radverkehr news-12293 Thu, 10 Nov 2022 14:12:41 +0100 „Gute Steuerprognosen für echte Investitionen in Bus, Bahn und Fahrrad nutzen!“ /startseite/detail/gute-steuerprognosen-fuer-echte-investitionen-in-bus-bahn-und-fahrrad-nutzen Kiel, 10.11.2022 - Der Klimawandel ist jetzt, und er hat sich auch im Oktober wieder mit überdurchschnittlich und unnatürlich hohen Temperaturen gezeigt. Der Verkehrssektor verfehlt seit Jahren die gesetzlich vorgeschriebenen Einsparungsziele, er muss endlich seinen wirksamen Anteil an der Reduzierung der CO2-Emissionen leisten. Dazu braucht es stärkerer Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen auf allen Ebenen und mit allen Verkehrsmitteln. Die Zeit zur Umsetzung läuft uns davon!

Deshalb fordern die drei nachhaltigen Umwelt- und Verkehrsverbände ADFC Schleswig-Holstein, PRO BAHN Schleswig-Holstein/Hamburg und VCD Nord das Land Schleswig-Holstein auf, mit starker Stimme für eine nachhaltige, schnelle und sozial gerechte Mobilitätswende mit einem starken Umweltverbund aus Bahn, Bus, Fahrrad- und Fußverkehr einzutreten und als Land Schleswig-Holstein sichtbar voranzugehen!

"Insbesondere bei der guten prognostizierten Finanzlage für die nächsten Jahre muss die Landesregierung jetzt mehr finanzielle und personelle Ressourcen in den Umweltverbund investieren. Alle Schienen- und Fahrradinfrastrukturprojekte sind schnell und zügig zu planen und umzusetzen. Jetzt ist die Zeit, auch Kreise und Kommunen zu befähigen, ihren Anteil leisten zu können. Dafür sind Straßeninfrastrukturprojekte nachrangig zu behandeln! Wenn wir eine wirkliche Wende des Verkehrsverhaltens schaffen, braucht es keine neuen Umgehungsstraßen! Hören Sie sofort auf Straßen zu bauen, die in 10 Jahren niemand mehr braucht, weil wir mit Bus, Bahn, Fahrrad und zu Fuß sicher und unabhängig mobil sein können."

Deshalb fordern die Umwelt- und Verkehrsverbände konkret:

  • Bevorzugte schnelle und zügige Planfeststellung aller Schieneninfrastrukturprojekte im Amt für Planfeststellung Verkehr. Dort sind im Fall begrenzter Ressourcen Straßeninfrastrukturprojekte wie zum Beispiel      Umgehungsstraßen umgehend nachrangig zu behandeln.
  • Sicherung der Finanzierung aller Schieneninfrastrukturprojekte im Landesweiten Nahverkehrsplan (LNVP) 2022 bis 2027 und des ÖPNV unter Berücksichtigung der steigenden Energiepreise und von angemessenen Gehältern.
  • Darüber hinaus müssen weitere zusätzliche Finanzmittel für spürbare Angebotsoffensive bei Bahnen, Bussen und Alternativen Bedienungsformen bereitgestellt werden
  • Schaffung einer Stabsstelle „Mobilitätswende“ im Verkehrsministerium zur Bündelung der Planungsexpertise im Umweltverbund. Zugleich kurzfristige Neuaufstellung des Landesbetriebs für Verkehr mit einem eigenen Geschäftsbereich für nachhaltige Mobilität mit Schwerpunkt auf Planungen und Bau von Infrastruktur von hochwertigen Rad- und Fußverkehrsanlagen und Mobilitätsknotenpunkten.
  • Förderung von Planstellen für die Radverkehrskoordination auf Kreisebene durch das Land nach Baden-Württembergischem Vorbild.

Dazu sagen:

Stephanie Meyer, Landesvorsitzende ADFC Schleswig-Holstein e.V.:

„Wir haben dieses Jahr alle wieder gesehen und gespürt, dass wir mitten in der Klimakrise sind. Mit der Radstrategie 2030 haben wir in Schleswig-Holstein einen ambitionierten Plan, das klimafreundliche Fahrrad deutlich zu fördern. Fachkräfte und Finanzmittel aber sind begrenzt und werden derzeit weiter überwiegend für autozentrierte Projekte eingesetzt. Die Landesregierung ist hier gefordert, endlich Farbe zu bekennen und die Prioritäten auch in ihrer Verwaltung und im Haushalt 2023 auf klimafreundliche Mobilität zu setzen! Das Verkehrsministerium und der Landesbetrieb für Verkehr können hier Vorreiter und Hilfestelle für Kreise und Kommunen werden, wie fahrradfreundliche Infrastruktur fachlich gut geplant und gebaut wird.“

Stefan Barkleit, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg:

"Sofern das Angebot mit Bahnen und Bussen schnell und zügig weiter ausgebaut werden soll, so dass mehr Menschen auf die Verkehrsträger des Umweltverbundes umsteigen können, braucht es eine schnelle und zügigere Planung und Umsetzung von Schieneninfrastrukturprojekten. Die Reaktivierung der Bahnstrecke Kiel - Schönberger Strand, bei der vom Beginn der Vorplanung bis zur Inbetriebnahme der Bahnstrecke voraussichtlich fast 14 Jahre vergangen sein werden, ist ein mahnendes Beispiel. Des Weiteren braucht es weitere zusätzliche Finanzmittel, um sowohl den Ausbau des Angebotes mit Bahnen, Bussen und Alternativen Bedienungsformen als auch eine substantielle Verbesserung der Gehälter im ÖPNV sicherzustellen, denn: Es braucht schnell und zügig zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Maik-Torben Kristen, Vorstandsmitglied VCD Nord e.V.:

„Die Bewältigung der Energiekrise und die notwendige Entlastung der Menschen im Land dürfen nicht als Entschuldigung für einen Klimaschutz mit angezogener Handbremse herhalten. Die Infrastruktur für Fahrrad, Bus und Bahn muss jetzt ausgebaut werden! Denn der Mobilitätssektor hat gerade in Schleswig-Holstein einen großen Nachholbedarf beim Klimaschutz, deshalb muss die Umsetzung schneller werden und Projekte aus dem LNVP müssen vorgezogen werden.“

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news-12309 Tue, 08 Nov 2022 16:30:00 +0100 Jugendgruppe des Leichtathletik Klub Flensburg gewinnt bei VCD Jugendkampagne »FahrRad!« /startseite/detail/jugendgruppe-des-leichtathletikklub-flensburg-gewinnt-bei-vcd-jugendkampagne-fahrrad Flensburg, 08. November 2022. Mit Spaß und Bewegung etwas für den Klimaschutz tun: Unter diesem Motto schwangen sich von März bis einschließlich August die Jugendlichen des Leichtathletik Klub Weiche auf ihren Alltagswegen auf das Rad und verzichteten auf das Elterntaxi. Bereits zum sechzehnten Mal hatten der ökologische Verkehrsclub VCD und die AKTIONfahrRAD (AfR) zur Jugendkampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ aufgerufen. Das Ziel: Heranwachsende für selbstbestimmte, gesunde und umweltfreundliche Mobilität begeistern. Rund 8.000 Jugendliche haben dieses Jahr teilgenommen. Besonders kräftig haben die jungen Sportler*innen des Leichtathletik Klub Weiche in die Pedale getreten und das Engagement hat sich gelohnt - von den 214 Gruppen aus ganz Deutschland gehört die Jugendgruppe des Leichtathletik Klub Weiche zu den diesjährigen Preisträgern der Jugendkampagne FahrRad!

Die Jugendlichen aus Flensburg radelten insgesamt 57.305 Kilometer, das entspricht einer CO2-Einsparung von 8.022 Kilogramm. „Die im Verkehrssektor notwendige Reduzierung von Emissonen sind eine gesellschaftliche Teamleistung. Es ist daher notwendig, dass sich alle aus ihrer Komfortzone heraus bewegen. Die Jugendgruppe des Leichtathletik Klub Weiche geht dabei mit einem guten Beispiel für den Klimaschutz voran.“, erklärt Timo Höfker vom VCD Flensburg. „Jeder Meter zählt“ ergänzt Kasimir Kehrer, ein engagierter Jugendleiter des Klubs. Zusammen mit seinem Vereinskollegen Arne Metzger hat er die Jugendlichen bei dem Projekt angemeldet.

