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PM: VCD Nord fordert sichere Anschlüsse am Bahnhof Husum

Bereits geringe Verspätungen auf der Marschbahn führen für Fahrgäste häufig zu erheblichen Problemen. Kommen Züge aus Hamburg nur wenige Minuten zu spät in Husum an, werden wichtige Anschlüsse im Regional- und Busverkehr regelmäßig verpasst. Besonders Reisende in Richtung der nordfriesischen Inseln erreichen ihr Ziel dadurch nicht selten erst mehrere Stunden später.

Nach Einschätzung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) liegt die Ursache weniger in den Verspätungen selbst als in der fehlenden Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren. „Im Bahnknoten Husum fehlt es an einer konsequenten Ausrichtung auf die Anschluss­sicherung“, erklärt Alexander Montana, Mitglied im Landesvorstandes des VCD. So würden Anschlusszüge und Überlandbusse häufig nicht auf leicht verspätete Züge warten, obwohl auf einzelnen Strecken entsprechende Fahrzeitreserven vorhanden seien.

Der VCD fordert daher eine verbindliche Wartezeit von bis zu fünf Minuten für Anschlusszüge in Husum. Insbesondere der Zug nach Kiel verfüge über Zeitpuffer, die genutzt werden könnten. Verspätete Marschbahnzüge aus Hamburg sollten zudem künftig an einem anderen Bahnsteig halten, um weitere Anschlüsse zu ermöglichen. Die dafür notwendige Infrastruktur sei bereits vorhanden.

Auch bei der Kommunikation zwischen Bahn und Busunternehmen sieht der Fahrgastverband deutliche Defizite. Gespräche des VCD mit Zugbegleitern hätten gezeigt, dass diesen teilweise keine direkten Kontaktmöglichkeiten zu den Busunternehmen vorliegen. „Ohne funktionierende Kommunikationswege können Anschlüsse, etwa in Richtung Nordstrand, kaum gesichert werden“, so Montana. Dabei hätten Verkehrsunternehmen signalisiert, dass sie über Bereitschaftsnummern erreichbar seien.

Darüber hinaus weist der VCD auf sehr knapp bemessene Fahrzeiten einzelner Buslinien hin. Eigene Testfahrten hätten bestätigt, dass es dadurch regelmäßig zu Verspätungen und Anschlussverlusten kommt, unter anderem für Fahrgäste aus Breklum und Hattstedt in Richtung Hamburg. „Für Fahrgäste und Beschäftigte ließe sich in und um Husum vieles verbessern, wenn alle Beteiligten enger zusammenarbeiten würden“, so Montana.

Als sinnvollsten nächsten Schritt schlägt der VCD die Einrichtung eines „Runden Tisches“ in Husum vor, an dem Bahn, Busunternehmen, Aufgabenträger und Politik gemeinsam Lösungen erarbeiten. Ziel müsse es sein, den Bahnhof Husum als verlässlichen Umsteigepunkt zu stärken.

Für Rückfragen:
Alexander Montana (Vorstandsmitglied VCD Nord), E-Mail: alexander.montana@vcd-nord.de

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