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Man kann es schon als sensationell bezeichnen, was die Aktiven vor Ort mit Unterstützung des VCD Nord auf die Beine gestellt haben: Insgesamt 10390 Einheimische und Gäste schlossen sich dem Aufruf der Initiative „Bus zum Dockkoog“ an, für eine ÖPNV-Anbindung zum Strand und in den Abendstunden zu sorgen. Nicht online, sondern vor Ort!
Bereits im letzten Jahr berichteten wir über das bemerkenswerte Engagement von VCD-Mitgliedern in Husum für eine Busanbindung an die einzige Badestelle an der Nordsee, die weit ab ist vom Husumer Zentrum. Im Herbst folgte eine vom VCD moderierte Podiumsdiskussion, der offizielle Vertreter der Stadt leider fern blieben.
Im Juli wurden dem Husumer Bürgermeister bei der Sitzung des Stadtparlament drei dicke Ordner mit Unterschriftenlisten im Beisein des Kieler VCD-Büroleiters übergeben.
Wir dokumentieren hier die Presseerklärung der Dockkoog-Initiative anlässlich der Übergabe zur Einwohnerfragestunde:
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PM: Husumer Bürgerinitiative Bus zum Dockkoog übergibt im Rathaus mehr als 10.000 Unterstützungsunterschriften für einen besseren ÖPNV in Husum
Husum braucht einen barrierefreien, klimafreundlichen OrderBus, der täglich das ganze Jahr über von früh bis spät bei Bedarf (telefonisch oder per Internet) bestellt werden kann, um zum Deich/Dockkoog zu fahren und der abends von 18:45 bis 23:30 Uhr auch im Husum-Netz verfügbar ist.
Nicht nur Husums Einwohner*innen und Gäste, auch Inhaber*innen von Hotels, Ferienwohnungen, Gaststätten, Einzelhandel, Supermärkten und soziale Einrichtungen, die Kinobetriebe etc. und der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Herr Kleefeldt, vermissen eine barrierefreie Bus-Anbindung zum Deich an sieben Tagen in der Woche. Und sie befürworten eine ÖPNV-Verbindung in den Abendstunden (derzeit fährt der letzte „HusumBus“ um 18:45 Uhr ab ZOB). Wer auf Husums ÖPNV angewiesen ist und zu einem Wein am Hafen, ins Kino, in ein Konzert will, kommt (ohne Taxi) nicht mehr nach Hause.
Derzeit gibt es in Husum als „Testphase“ einen „OrderBus“ zum Naherholungsgebiet am Meer mit dem schönen Markennamen „Dockkoog-Shuttle“. Betriebszeiten: samstags und sonntags stündlich von 10:15 Uhr bis 16:00 Uhr für fünf Sommermonate. Das Problem: Kaum jemand weiß davon. (Mehr dazu in der Anlage Kaum-jemand-weiß-davon.pdf). Auch wird derzeit auf geheimnisvolle Weise die Entfernung von der Stadtmitte zum Meer immer kürzer. (Mehr dazu in der Anlage Katzensprung.pdf)
Wir sind als Initiative bescheiden geworden und fordern zusammen mit den mehr als 10.000 Unterzeichner*innen „nur“ einen „Rufbus“. Lieber wäre uns und vielen der Unterzeichner*innen und dem Behindertenbeauftragten Herrn Kleefeldt, ein ganz normaler ÖPNV, am Tag zum Meer und am Abend in der Stadt, einen klimafreundlichen, barrierefreien Bus, in den Menschen im Sommer, wie im Winter an sieben Tagen in der Woche unkompliziert einsteigen können.
Wir werden anlässlich der Abgabe der mehr als 10.000 Unterschriften in der Einwohnerfragestunde folgende Fragen an Bürgermeister Kindl stellen:
(1) Der öffentliche Personennahverkehr verursacht zwar hohe Kosten, aber jeder investierte Euro bringt der Volkswirtschaft einen Nutzen von drei Euro, wie eine aktuelle Studie* zur Wertschöpfung des ÖPNV von MCube zeigt. Ist Ihnen diese Studie bekannt?
(2) Wäre es möglich, dass die Stadt Husum zusammen z.B. mit der Firma GP Joule ein „Modellprojekt autonomes Fahren“ vom Außenhafen zum Dockkoog entwickelt?
(3) Wäre es für Sie, Herr Bürgermeister Kindl, nicht reizvoll, als der Bürgermeister in die Husumer Stadtgeschichte einzugehen, der die Zeichen der Zeit erkannt hat (Klimakatastrophe) und für eine lebenswerte Zukunft entschlossen die Verkehrswende** in der Kreisstadt Husum als erster angestoßen hat?
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Kontakt Dockkoog-Initiative: Irmela Wiemann, mail@irmelawiemann.de
VCD Nord: Landesbüro SH, Niklas Hielscher, sh@vcd-nord.de