Seit 2006 hat der VCD mit der Kampagne FahrRad! bereits knapp 91.700 Jugendliche auf das Rad gebracht. Stephanie Päßler, Projektleiterin von FahrRad! beim VCD: „Mit der Jugendkampagne erreichen wir jedes Jahr tausende Kinder und Jugendliche, die sich zusammen für den Klimaschutz engagieren und ihre Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. Das ist gut für die Umwelt, aber auch für die jungen Menschen: sie werden unabhängiger und profitieren außerdem von mehr Bewegung im Alltag. Doch damit noch viel mehr von ihnen das Fahrrad für ihre täglichen Wege nutzen können, fehlen vielerorts die richtigen Bedingungen. Der VCD fordert daher in der Stadt und auf dem Land ein dichtes und sicheres Radwegenetz.“

Die „FahrRad!“-Kampagne des VCD der AKTIONfahrRAD wird von vielen weiteren Unternehmen aus der Fahrradbranche unterstützt. Seit Start des Projekts im Jahr 2006 hat der VCD insgesamt 91.700 Jugendliche aufs Rad gebracht und eine Einsparung von 2241t CO2 angeregt. Weitere Informationen zum Projekt: www.klima-tour.de

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news-11117 Mon, 07 Nov 2022 16:08:24 +0100 PM: Tram für Kiel ist Schlüssel zur Mobilitätswende /startseite/detail/pm-tram-fuer-kiel-ist-schluessel-zur-mobilitaetswende „Alle Parteien wollen einen weiteren Ausbau des ÖPNV, insbesondere in den Norden und Süden der Stadt. Das geht aber nur mit der Tram, wie jetzt die Trassenstudie deutlich gemacht hat. Ein BRT wäre schon bei der Eröffnung teilweise überlastet – an einen Ausbau kann man da nicht denken.“, so Jan Niemeyer von Tram für Kiel e.V. „Marten Freund hat es bei der Vorstellung der Studie gesagt: auch an Fußgänger*innen, Radfahrende und an den Einzelhandel muss jetzt gedacht werden. Er begrüßte, dass man für die Holtenauer Straße mit der Stadt Lösungen gefunden hat. Wir pflichten ihm bei und freuen uns, gemeinsam mit den Einzelhändlern und anderen gesellschaftlichen Gruppen an der weiteren Planung zu arbeiten. Die Entwürfe der Trassenstudie sind schon an vielen Stellen überzeugend“.

„Ohne Mobilitätswende können die Klimaziele nicht eingehalten werden und ohne Tram keine Kieler Mobilitätswende – das haben zahlreiche Potenzialanalysen deutlich gemacht. Klimaneutralität bis 2035 bedeutet vor allem Klimaneutralität ab 2035. Dafür brauchen wir langfristig zuverlässige und klimaneutrale Systeme, wie beispielsweise einen starken ÖPNV.“, sagt Charlotte Stenzel von Fridays for Future Kiel. „Fährt die Tram in der ersten Ausbaustufe vor 2035 durch Kiel, sind wir noch im Fahrplan für eine zukunftsfähige Mobilität. Ein BRT wäre zwar 1-2 Jahre vorher fertig, aber hinsichtlich einiger Kriterien wie der Leistungsfähigkeit oder der Umweltbilanz schlechter als die Tram – und vor allem nicht weiter ausbaufähig. Weitere Ausbaumöglichkeiten sind für eine gelungene Verkehrswende jedoch entscheidend. Eine Beschleunigung des gesamten Verfahrens halten wir für möglich und wichtig, denn die Klimakrise wartet nicht. Wir freuen uns auf die Tram für Kiel!“..

„Die Tram ist nicht allein ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz: Jedes Jahr werden mehr PKW in Kiel zugelassen und wollen geparkt werden. Die Parkstreifen platzen aber schon heute aus allen Nähten. Die Tram ist ein leistungsfähiges und attraktives Angebot das Auto stehen zu lassen oder ganz darauf zu verzichten. Zudem zeigen andere Städte, die eine Stadtbahn eingeführt haben, dass sich an die Trassen angrenzende Quartiere positiv entwickeln. Die Tram ist damit ein Projekt für alle Kielerinnen und Kieler und ein Baustein für eine lebenswerte Zukunft der Landeshauptstadt mit weniger Autos“, so Frederik Meißner vom ökologischen Verkehrsclub VCD.

„Der 1. Schritt zu einer echten Mobilitätswende ist jetzt gemacht. Nicht mehr und nicht weniger. Nun gilt es für alle Parteien an einem Strang zu ziehen und zügig ein stimmiges Konzept für das Miteinander der übrigen Verkehrsteilnehmer:innen entlang der geplanten Trassen zu erstellen. Um die Klimaziele noch zu erreichen, muss tatsächlich einmal Zukunft unabhängig von kommenden Wahlen gedacht werden. Alle Parteien müssen begreifen, dass dies nur durch eine Neuverteilung des öffentliche Raumes geschehen kann – weg von der heutigen Autodominanz“, meint Ulrike Hunold für die BUND Kreisgruppe Kiel.

„Wir freuen uns, dass die Entscheidung für ein zukunftsfähiges ÖPNV mit der Empfehlung für eine Tram nun endlich in greifbarer Nähe ist. Die Buslinien zwischen Hauptbahnhof und Universität sind eine zentrale Verkehrsachse für Studierende im ÖPNV und bereits seit Jahren überlastet. Die Frequenz des Busverkehrs hat eine natürliche Grenze und diese wird schon heute ausgereizt, obwohl die Universität – unter anderem mit dem geplanten Bremerskamp – immer weiter wächst. Es liegt auf der Hand, dass es mittelfristig eine neue Lösung braucht. Gerade für Studierende, die aufgrund des Wohnungsmangels täglich nach Kiel pendeln müssen, kann die Tram zukünftig eine enorme Entlastung darstellen“, betont Leon Schröter, Referent für Infrastruktur im AStA der Universität Kiel.

„Mit der Empfehlung der Gutachter, in der Landeshauptstadt Kiel eine Tram einzuführen, ist der erste Schritt für einen grundlegenden Ausbau des ÖPNV in der Landeshauptstadt Kiel gegangen. Für die Vertreter aller politischen Parteien gilt es nun, einen Marathon zu starten, dessen Ziel es ist, gemeinsam mit allen Interessen- und Nutzergruppen für alle Kielerinnen und Kieler einen attraktiven ÖPNV mit der Tram auf den sehr stark nachgefragten Verkehrsachsen zu schaffen“, so Stefan Barkleit, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg. „Mit der Neuaufteilung der Verkehrsflächen werden auch der Fahrradverkehr und der Fußverkehr einen Nutzen durch den grundlegenden Ausbau des ÖPNV haben, die Neugestaltung der entsprechenden Verkehrstrassen mittels neuer Aufenthaltsräume und Grünanlagen kommt dem Einzelhandel und allen Kielerinnen und Kielern zugute.

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news-11116 Mon, 07 Nov 2022 16:06:25 +0100 Batteriefabrik Heide – Verkehrsclub fordert gute Bahnanbindung für Pendler /startseite/detail/batteriefabrik-heide-verkehrsclub-fordert-gute-bahnanbindung-fuer-pendler „Dass der Standort bisher so weit von der Bahnstrecke nach Büsum entfernt geplant wird, ist schon ein Problem und eine vertane Chance“, sagt Alexander Montana, Vorstandsmitglied des VCD Nord. Dabei wäre es so einfach. Auf den vorhandenen Bahnstrecken existierten Verbindungen nach Husum, Heide, Büsum und Hamburg. Besonders die Strecke nach Hamburg ist für den Fabrikstandort mit zukünftig 3000 Mitarbeitern interessant: Verkehrsminister Madsen hat erst vor wenigen Wochen angekündigt, dass die Bahnstrecke bei Itzehoe durch eine Neubaustrecke abgekürzt werden soll und Hamburg 10 Minuten schneller erreicht werden kann.

