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Pressemitteilung
Der VCD Nord begrüßt die Ankündigung seitens der schleswig-holsteinischen Landesregierung, die Bestandsstrecke der Bäderbahn zwischen Lübeck und Neustadt doch zu erhalten und die Strecke zu elektrifizieren. Dieses Bekenntnis des Landes wurde auch bei der gestrigen Übergabe der vom VCD unterstützten Regio-S-Bahn-Appelle von der zuständigen Verkehrs-Staatssekretärin Susanne Henckel bekräftigt.
Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden, wäre dies ein wichtiger Erfolg für die Fahrgäste, die Anrainerkommunen und eine zukunftsfähige Verkehrspolitik in Schleswig-Holstein.
Aus Sicht des VCD Nord ist die angekündigte Kehrtwende auch das Ergebnis des beharrlichen Engagements zahlreicher Menschen und Organisationen. Kommunen, Bürgerinitiativen, Umwelt- und Verkehrsverbände sowie viele Menschen aus der Region und darüber hinaus haben sich in den vergangenen Jahren mit Nachdruck für den Erhalt der Bäderbahn eingesetzt. Die vom VCD Nord, dem regionalen Allianz-Bündnis und dem Fahrgastverband ProBahn initiierte Petition „Betrieb der Bäderbahn auch nach 2030 sicherstellen!“ hat innerhalb kurzer Zeit mehr als 15.000 Unterstützerinnen und Unterstützer mobilisiert und damit deutlich gemacht, wie groß der Rückhalt für den Erhalt der Strecke in der Bevölkerung ist.
Die Bäderbahn ist eine der meistgenutzten Regionalbahnstrecken in Schleswig-Holstein. Sie erschließt die Orte entlang der Lübecker Bucht für Berufspendlerinnen und Berufspendler, Schülerinnen und Schüler sowie Gäste der Region. Gleichzeitig schafft sie eine direkte und attraktive Schienenanbindung der Ostseebäder. Mit einer Elektrifizierung der Strecke würden zudem die Voraussetzungen für einen modernen, leistungsfähigen und klimafreundlichen Bahnverkehr geschaffen. Der VCD unterstützt ausdrücklich auch das Land, hier beim Bund eine entsprechende Top-Priorisierung bei den GVFG-Mitteln einzufordern.
„Die Ankündigung zeigt, dass sich sachliche Argumente und beharrliches Engagement auszahlen können. Der breite Rückhalt aus der Region hat deutlich gemacht, dass die Bäderbahn unverzichtbar ist. Wer die Verkehrswende ernst meint, darf funktionierende Bahnstrecken nicht stilllegen, sondern muss sie erhalten und konsequent modernisieren“, erklärt Stefan Karstens, Vorstandsmitglied des VCD Nord.
Nach Auffassung des VCD Nord dürfen den Ankündigungen nun jedoch keine neuen Jahre der Unsicherheit folgen. Kommunen, Verkehrsunternehmen und Infrastrukturbetreiber benötigen Planungssicherheit. Vor allem aber haben die Menschen entlang der Strecke Anspruch auf Klarheit darüber, dass ihre Bahnverbindung dauerhaft gesichert wird.
„Jetzt muss die Landesregierung ihrer Ankündigung Verbindlichkeit verleihen. Der erste Schritt sollte sein, den Weiterbetrieb der Bäderbahn und ihre Elektrifizierung verbindlich im Landesnahverkehrsplan 2027–2031 zu verankern. Damit würde das Land ein klares Signal senden, dass die Bäderbahn dauerhaft Teil eines leistungsfähigen Schienenverkehrs in Schleswig-Holstein bleibt“, so Stefan Karstens.
Jetzt gilt es, aus einer politischen Ankündigung verbindliche Entscheidungen zu machen.
Kontakt:
vcd-nord.de
vcd-nord.de, 0431 / 79944786