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VCD Nord: Hamburg und Schleswig-Holstein,
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Mit der Generalsanierung der Strecke Hannover–Berlin beginnt am 2. Oktober ein mehrstufiges Bauprogramm, das bis Dezember 2027 dauern wird. Dabei werden täglich mehrere regulär von Amsterdam über Osnabrück und Hannover nach Berlin fahrende ICE zwischen Osnabrück und Berlin über Hamburg umgeleitet. Sie halten in Hamburg-Harburg und Hamburg-Bergedorf.
Für Bergedorf entsteht damit mehrmals täglich und zu unterschiedlichen Tageszeiten eine direkte Verbindung nach Berlin – ohne den Umweg über den überlasteten Hamburger Hauptbahnhof. Zugleich erhält Hamburg durch dieselben Umleitungen eine direkte ICE-Verbindung nach Amsterdam. Der VCD Nord fordert, beide Verbesserungen über die Baustellen hinaus zu erhalten.
Für Bergedorf bedeutet dies, reguläre Züge zwischen Hamburg und Berlin künftig auch dort halten zu lassen. Insbesondere der Hamburger Senat ist gefordert, dafür politischen Druck auszuüben. „Eine gute Fernverkehrsanbindung hätte für Oberbillwerder, den Innovationspark Bergedorf und die Reaktivierung der Strecke Bergedorf–Geesthacht eine entscheidende Signalwirkung“, so Jonas Spanier, Vorstandsmitglied des VCD Nord. „Zugleich werden diese Vorhaben zusätzliche künftige Nachfrage für Fernverkehrshalte erzeugen. Diese Effekte müssen sowohl für den Fernverkehr als auch die Planung der Strecke von Geesthacht zum Bergedorfer Bahnhof berücksichtigt werden.“
Auch die Direktverbindung nach Amsterdam darf kein Baustellenprodukt auf Zeit bleiben. Die DB bewirbt das Angebot offensiv als „neue ICE-Verbindung Hamburg–Amsterdam“. Der VCD Nord fordert eine dauerhafte, planmäßige Direktverbindung zwischen Hamburg und Amsterdam mindestens zweimal täglich.
„Wer ein neues Produkt offensiv bewirbt, darf nicht gleichzeitig dessen spätere Einstellung einplanen“, so Jonas Spanier weiter.
Zugleich bereitet die enorme Dauer der Sanierung dem VCD Nord Sorgen. Der Verband setzt sich mit Nachdruck für die schnellstmögliche Sanierung des gesamten deutschen Schienennetzes ein. Viel zu knappe Planungskapazitäten und Bauausführungsressourcen sind dabei ein großes Problem. Sie dürfen an keiner einzelnen Stelle länger als nötig gebunden werden. Andernfalls würde die Ertüchtigung des maroden und überlasteten Bahnnetzes in Deutschland insgesamt schädlich verzögert.
Auch dürfen die Generalsanierungen nicht dazu führen, dass Einschränkungen länger dauern als nötig. Der VCD Nord ist im persönlichen Austausch mit Güterzugbetreibern und fordert die Bahn auf, alle Möglichkeiten zu prüfen, um die Dauer der Beeinträchtigungen so weit wie möglich zu begrenzen. Gerade im Güterverkehr verursachen langanhaltende Einschränkungen erheblichen Schaden: Mit jedem zusätzlichen Tag, an dem Waren nicht wie vorgesehen auf der Schiene transportiert werden können, wechseln weitere Kunden auf die Straße. Weil sie dort langfristige Verträge mit Speditionen abschließen, kehren diese Kunden nicht auf die Schiene zurück.
Diese Folgen länger dauernder Einschränkungen müssen bei allen Entscheidungen berücksichtigt werden, die die Dauer von Baustellenbeeinträchtigungen verlängern.
Nachfragen: Jonas Spanier, Vorstandsmitglied VCD Nord e.V., jonas.spanier@
vcd-nord.de