Um zu vermeiden, dass Pendler mit Bussen vom Bahnhof in Heide zur Batteriefabrik fahren müssen, fordert der VCD alle Beteiligten auf, auch alternative Standorte rund um Heide ins Auge zu fassen. Aus Sicht von Alexander Montana kommt dabei vor allem eine Fläche zwischen dem Bahnhof Tiebensee und der Bundesstraße 5 in Betracht: „Durch die Nähe zum Bahnhof Tiebensee können die Gleise ohne viel Aufwand auch für die Mitarbeiter und die Güterverkehre der Batteriefabrik ausgebaut und genutzt werden, sodass die Fabrik exzellent an das Schienennetz angebunden werden kann.“

Das allein reicht aus Sicht des VCD jedoch nicht aus. Damit der überwiegende Teil der neuen Mitarbeiter in Zukunft das ÖPNV-Angebot annimmt, soll aus Sicht des VCD jedoch noch weitergedacht werden: „Wir müssen dem Verkehr mehr Beachtung schenken und beispielsweise die Schichtpläne so gestalten, dass die Arbeitszeiten zu den Abfahrtszeiten der Bahn passen“. So sollen unattraktive Wartezeiten vermieden werden, fordert Montana. Zudem müssen auch Leihfahrräder angeboten werden. „Ziel muss es sein, dass 2/3 der Mitarbeiter nicht mit dem Auto zur Arbeit kommen“, so Montana.

Sorgen macht dem VCD auch der Güterverkehr zum neuen Werk. Die Hochbrücke bei Hochdonn ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Deshalb müssten Güterzüge möglicherweise über Neumünster und die Grüntaler Hochbrücke geführt werden. „Die Bahnstrecke zwischen Heide in Neumünster muss ohnehin dringend überarbeitet werden und eine Beschleunigung der Fahrzeit sowie ein Stundentakt eingeführt, Personenzüge fahren hier derzeit nur alle zwei Stunden,“ mahnt Montana. In diesem Zuge könnten auch Ausweichstellen für Güterzüge geschaffen werden.

Für künftige Ansiedlungspläne fordert der VCD mehr Weitblick mit Sicht auf die Verkehrsströme: „Die Raumordnungspläne sind teilweise Jahrzehnte alt und lassen die Verkehrswende unberücksichtigt. Zwar sollte am besten kein weiterer Boden versiegelt werden. „Wenn sich dies aber nicht vermeiden lässt, muss ein leistungsfähiger ÖPNV ein vorrangiges Standortkriterium sein, denn Ansiedlungen belasten durch den Verkehr Infrastruktur, Bevölkerung und Natur“, fordert Montana abschließend.

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news-12294 Mon, 31 Oct 2022 16:53:00 +0100 Volksbegehren "Hamburg Werbefrei" reicht 15.000 Unterschriften ein - Unterstützt auch durch den VCD Nord /startseite/detail/volksbegehren-hamburg-werbefrei-reicht-15000-unterschriften-ein-unterstuetzt-auch-durch-den-vcd-nord Das Volksbegehren „Hamburg Werbefrei zielt vor allem auf die digitalen Werbeflächen ab, von denen es mittlerweile über 4.000 in Hamburg gibt. Diese Anlagen lenken alle Verkehrsteilnehmer:innen ab und führen zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr, sodass die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht mehr gewährleistet ist. Deshalb hat der VCD-Nord dieses Vorhaben unterstützt und auf einem Parking Day Unterschriften für diese Aktion gesammelt. Der nächste Schritt ist nun, dass die Hamburger Bürgerschaft einen Monat Zeit hat, um festzustellen, ob die notwendigen 10.000 gültigen Unterschriften vorhanden sind, bevor Hamburg Werbefrei sich überlegt, wie es vorgehen möchte.

Mehr Informationen zur Initiative unter: https://www.hamburg-werbefrei.de/

 

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news-11068 Thu, 20 Oct 2022 22:59:45 +0200 Sonderrundgang Neumünster zu Fuß und mit dem Rad „Lost Places“ /startseite/detail/sonderrundgang-neumuenster-zu-fuss-und-mit-dem-rad-lost-places news-11067 Thu, 20 Oct 2022 22:51:00 +0200 VCD-Ortsgruppentreffen /startseite/detail/vcd-ortsgruppentreffen news-10982 Thu, 22 Sep 2022 15:09:11 +0200 Mitgliederversammlung VCD Nord: Neue Vorstandsmitglieder und Forderungen nach konsequenter Mobilitätswende /startseite/detail/mitgliederversammlung-vcd-nord-neue-vorstandsmitglieder-und-forderungen-nach-konsequenter-mobilitaetswende Der VCD Nord setzt sich in der Hansestadt, aber auch den Städten und Kommen in Schleswig-Holstein für lebenswerte Räume, mehr Platz für Grün und Natur ein durch eine nachhaltige Mobilitätswende ein. Ein wichtiger Schritt dafür, ist den Mitgliedern allen gemein: Die Zeit der Bevorzugung des Autos ist vorbei.

Die Sitzungszeit nutzen die Mitglieder nicht nur für inhaltliche Debatten, sondern wählten auch einige Vorstandspositionen neu. Schatzmeister wurde das langjährige Vorstandsmitglied Winfried Elze. Alexander Montana und Maik-Torben Kristen wurden wiedergewählt. Und mit Vincent Meylan verstärkt ein neues Gesicht die Reihe der ehrenamtlichen Mobilitätsaktivist*innen vom VCD Nord. Nicht zu wählen waren die Vorstandsposten von Jan Voß, Jens Deye und Lars Michael.

Gestärkt ging der neue Vorstand nicht nur durch gute Wahlergebnisse hervor, sondern ebenfalls mit einem einstimmig angenommen politischen Leitantrag mit dem Motto „„Fünf nach zwölf!“ - Die Klimakrise endlich wirksam bekämpfen mit einer konsequenten Mobilitätswende“. In diesem rufen die Mitglieder die Landesregierungen in Hamburg und Schleswig-Holstein zur gemeinsamen Umsetzung der Mobilitätswende auf, und gaben den Regierungen auch konkrete Maßnahmenforderungen mit auf den Weg.

Dazu stellt der gesamte Vorstand einstimmig klar: „Besonders das Jahr 2022 mit Dürresommer und Starkregen hat gezeigt, die Klimakrise steht uns nicht noch bevor wir sind bereits mitten drin! Und wir können diese Krise nur abwenden, wenn auch der Verkehrssektor endlich klimaneutral wird und wir die Forderung „Raum für die Menschen statt Autos“ auf allen Ebenen konsequent umsetzen.“

Die wichtigsten Punkte des Leitantrages sind dabei:

  • Mobilitätsgarantie jetzt und überall – stellen Sie in allen Städten ein Linienverkehr des ÖPNV zwischen 6 und 20 Uhr mit einem 15 bzw. 30-Minuten-Takt je nach Größe der Stadt und in Abstimmung auf die Fahrpläne der Bahn sicher; und führen Sie in allen anderen Ortschaften ab 100 Einwohnern mindestens einen Stundentakt – oder On-Demand-Angebote – ein.
  • Statt in neue Autoinfrastruktur müssen die finanziellen und personellen Planungskapazitäten sofort für den Umweltverbund aus Schiene, Bus und Fahrrad eingesetzt werden – zur konsequenten Umsetzung des LNVP! Nicht-entwidmete Bahnstrecken zuerst. Darüber hinaus fordern wir Sie auf, zu überprüfen, welche der Bahnstrecken, die in den vergangenen 40 Jahren stillgelegt wurden, wieder zu reaktivieren sind. Zuzüglich der Elektrifizierung und Aus- sowie Neubau über den LNVP hinaus.
  • Zeitgleich muss eine CO2-Budgetierung aller Verkehrsinfrastrukturprojekte vorgenommen werden, und bis dahin ein Baumoratorium aller Straßenbauprojekte!
  • Bei Planungen, Planfeststellungen und Bau werden Projekte des Umweltverbundes aus Schiene, Bus und Fahrrad priorisiert abgearbeitet!
  • Unterstützt die Kommunen dabei, sich auf die Klimafolgen anzupassen – mit mehr Grün durch Bäumen, Freiflächen und Entsiegelung!
  • Unterstützen Sie die Kommunen dabei, das kostenlose Abstellen/Parken von PKW im öffentlichen Straßenraum abzuschaffen und das dadurch gewonnen Geld in den Umweltverbund zu investieren.

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben.

Der VCD Landesverband Nord vertritt die Bedürfnisse der Menschen nach nachhaltiger Mobilität in Hamburg und Schleswig-Holstein.

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news-10981 Thu, 22 Sep 2022 13:35:40 +0200 Offener Brief an Claus Ruhe Madsen, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus zur Einrichtung eines „Runden Tisches ÖPNV“ /startseite/detail/offener-brief-an-claus-ruhe-madsen-minister-fuer-wirtschaft-verkehr-arbeit-technologie-und-tourismus-zur-einrichtung-eines-runden-tisches-oepnv Doch das Neun-Euro-Ticket hat neben den tariflichen Erkenntnissen auch die Schwachstellen im ÖPNV-Angebot deutlich aufgezeigt. Fehlende Angebote im ländlichen Raum und in den Randzeiten, dringend notwendiger Ausbau, Elektrifizierung und Instandsetzung des Schienennetzes, und überlastetes und fehlendes Personal bei den Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen für Planung und Betrieb des bestehenden Angebotes sind die aktuellen Herausforderungen, die es zu lösen gilt!

Entsprechend fordern wir Sie auf, zügig einen Runden Tisch ÖPNV einzuberufen, um mit allen Akteuren im Land dringend über konkrete Maßnahmen für den zügigen Ausbau des Angebotes im ÖPNV im gesamten Land zu sprechen.

Als wichtige Themen dabei sehen wir folgende Punkte an:

  •  Einführung eines Landesbus-Netzes sowie Unterstützung der Kreise beim Ausbau ihrer Buslinien-Grundnetze sowie der flächendeckenden Einführung alternativer Bedienungsformen.
  • Unterstützung des Landes für die Kreise und kreisfreien Städte sowie die Verkehrsunternehmen in Folge der gestiegenen Preise und des zu erwartenden Ausbau des Angebotes.
  •  Festlegung der Prioritäten beim Amt Planfeststellung Verkehr weg von Straßenprojekten hin zu Schienen- und Radinfrastrukturprojekten.
  • Abgestimmte Strategie zur Gewinnung von Busfahrerinnen und Busfahrern sowie zur Gewinnung von Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern.

Als Beteiligte am Runden Tisch ÖPNV empfehlen wir neben dem VCD Nord, dem Fahrgastverband PRO BAHN Schleswig-Holstein/ Hamburg und natürlich Ihrem Haus:

  •     Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH)
  •     Nahverkehr Schleswig-Holstein GmbH (NSH)
  •     alle Kreise und kreisfreien Städte
  •     Omnibus Verband Nord (OVN) e.V.
  •     Tourismusverband Schleswig-Holstein (TVSH)

Wir freuen uns von Ihnen zu hören und mit Ihnen gemeinsam endlich die Mobilitätswende in Schleswig-Holstein einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Maik-Torben Kristen                                                         Stefan Barkleit

für den VCD Nord e.V.                                                      für den Fahrgastverband PRO BAHN Schleswig-Holstein/Hamburg e.V.

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news-12310 Fri, 16 Sep 2022 13:40:00 +0200 Parking Day 2022 Schiffbrücke Flensburg /startseite/detail/parking-day-2022-schiffbruecke-flensburg Das autogerechte Flensburg hat dem motorisierten Individualverkehr überdurchschnittlich viel Platz eingeräumt. In der Regel belegt ein Auto allein parkend etwa 12 Quadratmeter. Dies ist eine Fläche, die größer ist als viele Kinderzimmer. Jedes einzelne Auto braucht diese Fläche mindestens zwei mal, einmal am Start und ein zweites Mal am Ziel. Die Gebühren fürs Parken in Flensburg sind gering und teilweise ist auch in der Innenstadt noch kostenloses Parken möglich. Der so belegte oder frei gehaltene Straßenraum bleibt für andere Nutzungen blockiert.

„Der Platz für mehr Grün und Begegnungsmöglichkeiten für Menschen in unseren Städten ist da – er wird derzeit noch falsch genutzt“, so Tim Meyer-König, vom ADFC Flensburg. Rebekka Marder von der AKtionsgruppe KLIMA Flensburg  -  A K F erläutert: "Wir müssen erlebbar machen, dass weniger Auto mehr Lebensqualität bedeutet!" Auch Timo Höfker vom VCD Flensburg meint: „Noch immer wird, wer ein Auto abstellen will, in unseren Innenstädten bevorzugt. Aber was ist mit den Menschen, die auf der Straße lesen, spielen, sich mit anderen treffen wollen? Was wäre, wenn ein 12 Quadratmeter großer Parkplatz wie ein Kinderzimmer für viele Tätigkeiten zur Verfügung stünde oder für Pflanzen, die zur Kühlung beitragen?“ Und Ralf-Detlev Strobach von der AKtionsgruppe KLIMA Flensburg  -  A K F ergänzt: "Der Parking Day ist eine gute Gelegenheit, um aufzuzeigen, was mit leblosen Parkplätzen zum Wohle der Menschen unserer Stadt geschehen könnte..., um endlich vor dem Hintergrund der Klima-Katastrophe mit der Verkehrswende einen wichtigen Schritt voran zu kommen." Mit dem Parking Day zeigen die beteiligten Initiativen und Verbände, dass ein Parkplatz in eine wertvolle Fläche verwandelt werden kann, die eine Stadt für alle ein Stück lebenswerter macht.

Immer mehr Städte und Initiativen nehmen am 16./17. September am weltweiten Parking Day teil. In Flensburg rufen dazu auf: ADFC Flensburg, Aktionsgruppe Klima, Der Leiladen Flensburg, Greenpeace Flensburg, Transformatives Denk- und Machwerk e. V. und der VCD Flensburg.

Zusammen werden die Vereine und Initiatitiven Möglichkeiten zeigen, wie der Parkraum zu einem Ort der Begegnung werden kann. Dazu wird es ein buntes Programm mit Aktionen, Spielen und der Möglichkeit des Austauschs geben. Auch einzelne Kandidierende für die am Sonntag stattfindende Oberbürgermeisterwahl werden sich beim Parking Day den Fragen zur ihren Vorstellungen für die Umgestaltung der Schiffbrücke stellen.
Der Parking Day findet statt am Freitag, 16. September 2022 von 14:00 – 18:00 Uhr auf dem nördlichen Teil des Parkplatz an der Schiffbrücke.

Die beteiligten Verbände:

Der VCD arbeitet als gemeinnütziger Umweltverband für eine umwelt- und sozialverträgliche, sichere und gesunde Mobilität. Als ökologischer Verkehrsclub fördert er ein sinnvolles Miteinander aller Verkehrsmittel. Der VCD versteht sich als die Interessensvertretung für alle umweltbewussten mobilen Menschen und ist gleichzeitig das ökologische Korrektiv in der Verkehrspolitik.
Die Aktionsgruppe KLIMA Flensburg setzt sich in vielfältiger Weise dafür ein, Politik und Verwaltung zum Handeln in Richtung 1,5 Grad Ziel (Pariser Klimaabkommen) zu bewegen und die Bevölkerung wachzurütteln, dass wir Veränderung bei Mobilität, Wärmegewinnung, Artensterben, uvm brauchen.

Greenpeace Flensburg setzt sich u. a. für eine klimafreundliche Mobilität in der Stadt ein, die den Autoverkehr einschränkt und immer mehr auf preisgünstigen ÖPNV und Fahrradverkehr setzt. Statt autogerecht soll die Stadt menschengerecht und klimagerecht werden.

Der ADFC ist die größte Interessenvertretung für Radfahrer*innen weltweit und hat mehr als 215.000 Mitglieder. Er setzt sich für die Verkehrswende mit dem Fahrrad im Mittelpunkt und damit für mehr Klimaschutz, Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität ein.

 

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news-10927 Tue, 13 Sep 2022 11:02:10 +0200 12qm-Kultur: Junge Ortsgruppe Hamburg macht aus Parkplätzen Sitzplätze /startseite/detail/12qm-kultur-die-junge-ortsgruppe-hamburg-macht-aus-parkplaetzen-sitzplaetze Mit dem PARKing-Day wollen wir den Autos für einen Tag etwas von ihren großzügigen Flächen abnehmen und auf den von uns besetzten Parkplätzen aufzeigen, wie sehr wir als Gesellschaft beim knappen städtischen Raum das Auto priorisieren. Jeder Parkplatz benötigt 12 bis 16 qm, mehr Fläche ist als so manches WG- oder Kinderzimmer hat. Was könnte man alles mit dieser Fläche anfangen, wenn wir den öffentlichen Raum für Menschen und nicht für Autos verwenden würden?

Wir wollen mehr Lebensqualität auf die Straße bringen und mit Euch vor Ort ins Gespräch kommen. Wir freuen uns auf euch!

Wann: Freitag, 16.09. von 12:30 bis ca. 17:30 Uhr

Wo: Lange Reihe, St.Georg, höhe Hausnummer 23 bis 25

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news-10902 Fri, 09 Sep 2022 22:38:14 +0200 Parking Day /startseite/detail/parking-day-12 news-10901 Fri, 09 Sep 2022 22:26:50 +0200 PRESSEMITTEILUNG: Zu Fuß besser verbunden am 18.9.22 /startseite/detail/pressemitteilung-zu-fuss-besser-verbunden-am-18922 news-10881 Mon, 05 Sep 2022 12:18:58 +0200 Jahreshauptversammlung des VCD Nord am 18. September in Hamburg /jhv news-10863 Wed, 31 Aug 2022 19:00:14 +0200 Oberbürgermeisterwahl: Fragen zu verkehrspolitischen Maßnahmen für Flensburg /startseite/detail/fragen-zur-vorstellung-zu-verkehrspolitischen-massnahmen-fuer-flensburg Angeschrieben haben wir alle Kandidierenden. Rückmeldung haben wir von Simone Lange, Karin Haug und Fabian Geyer erhalten. Keine Antwort kam von Marc Paysen.

Der Fragenkatalog besteht aus sieben Fragen rund um das Thema Verkehr in Flensburg. Dabei geht es um den ÖPNV, Radverkehr, Fußverkehr und die Verkehrswende allgemein.

 

Frage 1: Worin sehen Sie die Stärken und die Schwächen des Flensburger Verkehrsraums?

Simone Lange / SPD

Der Flensburger Verkehrsraum ist durch die geografische Lage und durch die geografischen Zuschnitte gekennzeichnet. Die Flensburger Förde formt den Straßenverlauf innerhalb der Stadt zu dem sogenannten Flensburger Ypsilon und die Förde selbst wird noch nicht als Verkehrsraum für innerstädtischen Verkehr genutzt.
Der Straßenraum ist in Flensburg in seiner Breite zumeist durch Wohnbebauung begrenzt.
Die Stärken des Verkehrsraumes liegen darin, dass Flensburg sowohl auf dem Landweg, dem Wasserweg und dem Luftweg erreichbar ist. Die Schwächen liegen in der oben beschriebenen Art und Weise der Formen des Verkehrsraumes und dass bestimmte Verkehrsräume aktuell noch nicht gut genug genutzt werden. Dazu zählt einerseits die Wasserfläche, andererseits aber auch die stilliegenden Schienen- bzw. Gleisflächen, die sich im Eigentum der Bahn befinden.
Zu den Stärken zählt auch, dass der Flensburger Hauptbahnhof sehr innenstadtnah liegt und gleichzeitig nah an der Ortsumgehung, der sog. Osttangente und somit als Umstiegsstelle vom Auto auf andere Verkehrsmittel gut geeignet ist.
Zu den Schwächen zählt meines Erachtens auch das historische Kopfsteinpflaster, dass der notwendigen Fahrradfreundlichkeit und der Barrierefreiheit entgegensteht. Ebenfalls einer Schwäche zuzuordnen ist, dass in Flensburg in den 70er Jahren die Straßenbahnen abgeschafft worden sind.

SSW / Karin Haug

Die Schwäche ist der enorme Anteil von motorisiertem Verkehr. Viele Wege in der Stadt werden immer noch mit dem Auto gemacht; auch und wegen der Fördehänge. Das ist ein großes Problem, das allerdings viele Flensburgerinnen und Flensburger als selbstverständlichen Teil ihres Alltag wahrnehmen. Sie möchten auf die Bequemlichkeit nicht verzichten. Alternativen zum Auto gibt es durchaus, diese sind aber zu wenig vernetzt: Rad-Parkhaus am Bahnhof? Fehlanzeige; Umstieg vom Auto in den Zug? Schwierig;viele Haltestellen sind nicht barrierefrei; die Ausschilderung der Radwege lückenhaft; Schulwege nicht sicher; die Bus-Verbindung nach Dänemark und zum Kreis Schleswig-Flensburg ist unzureichend Das ist eine lange Liste von Problemen, die die Ratsversammlung angehen wollte.
Eine Stärke ist, dass der Verkehr gut läuft; Staus sind die Ausnahme. Vielleicht verführt das zur Autonutzung?

Fabian Geyer / parteilos

Zunächst möchte ich anmerken, dass ich kein verkehrspolitisches Programm habe, weil dies Aufgabe der Parteien und Vereinigungen ist, die sich im nächsten Jahr zur Kommunalwahl stellen. Ich sehe meine Aufgabe als Oberbürgermeister darin Anregungen zu geben, die Politik zu begleiten und Beschlüsse umzusetzen. Der Verkehrsraum in Flensburg ist sehr beengt, verschiedene Verkehrsmittel und Fußgänger konkurrieren miteinander, was häufig als ein Gegeneinander wahrgenommen wird. Die Stadt ist wie andere im Laufe der Jahrzehnte vorrangig für den motorisierten Personenverkehr geplant worden. Die Nutzung des Fahrrades wurde erst durch das gestiegene Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein wieder entdeckt. Geeignete Fahrradwege fehlen daher häufig. Der ÖPNV – eigentlich das Herzstück der kommunalen Mobilität – hat es an vielen Punkten ebenfalls schwer störungsfrei und ohne Gefahren und Verzögerungen seine Leistung zu erbringen. Ein ganz akuter Nachteil sind einige schwerwiegende Gefahrenstellen vor allem für Kinder und Radanfänger sowie ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. Es darf nicht erst wie am Neumarkt ein tragischer Unfall passieren, bevor die Verwaltung tätig wird.

 

Frage 2: Die Stadt hängt beim Masterplan Mobilität hinterher. Wie gedenken Sie die Umsetzung zu beschleunigen?

Simone Lange / SPD

Die Umsetzung des Masterplans Mobilität kann durch den Einsatz von Ressourcen beschleunigt werden. Das meint vor allem personelle Ressourcen im Bereich der Verkehrsplanung und finanzielle Ressourcen zur Umsetzung der Planungsschritte und der notwendigen Investitionen. Ich werde mich als Oberbürgermeisterin dafür einsetzen, mit der Ratsversammlung hier die notwendigen Schwerpunkte zu setzen. Der Haushalt der Stadt Flensburg muss durch die Ratsversammlung beschlossen werden. Deshalb ist hier das Zusammenspiel zwischen Verwaltung und Politik sehr wichtig.

Wichtig ist meines Erachtens auch, das Gesamtbild der Verkehrsplanung für Flensburg weiter zu entwickeln und nicht jede Massnahme als alleinstehend sondern immer als Teil des Großen und Ganzen umzusetzen. Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass wir mit der Politik die Verkehrsplanung stadtteilbezogen so realisieren, dass der Flickenteppich weiter aufgehoben wird und Verkehrswege aus einem Guss entstehen.

SSW / Karin Haug

Die Rahmenbedingungen sind nicht gut: der Masterplan wird von sehr wenigen Fachleuten umgesetzt und die Stadt als Konsolidierungskommune hat einen engen Haushaltsrahmen. Ehrlicherweise ist bereits das Ziel, ein geschlossenes Radwegenetz zu etablieren, sehr ehrgeizig. Ich plädiere in diesem Sinne für mehr Ehrlichkeit. Eine Beschleunigung bekommen wir nur hin, wenn wir den Ressourceneinsatz verstärken, also an anderer Stelle sparen.

Fabian Geyer / parteilos

Der Masterplan Mobilität ist zunächst die politische Beschlusslage für mich, den ich aber gerne in einzelnen Punkten überprüfen möchte, ob er noch die aktuelle Lage abbildet. Wir haben ein deutliches Umsetzungsproblem, was verschiedene Ursachen hat. Es ist aber eine Frage der Priorisierung, d.h. wenn die Verwaltung aus der Politik einen solchen elementaren Plan als Aufgabe zur Umsetzung erhält, mit klaren Zeitvorgaben, ist es ihre Aufgabe diese einzuhalten. Für mich ist es nicht verständlich und daran muss sich die Amtsinhaberin natürlich persönlich messen lassen, weshalb es bei so vielen beschlossenen Vorhaben nicht vorangeht. Da scheint es offenbar am ernsthaften Willen zu fehlen. Den werde ich ersetzen.

 

Frage 3: Was glauben Sie, was für eine Verkehrswende in Flensburg notwendig ist?

Simone Lange / SPD

Für die Verkehrswende in Flensburg sind verschiedene Dinge notwendig. Es gilt sowohl Push- als auch Pullmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Es muss also gleichermaßen Anreize wie auch Verpflichtungen geben. Wenn es uns gelingen soll, dass die Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen, dann muss der ÖPNV wiederum so attraktiv sein, dass die Bewältigung des Alltages auf diese Weise auch möglich ist. Das bedeutet, der ÖPNV muss attraktive Angebote zu bezahlbaren Preisen entwickeln, damit der Umstieg vom Individualverkehr in den ÖPNV gelingt.
Höhere Attraktivität der Angebote auf der einen Seite und die Absenkung der Attraktivität herkömmlicher, klimaschädlicher Mobilität auf der anderen Seite.

Klar ist, dass Mobilität unseren Alltag bestimmt. Familien müssen ihre Kinder zur KiTa bringen, danach den Arbeitsplatz erreichen und später die Kinder von der KiTa wieder abholen. Alternativen zum Auto müssen daher gut funktionieren.

SSW / Karin Haug

Die Zustimmung der Flensburgerinnen und Flensburger. Bislang nehmen viele Menschen in der Stadt die Veränderungen als Störung wahr. Das finde ich schade und führt zu Ausweichverhalten. Das erlebe ich täglich in der Angelburger Straße und am Südermarkt, wo viele Flensburgerinnen und Flensburger es nicht so genau nehmen. Ebenso in der Norderstraße, deren Fußwege zugeparkt werden. Darum müssen wir mehr werben für eine attraktive Stadt, die den Menschen eine gute Aufenthaltsqualität bietet. Die Lebensqualität einer auto- und blechfreien Stadt ist enorm. Doch in Flensburg wird über Verzicht und Verbote gesprochen.

Fabian Geyer / parteilos

Zunächst ist die Frage zu beantworten, was man hierunter versteht. Eine autofreie Innenstadt, ein kostenloser ÖPNV, mehr Fahrradwege? Ich möchte mich darauf konzentrieren den Akteuren und der Bevölkerung klar zu machen, dass das Aufgabe der Politik ist und nicht der Oberbürgermeister hierüber entscheidet. Für mich hat daher die Verkehrssicherheit absolute Priorität, und zwar nicht durch eine einseitige Sperrung von Straßen durch die Verwaltung, sondern die Analyse, an welchen Stellen schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger erheblichen Gefahren ausgesetzt sind. Wenn es nicht anders geht, muss der Autoverkehr zurückstecken und mit einschränkenden Maßnahmen rechnen. Aber auch dies wird offen und vertrauensvoll mit der Politik abgestimmt. Wovon ich persönlich nichts halte sind radikale Forderungen aus bestimmten politischen Lagern, egal woher. Damit riskiere ich den sozialen Frieden in der Stadt. Aber mutige politische Entscheidungen ohne jahrelanges Diskutieren und Schimpfen übereinander und ohne Ergebnisse müssen in den nächsten Jahren gelingen. Das Auto als Verkehrsmittel Nummer eins ist nicht mehr zeitgemäß. Dennoch müssen wir auch in Autoverkehr denken, mit einem wesentlich besseren Angebot an Ladesäulen in der Stadt und einem alternativen Parkkonzept, das dem Handel und der Gastronomie nicht die Kunden vergrault. Was aber nicht geht, ist das weitere Aussitzen und Nichtstun. Andere Städte sind da viel agiler und nehmen den Protest von Teilen der Bevölkerung in Kauf. Aber es passiert wenigstens etwas in Sachen Gestaltung der Zukunft.

Frage 4: Flensburg ist an der Grenze zur Großstadt. In Großstädten hat der ÖPNV einen deutlich höheren Anteil am Verkehrsaufkommen, unter anderem durch Bahnverkehrsmittel (Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen, Regionalbahnen). Wie wollen Sie den ÖPNV-Anteil in Flensburg signifikant steigern?

Simone Lange / SPD

Ich möchte den ÖPNV-Anteil in Flensburg signifikant steigern, indem wir gemeinsam mit Aktivbus die Taktzahl der Busse in Flensburg deutlich erhöhen, indem wir mit nah.sh am Ausbau eines regionalen Bahnnetzes arbeiten und alle Kommunen bessere und schnellere Bahnverbindungen erhalten. Nah.sh arbeitet an einem sehr deutlichen Ausbau des Bahnnetzes in ganz Schleswig-Holstein. Hier dürfen wir als eine von vier kreisfreien Städten nicht hinterherlaufen, sondern müssen von Anfang an aktiv am Ausbau des regionalen Bahnverkehrs mitwirken. Ich kann mir mehr Haltepunkte innerhalb Flensburgs sehr gut vorstellen. Sie sollten aber mit dem städtischen Busangebot unbedingt verzahnt werden. Es muss einfach sein, vom Auto in den Bus oder in die Bahn umzusteigen. Ebenfalls muss es einfach sein, mit dem Fahrrad oder zu Fuß den Bus oder die Bahn zu erreichen.

SSW / Karin Haug

Ich habe mich in der Arbeitsgruppe Finanzierung und ÖPNV für Rufbusse, Taktverdichtung und mehr Park- und Ride eingesetzt. Doch die entsprechenden Haushaltsmittel sind nicht da, so dass nur ein winziger Fortschritt erzielt werden konnte. Die nächste Herausforderung, der Bau eines neuen Betriebshofes für die Busse, ist finanziell noch nicht gesichert. Dann sehe ich, dass die Schiene in Flensburg ein Dornröschen-Dasein führt. Der Bahnhof entspricht nicht den modernen Erfordernissen. Wichtige Industriebetriebe sind nicht an die Schiene angebunden (z.B. Nordschrott) oder wurden abgehängt (z.B. Rheinmetall). Die Anbindung von Campus, Berufsschulen und Krankenhaus an das wenige Meter entfernte Schienennetz ist noch nicht einmal angedacht. Ich setze mich für einen Haltepunkt in Weiche ein und für den Zug zum ZOB.

Fabian Geyer / parteilos

Diese Aufgabe ist für mich vor allem eine Frage des Angebotes, d.h. die Nutzung muss so günstig und anreizend sein, dass viel mehr Menschen gerne auf den ÖPNV zugreifen. Die Kosten für die Nutzung des Autos sind enorm gestiegen, für den ÖPNV aber auch. Also entfällt dessen Wettbewerbsvorteil. Ich sehe allerdings die Kommunen angesichts sinkender Haushaltseinnahmen nicht in der Lage dies zu ändern. Das 9-€-Ticket hat gezeigt, dass es eine Aufgabe der Bundespolitik ist Anreize zu schaffen. Ich wünsche mir daher aus den Kommunen und den Ländern heraus viel Druck auf eine Bundesregierung, die sich den Anstrich gibt den Klimaschutz nach vorne zu treiben. Eine dauerhaftes pauschales 60 €-Ticket für alle im Nahverkehr wäre ein wirklicher Beitrag zur Verkehrswende, dazu emissionsfreie moderne Busse mit WLAN und anderen Services. So etwas sollte im Vordergrund politischen Handelns stehen.

Frage 5: Das Radwegenetz in Flensburg wird von vielen Nutzer:innen als komplex und unsicher angesehen. Auch der Radverkehr muss in Flensburg stark gesteigert werden, um die Klimaschutzziele der Stadt im Verkehrssektor zu erreichen. Welche Maßnahmen werden Sie hierfür ergreifen?

Simone Lange / SPD

In den vergangene 6 Jahren wurden viele Kilometer Radweg neu gebaut, erneuert und modernisiert. Auch die Anbindung an die Nachbarkommunen wurde deutlich verbessert. Flensburg hat damit historisch gesehen spät begonnen, weshalb wir nach wie vor viel Nachholbedarf haben. Deshalb ist es wichtig, konsequent an der Erneuerung von Radwegen festzuhalten und dies konsequent weiter zu tun.

Für die sogenannten Fahrradschutzstreifen möchte ich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zukünftig entweder Barrieren zwischen dem Fahrstreifen für die Pkw und dem Fahrradschutzstreifen aufbauen lassen, sodass sich die Radfahrer geschützter darauf bewegen können. Alternativ dazu möchte ich dort, wo anstatt eines Schutzstreifens ein Fahrradweg gebaut werden kann, einen Fahrradweg einsetzen anstatt eines Fahrradschutzstreifens.

Zur Attraktivität von Radwegen gehört auch die Beschaffenheit der Oberflächen der Radwege. Mein Ziel ist es, glattere, rutschfestere und damit sicherere Fahrradwege zu erschaffen, im Einklang mit dem Klima- und Umweltschutz.

Insgesamt müssen wir bereit sein, mehr Verkehrsraum für den Radverkehr zu Verfügung zu stellen. Immer mehr Menschen steigen auf das Fahrrad um. Laut Nationalem Radverkehrsplan 3.0 planen rund 60 Prozent „der Deutschen, künftig mehr mit dem Rad zu fahren.“ Waren es 2017 noch 112 Mio. km pro Tag, die mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden, werden es 2030 bereits 224 Mio. km sein, so die Prognose. Durch die Verdoppelung der Radnutzung in Deutschland, steht das Fahrrad im Zentrum der Diskussion und die Aufgabe ist, der Zunahme der Fahrradnutzung entsprechend den notwendigen Verkehrsraum zur Verfügung zu stellen. Das heißt, wir müssen in den kommenden 6 Jahren konzeptionell weiter daran arbeiten, den Verkehrsraum neu zu ordnen.

Ich möchte der Politik deshalb für die kommenden 6 Jahre vorschlagen, den Radverkehr in allen Stadtteilen so zu fördern, dass die Fahrradwege so modernisiert und gebaut werden, dass sie für die prognostizierte Zunahme geeignet sind und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer*innen gewährleistet ist.

SSW / Karin Haug

Der Straßenraum muss aufgeteilt werden. Da der Bau und die Ertüchtigung der Radwege nicht finanzierbar ist, müssen wir verstärkt den Autoverkehr (auch den ruhenden) einschränken und dem Radverkehr eine Spur einrichten. Gepinselte Radspuren wie am Munketoft oder der Bleiche wird es mit mir nicht mehr geben, denn sie sind unsicher und gefährlich. 

Fabian Geyer / parteilos

Ich bin viele Strecken selbst abgefahren und entsetzt. Eine rasche Maßnahme ist eine geänderte Ampelschaltung, um dem Radverkehr flüssigere Fahrten zu ermöglichen. Schon Lange gefordert, nicht umgesetzt. Auf den Strecken mit Kopfsteinpflaster gehört auf beiden Seiten eine eigene ebene Spur für den Radverkehr. Dort zu fahren ist zum Teil lebensgefährlich und schlicht unattraktiv. Es gibt viel ausgewiesenes Fachwissen in der Stadt – z.B. beim  VCD -, das wenig bis gar nicht genutzt wird. Eine allgemeines Problem, weil die Politik sich mit sich beschäftigt, aber die Expertise in der eigenen Stadt außer Acht lässt. Ich werde mich vor allem mit diesen Menschen zusammen setzen und deren Fakten, Argumente und Ansichten anhören. Ohne großen Aufwand und pressewirksames Tamtam.


Frage 6: Flensburg ist eine von 5 Modellkommunen für das Projekt Gut gehen lassen – Bündnis für attraktiven Fußverkehr, gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Wie wollen Sie den Fußverkehr in Flensburg in Hinblick auf die wachsende touristische Attraktivität fördern?

Simone Lange / SPD

Ja, ich möchte die Fußverkehr fördern und mit dem Ausbau der Fahrradwege in Einklang bringen. Fuß- und Fahrradverkehre müssen konzeptionell aufeinander abgestimmt werden.
Flensburg ist eine wachsende Stadt. Die Gruppe der Seniorinnen und Senioren wächst dabei ebenso wie die Gruppe der Kinder und Jugendlichen. Es gilt, Fahrradinfrastruktur auszubauen, die Wege für den Fußverkehr dabei aber ebenfalls zu beachten. Das meint die Optimierung der Ampelphasen genauso wie die Wegeführungen von Rad- und Fußverkehren, die im besten Fall getrennt verlaufen. Fahrräder spezialisieren sich immer mehr. Ob E-Bike, Pedelec, Lastenrad oder … , Fahrräder werden schneller und größer. Aus diesem Grund benötigen Sie ihren eigenen Verkehrsraum.
Die Menschen, die zu Fuß gehen benötigen ebenfalls ihren Raum, aber auch die notwendige Zeit und Barrierefreiheit z.B. zur Straßenquerung. Hierzu gehört die Verlängerung der Rotphase für Fußgänger*innen wie auch die Absenkung von Bordsteinkanten.

SSW / Karin Haug

Ich habe am Workshop im Schifffahrtsmuseum teilgenommen und war begeistert. Das Projekt nimmt sich vor allem die Innenstadt vor, was ich für die richtige Priorität halte. Viele Problemstellen wurden aufgelistet, die hoffentlich in naher Zukunft entschärft werden können.

Fabian Geyer / parteilos

Auch hier gilt: Safety first. Wo ist es für FüßgängerInnen gefährlich, wo gibt es unnötige Hindernisse für alle Bevölkerungsgruppen, an welchen Stellen schließen wir den fließenden Verkehr und Radfahrer auch mal aus oder leiten ihn um, damit Fußgänger sich ungestört und auf die Umgebung konzentrierend bewegen können? Ich denke da an die Wege rund um die Innenförde ohne Begrenzungen wie an der Marineschule oder an grüne Oasen. Der Fußverkehr nimmt angesichts des gestiegenen Umwelt- und Gesundheitsbewussteins eine größere Rolle ein. Mein Ziel ist es, mehr attraktive Wanderwege im Flensburger Wegenetz wie z.B. das grüne Hufweisen unbürokratisch und mit einem modernen digitalen Findungs- und Werbesystem zu schaffen und für unsere Bevölkerung und den Tourismus zu nutzen. Mit kulinarischen Angeboten auf dem Weg. Flensburg als Stadt des Wanderns und Flanierens, das ganze Jahr über. Auch die Sauberkeit von Fußwegen, Hinterlassenschaften von Hunden und mehr öffentliche Toiletten sind dabei ein wichtiges Thema.


Frage 7: Wo kann mensch weiterführende Informationen über ihr Wahlprogramm finden?

Simone Lange / SPD

Weiterführende Informationen können Sie unter www.simonelange.de oder in meiner Zeitung „Die Kandidatin“ finden oder Sie können mich mit Ihren Fragen oder Anmerkungen per Email anschreiben oder info@simone-lange.de

SSW / Karin Haug www.ssw.de
Fabian Geyer / parteilos

Ein Wahlprogramm klingt sehr nach parteipolitischer Ausrichtung. Da ich parteilos bin und bleibe, habe ich mich an dem orientiert, was mir ganz persönlich aufgefallen ist. Herausgekommen ist ein 10-Punkte-Plan oder meinetwegen auch FlensburgProgramm, zu finden unter www.fabiangeyer.de oder www.flensburgplan.de

 

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news-10812 Mon, 15 Aug 2022 23:10:29 +0200 Wer mag selbst einen Rundgang für "Neumünster zu Fuß" planen? /startseite/detail/wer-mag-selbst-einen-rundgang-fuer-neumuenster-zu-fuss-planen news-10811 Mon, 15 Aug 2022 22:39:26 +0200 Neumünster zu Fuß geht in die nächste Runde /startseite/detail/neumuenster-zu-fuss-geht-in-die-naechste-runde news-10810 Mon, 15 Aug 2022 22:29:42 +0200 Treffen der VCD Ortsgruppe am Donnerstag, 15.9. ab 19.00 Uhr /startseite/detail/treffen-der-vcd-ortsgruppe-am-donnerstag-159-ab-1900-uhr news-10757 Mon, 25 Jul 2022 18:05:43 +0200 Themenabend: "9-Euro-Ticket: Und was dann?" Teil 2 /startseite/detail/themenabend-9-euro-ticket-und-was-dann-teil-2 Bei einer einmaligen Aktion kann und darf es nicht bleiben. Gemeinsam mit Euch wollen wir am 25.07.22 ab 18:30 Uhr erneut diskutieren, wie der #ÖPNV günstiger und auch in der Fläche attraktiver werden kann. #mobilitätswende

Registrierung unter:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZclcumorzIsGdB_TwP4_3BoDAVkqg7hBE4c

Wir freuen uns auf eine weitere spannende Diskussion!

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news-10689 Mon, 04 Jul 2022 20:18:08 +0200 Neumünster zu Fuß /startseite/detail/neumuenster-zu-fuss Neumünster möchte erklärtermaßen zur 15-Minuten-Stadt werden. Dazu muss unter anderem die Infrastruktur der Fußwege verbessert werden. Bei dem Rundgängen schauen wir, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

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news-10670 Wed, 29 Jun 2022 17:45:31 +0200 Fehmarn statt Sylt - Ausflugstipps zum 9 €-Ticket /startseite/detail/fehmarn-statt-sylt-ausflugstipps-zum-9-eur-ticket Wer Zeit hat fährt unter der Woche stressfreier

Da an Wochenenden mit gutem Wetter die Züge ans Meer besonders voll sind, empfiehlt der VCD  allen, die auch unter der Woche Zeit haben, dann ihre Ausflüge zu unternehmen. Familien sollten möglichst auf die Sommerferien warten und dann ebenso die         Wochenenden meiden. Für alle Ausflügler, die dennoch an einem  Samstag oder Sonntag, wegfahren möchten, hat der VCD Ausflugsziele und Züge herausgearbeitet, wo es vermutlich         weniger voll werden wird.

Ostsee statt Nordsee

Der VCD rät die Ostsee der Nordsee vorzuziehen. "Während an Wochenenden zwischen 8 und 9  Uhr drei Züge von Hamburg nach Lübeck fahren, gibt es an die Westküste nur zwei Züge", so Alexander Montana Vorstandsmitglied des VCD Nord. Besonders attraktiv ist aus Sicht von Montana der  "Hamburger Strandexpress", mit dem man von Hamburg Hbf um 08:23 Uhr innerhalb von rund zwei Stunden die Sonneninsel Fehmarn erreicht. Mit einem vorbestellten Leihfahrrad lässt sich ideal die Insel erkunden.

Zu empfehlen ist auch das Ostseebad Großenbrode, wo der Zug ebenfalls hält. Wer nach Timmerndorfer Strand oder Scharbeutz möchte, sollte laut dem bereits um 08:07 Uhr am Hbf starten und ab Lübeck mit der Regionalbahn um 09:15 Uhr weiter fahren - diese beiden Züge sind  erfahrungsgemäß nicht so voll, wie der beliebte "Hamburger Strandexpress". Im Juli und August gibt es auch um 09:36 Uhr und 10:36 Uhr gute Verbindungen von Hamburg Hbf mit Umstieg in Lübeck, die nicht so voll sein dürften.

An der Lübecker Bucht den Bus nicht vergessen

Der VCD rät den neuen Fahrgästen auch die Linienbusse an der Lübecker Bucht auszuprobieren. Von Neustadt kommt man regelmäßig in die Ostseebäder Grömitz und Kellenhusen.

Fahrgästen mit dem Ziel Travemünde nehmen die Züge ab Hamburg Hbf um 08:36 oder 09:36 Uhr, und dann eine Linienbusfahrt durch Lübeck nach Travemünde.

Kieler Bucht

Wer einen Ausflug im Binnenland mit einem Abstecher an die Ostsee verbinden möchte, dem rät der Verkehrsclub zu einer Bahnfahrt ab Hamburg Hbf zu den genannten Abfahrtszeiten mit Umstieg in Lübeck nach Eutin und Plön, sowie von dort eine Linienbusfahrt an die Ostsee         nach Hohwacht. In der Nähe liegt auch das Ostseebad Laboe, das man per Fördeschiff (ebenfalls im 9 €-Ticket enthalten) oder Linienbus vom Hauptbahnhof in Kiel erreichen kann.

Eckernförde und Schlei

Die Züge  zwischen Hamburg und Kiel verkehren zweimal die Stunde. Wer einen Innenstadtbummel und einen Aufenthalt am Strand kombinieren möchte, ist in Eckernförde optimal aufgehoben, auch dorthin geht es halbstündlich mit Umstieg in Kiel. Ausflügler, die sich für etwas abseits gelegene Ziele interessieren, sollten eine Tour nach Kappeln, Arnis und/oder Maasholm an der Schlei in Erwägung ziehen - und diese optional mit einer Schifffahrt auf         der Schlei kombinieren.

Städtetrip nach Flensburg und Glücksburg

Aus Sicht des VCD lässt sich ein Städtetrip nach Flensburg mit einem Abstecher ins Ostseebad         Glücksburg oder nach Holnis optimal verbinden - die Linienbusse fahren auf die Züge abgestimmt direkt an die Flensburger Förde. Die Linienbusfahrten lassen sich auf vielen Routen mit einzigartigen Wanderungen kombinieren. "Als eine der schönsten gilt hierbei eine Wanderung von Glücksburg nach Holnis." sagtMontana vom VCD. 

So klappt es auch nach Sylt

Wer sich von Hamburg an einem Wochenende dennoch auf den Weg nach Sylt begeben möchte, sollte nach Möglichkeit ab Altona um 06:29 Uhr, 07:30 Uhr oder 08:30 Uhr fahren. Die beiden letzteren Fahrten sind Sprinterzüge, die Westerland mit wenigen Zustiegshalten nach etwa 2,5 Stunden erreichen. Zurück geht es um 17:49 oder 18:49 Uhr. Die Sprinterzüge halten auch in Morsum und Keitum, so dass sich eine Wanderung an der Wattseite ideal mit einer Linienbusfahrt der SVG ab Keitum über Braderup nach Wenningstedt kombinieren lässt.

Ausflügler, die den vollen Zügen auf dem Hindenburgdamm entkommen möchten, haben diverse Möglichkeiten, bereits vorher auszusteigen. Via Niebüll und Dagebüll könnte es auf die Insel Föhr gehen. Die Inselbusse sind ebenfalls im 9 €-Ticket enthalten - lediglich die Fährüberfahrt ist mit 14,80 Euro (Hin- und Rückfahrt) aufpreispflichtig.

Hamburger Hallig und Pellworm

Ein  besonderer Geheimtipp ist aus Sicht von Alexander Montana vom VCD Nord die Hamburger Hallig. Von Altona ist man bereits nach 2:20 Std. da - vom Bahnhof Bredstedt geht es per Rufbus bis zum Nordseedeich und von dort zu Fuß oder per Leihfahrrad weiter auf         die Hallig. Wer ab Altona um 11:40 Uhr startet, entgeht dem großen Andrang anderer Ausflügler. Zurück geht es vom Nordseedeich (Hamburger Hallig) um 17 oder 19 Uhr. Vor dem         Ausflug sollte man in den Tidenplan schauen - bei Hochwasser bietet die Hallig eine der schönsten Badestellen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste.

Die bei vielen unbekannte Nordseeinsel Pellworm gilt noch als Geheimtipp. Bevor die Züge ab Husum richtig voll werden, steigt man in den Linienbus nach Nordstrand um. Per Fähre geht es in gut einer halben Stunde für 14 Euro (Hin- und Rückfahrt) auf die Insel. Dort empfiehlt sich eine Inselrundfahrt per Bus für 12 Euro oder das Ausleihen von Fahrrädern. Los geht es ab Altona um 07:40 Uhr, die Rückkehr ist um 21:21 Uhr. Ausflügler nach St. Peter-Ording erreichen ab dem Bahnhof St. Peter Süd einen abgestimmten Linienbus-Shuttle direkt an den Böhler Strand. Die Anreise ab Hamburg-Altona dauert jedoch rund drei Stunden bis an den Strand von St. Peter-Ording. Da könnte Büsum die bessere Wahl sein, da man bereits nach knapp 2 Stunden dort eintrifft.

Ohne volle Züge ins Watt

Wer vollen Zügen vollständig vermeiden möchte und dennoch an die Nordsee fahren möchte, dem rät der Verkehrsclub eine Fahrt mit Bahn und Bus nach Friederichskoog. Dort kann man bei Hochwasser baden oder bei Niedrigwasser einen Abstecher ins Watt unternehmen. Ferner stellt die Seehundstation eine beliebte Attraktion dar. Die Anreise nach Friederichskoog lässt sich mit einer Draisinenfahrt optimal verbinden. Im Juli und August geht es um 10 Uhr ab St. Michaelisdonn nach Marne und um 16 Uhr entsprechend zurück. Der VCD empfiehlt die eine Fahrt mit der Draisine durchzuführen und die andere mit dem Linienbus. Der Ausflug beginnt um 07:40 Uhr in Altona oder 09:06 Uhr ab Hamburg Hbf, zurück am Hamburger Hbf ist man wieder um 19:53 Uhr.  

Cuxhaven und die Müritz

Im übrigen gilt die Bahnstrecke von Hamburg nach Cuxhaven zu den weniger ausgelasteten Strecken an die Nordsee. Mit den Bussen der KVG kommt man bequem direkt an den Strand nach Duhnen oder Sahlenburg.

Und für Ausflügler, die gern einmal an die Müritz reisen möchten, hat der VCD auch einen Tipp: An Wochenenden kommt man auch gut per Bahn via Hagenow Land und Parchim nach Plau am See (ab Hamburg Hbf 08:21 Uhr oder 10:21 Uhr, Rückkehr 19:38 Uhr oder 21:38 Uhr)

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